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Deshalb läuft´s für Hannover 96

Erfolgsrezept Deshalb läuft´s für Hannover 96

Zwei Spiele in Folge ohne Gegentor, sieben Punkte in einer Woche und beim 2:0-Sieg in München am vergangenen Wochenende ein bemerkenswert souveräner Auftritt: Es läuft bei Hannover 96. Aber warum auf einmal? Was hat sich beim Fußball-Zweitligisten geändert?

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„Jeder ist für den anderen da“: Die „Roten“ traten in den vergangenen Spielen als Einheit auf, die viel investiert und sich dafür auch belohnt.

Quelle: Tobias Hase

Hannover. 96-Trainer Daniel Stendel hat nach der Niederlage im Heimspiel gegen Dynamo Dresden einiges korrigiert und damit vieles richtig gemacht. Es gibt gute Gründe, warum die „Roten“ wieder erfolgreich sind. Hier sind drei.

Sicherheit zuerst

So richtig glücklich sind Torhüter erst dann, wenn beim Abpfiff die Null steht. Insofern dürfte Philipp Tschauner derzeit ein glücklicher Profi sein. Seit 191 Minuten musste der 96-Torwart nicht mehr hinter sich greifen, den letzten Treffer kassierte er vom Bielefelder Brian Behrendt. Und in München gab es nicht eine brenzlige Situation, in der Tschauner eingreifen musste.

Dass der Karlsruher SC und 1860 kaum oder gar nicht zu Torchancen kamen, liegt nicht nur an deren limitierter Offensiv-Qualität. Im Gegensatz zu den Test- und ersten Saisonspielen verteidigt 96 kompromissloser. Gerät ein Spieler in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld unter Druck, dann versucht sich 96 nicht mehr im Kurzpassspiel, in den meisten Fällen wird der Ball in solchen Situationen nach vorne geschlagen. Hauptsache, weg aus der eigenen Hälfte, nur kein Risiko eingehen. Das sieht nicht hübsch aus, verhindert jedoch, dass der Gegner in den gefährlichen Zonen in Ballbesitz kommt, während bei 96 noch die Ordnung fehlt. Dadurch verringern sich die Ballverluste, das Team ist nicht mehr so leicht auszukontern, weil für die aufgerückten Spieler Zeit bleibt, um wieder ihre Positionen einzunehmen. Der Nachteil: Es entstehen weniger Torchancen, weil die Mannschaft nicht mehr so oft im Vorwärtsgang unterwegs ist.

Die Standards

In dieser Rubrik sind die „Roten“ das mit Abstand beste Team der Liga, nach ruhenden Bällen wird’s gefährlich für den Gegner. Vier der letzten sechs Tore entstanden nach einem Eckball oder Freistoß. In Bielefeld sorgten zwei Tore nach Eckbällen von Miiko Albornoz dafür, dass 96 noch einen Punkt rettete. Auch bei 1860 München war es eine Ecke von der linken Seite, dieses Mal von Iver Fossum getreten, die die „Roten“ auf den Erfolgsweg brachte. „Die Standardsituationen sind bei einem solchen Platz auch mal entscheidend“, sagt Torhüter Tschauner. Und gegen den KSC fiel der entscheidende Treffer nach einem Freistoß von Albornoz. Der 96-Trumpf sind die starken Kopfballspieler Stefan Strandberg, Waldemar Anton, Salif Sané und Kenan Karaman, der bereits zweimal per Kopf nach einer Ecke traf.

In der Liga angekommen

Mehr Einsatz, weniger Glanz: 96 hat sich mittlerweile eingelassen auf die Spielweise, die nötig ist, um in der 2. Bundesliga erfolgreich zu sein. Dazu gehören auch ein hohes Maß an Laufbereitschaft, was etwa in München das großes Plus gegenüber den Gastgebern war, sowie der Teamgeist. „Jeder ist für den anderen da. Da wird jedem etwas gegönnt, denn unser gemeinsames Ziel ist der Aufstieg“, sagt Stürmer Martin Harnik. Es sei egal, „wer von Anfang an spielt oder von der Bank kommt: Wir sind alle bereit für den Moment“, sagt Tschauner.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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