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Die Fans glauben an den Wiederaufstieg

Hannover 96 Die Fans glauben an den Wiederaufstieg

Bei den Anhängern von Hannover 96 herrscht wieder Zuversicht vor. Viele Fans, die dem Freitagstraining beiwohnten, glauben an den Wiederaufstieg. Derweil blieb Salif Sané dem Training mit einem Infekt fern, Charlison Benschop musste selbiges mit einer Muskelverhärtung abbrechen.

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Marvin Bakalorz (von links) und Tim Dierssen nehmen Niclas Füllkrug in die Zange.

Quelle: Joachim Sielski

Hannover. Die 96-Spieler brauchten ein wenig, bis sie richtig warm geworden waren. „Sprecht miteinander! Name, Kommando – das ist wirklich ein bisschen dröge gerade“, rief Trainer Daniel Stendel beim gestrigen Training auf der Mehrkampfanlage über den Platz und machte klar, was er von seinem Team sehen möchte. Die Stimmung auf dem Trainingsplatz von Hannover 96 hat sich gewandelt – und nicht nur da. Wo vor einem Jahr der Trainer vorrangig schweigend seinen Spielern bei den Einheiten zusah, mischt sich Stendel ein, gibt lautstarke Kommandos. Und auch abseits des Grüns ist zu spüren, dass sich etwas getan hat.

Die Anhänger der „Roten“ gehen mit einem anderen Gefühl in die neue Spielzeit als in der vergangenen Saison, als viel über die Zusammenstellung des Kaders diskutiert wurde. „Im Vergleich zur vorigen Saison habe ich großes Vertrauen“, sagt etwa Hans-Joachim Hesse, der gestern wie viele weitere Fans zum Training auf der Mehrkampfanlage gekommen war. Nicht nur der 71-Jährige glaubt an den direkten Wiederaufstieg der Mannschaft in die 1. Fußball-Bundesliga, auch viele andere, die gestern am Zaun standen und zusahen, wie Stendel von seinen Spielern mehr Kommunikation und Druck forderte, trauen dem Team eine gute Saison zu.

Matthias Kraus (39): "Durch den Trainer und die Neuzugänge ist wieder Euphorie da."

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Grund zum Hoffen geben nicht nur die beiden offensiven Neuzugänge Niclas Füllkrug und Martin Harnik. Auch Stendel, der die Mannschaft nun seit einem Monat auf den Saisonauftakt in der 2. Liga vorbereitet, stimmt die 96-Fans zuversichtlich. „Der Trainer macht den größten Faktor aus“, finden etwa Alexandra und Dimitrios Papaioanna, die gemeinsam mit ihrer 13-jährigen Tochter Kiara zum Training gekommen sind. „Dass er auf junge Spieler setzt, macht viel aus“, sagen sie. Auch Jürgen Lambrecht meint, dass das der richtige Ansatz ist. „Dafür hat man doch eine eigene Jugend“, sagt er. Der 52-Jährige geht davon aus, dass 96 in der kommenden Saison wieder erstklassig spielen kann - vorausgesetzt, alles stimmt.

Denn trotz der Zuversicht: Die vergangenen Jahre haben die 96-Fans vorsichtig gemacht. Das Team und der Trainer müssen zeigen, dass sie dem guten Eindruck, den sie hinterlassen haben, auch in der Liga, gerecht werden können. Und auch wenn die Anhänger der „Roten“ ihrer Mannschaft die Rückkehr in die 1. Spielklasse durchaus zutrauen: „Das wird kein Durchläufer“, sagt Hans-Joachim Hesse, der Stolperfallen in vermeintlich leichten Gegnern wittert. Die fürchtet auch Jürgen Lambrecht. „Die Frage wird sein, wie kommt 96 mit der Favoritenrolle zurecht“, sagt er. „Das wird ein entscheidender Schritt sein.“

Im Freitagstraining der Roten fehlte Salif Sané von Beginn an, Charlison Benschop musste das Training vorzeitig abbrechen. Bei Benschop ist es wohl eine Muskelverhärtung, bei Sané ein Infekt. Die neuen Offensiv-Spieler Martin Harnik und Niclas Füllkrug hingegen waren über die volle Distanz dabei.

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Ohne Sané und Benshop gegen Halle: Ein wichtiger Offensivspieler fehlte beim gestrigen Training der „Roten“: Salif Sané suchte man vergeblich auf dem Trainingsplatz. Er blieb nach Angaben von 96 wegen eines Infekts fern und wird voraussichtlich auch im Testspiel beim Halleschen FC am heutigen Sonnabend (Beginn um 15 Uhr) nicht dabei sein. Auch Charlison Benschop, der das Training wegen einer Muskelverhärtung im Oberschenkel abbrach, wird sicherheitshalber nicht spielen. Babacar Gueye (Leisten-), Timo Hübers (Knie-) und Miiko Albornoz (Knöchelprobleme) waren im Mannschaftstraining ebenfalls nicht dabei. Sie trainierten individuell.

Sabine Gurol

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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