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Leverkusen siegt im Schonmodus

Die Spielanalyse Leverkusen siegt im Schonmodus

Die Heimpremiere in der neuen Fußball-Bundesligasaison ging für Hannover 96 daneben. Gegen Bayer Leverkusen gab es eine verdiente 0:1-Niederlage.  Lange war das erste Saisonheimspiel der "Roten" nicht so langweilig wie dieses, findet unser Redakteur Heiko Rehberg.

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Eine Szene, die viel über das Spiel aussagt: Kießling setzt sich gegen Benschop, Karaman und Schmiedebach durch.

Quelle: afp

Das Spiel: 96-Trainer Michael Frontzeck hatte eine offensive Anfangsformation gewählt mit zwei Stürmern (Mevlüt Erdinc und Charlison Benschop). Doch 90 Minuten lang zeigte die Mannschaft keinen Mut gegen eine Leverkusener Elf, die dank ihrer spielerischen Überlegenheit im Schonmodus zum Sieg kam. Selbst in der Schlussphase, als 96 nichts mehr zu verlieren hatte, gab es kaum eine packende Szene im Gästestrafraum.

Das Tor : Haltbar oder nicht? Das war die am meisten diskutierte Frage nach dem Abpfiff. Hakan Calhanoglu hatte in der 18. Minute einen Freistoß aus 26 Metern zum 1:0 ins Tor geschossen. Dass der Bayer-Profi einer der besten Freistoßschützen der Liga ist, weiß jeder. Auch dieser Freistoß war gut geschossen, er flog aber nicht in den Winkel. Man kann es vielleicht so formulieren: An einem sehr guten Tag hält Zieler den Ball.

Der Spieler des Tages: Von 96 drängte sich keiner auf. Leverkusen hatte deutlich mehr individuelle Klasse, überragend spielte im Mittelfeld ein Weltmeister: Christoph Kramer war enorm laufstark und zeigte zusammen mit Lars Bender, wie man auch aus der sogenannten Sechserrolle das Spiel lenken kann. Bei 96 gelang das Salif Sane und Manuel Schmiedebach auf dieser Position nicht.

Heimauftakt vergeigt: Hannover 96 verliert mit 0:1 gegen Bayer Leverkusen. Wie die einzelnen Fußballer im Bundesligaspiel abgeschnitten haben, benotet Sportredakteur Christian Purbs in der 96-Einzelkritik.

(Bewertet werden nur Spieler, die 30 Minuten oder mehr im Einsatz waren.)

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Die Szene des Tages: Natürlich der Freistoß. Calhanoglu hätte aus vergleichbarer Position fast ein zweites Freistoßtor erzielt, doch in der 47. Minute landete der Ball an der Latte des hannoverschen Tores.

Die Statistik: Die „Roten“ kamen nur auf sechs Torschüsse (Leverkusen: 11), ein Hinweis, wie groß die Probleme im Offensivspiel derzeit noch sind. Leverkusen kam in keiner Phase der Partie in Schwierigkeiten. Nur 65 Prozent angekommene Pässe (Leverkusen: 81 Prozent) sind ein schwacher Wert für 96. Auch der Ballbesitz (Hannover: 41 Prozent, Leverkusen: 59) bewies die Dominanz der Gäste.

Erstes Heimspiel für Hannover 96 in dieser Saison: Die "Roten" treffen auf Bayer Leverkusen.

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Die Stimmen:

Michael Frontzeck (96-Trainer): „Vom Engagement her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Leverkusen hat verdient gewonnen, ist aber nicht der Gegner, an dem wir uns orientieren müssen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“

Roger Schmidt (Bayer-Trainer): „Es war ein gutes Spiel von uns. Wir hätten im Laufe des Spiels das 2:0 machen müssen. Wenn das nicht klappt, muss man gut verteidigen, und das haben wir.“

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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