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Diese Privilegien sollen Sané zum Bleiben bewegen

Hannover 96 Diese Privilegien sollen Sané zum Bleiben bewegen

Salif Sané würde gerne erstklassig spielen, dem 1. FC Köln gab er bereits eine Zusage. Aber 96-Trainer Daniel Stendel hat eine besondere Überzeugungstaktik, um den Senegalesen zum Bleiben in Hannover zu bewegen: Er bekommt Extrawürste. Ob das hilft?

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Salif Sané beim Training auf Norderney.

Quelle: Florian Petrow

Norderney. Der sportliche Wert von Salif Sané für den Fußball-Zweitligisten Hannover 96 ist ja bekannt. Aber nach der Blitzheilung von der Außenband-Dehnung im Knie und den vier Tagen Pause wurde am Mittwoch im Training auf Norderney wieder einmal deutlich, wie überragend der 1,96-Meter-Riese sein kann. Stark im Trainingsspiel, ballsicher, passgenau, stabil.

„Man hat es wieder gemerkt“, sagte Trainer Daniel Stendel. „Salif ist ein Spieler mit Extra-Qualität, davon wird es in der 2. Liga nicht viele geben.“ Das kleine Problem ist: Sané würde allerdings lieber erstklassig bleiben, dem 1. FC Köln gab er bereits eine Zusage. Aber Stendel hat eine besondere Überzeugungstaktik, um den Senegalesen zum Bleiben in Hannover zu bewegen.

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Sané bekommt Extrawürste vom Trainer. „Spieler mit Extra-Qualität haben auch manchmal Extra-Freiräume“, erklärte Stendel. Bei Hannover 96 darf Sané mehr als andere Kollegen, was seinem manchmal etwas eigenwilligen Verhalten entgegenkommt. Privilegien, die der Profi sich bei einem neuen Club erst einmal hart erkämpfen müsste.

Narrenfreiheit für Sané? So weit geht die Liebe nicht. Zu spät zum Essen erscheinen? „Das darf er nicht“, betont Stendel. „Wenn alles funktionieren soll, müssen wir uns an Regeln halten, das gilt aber nicht nur für Salif. Wir brauchen die individuelle Klasse jedes Spielers. Und jeder bekommt den Freiraum, das auszuleben, wenn es zum Erfolg des Teams führt.“

Stendels Vorgänger waren auch schon mal anderer Meinung. Tayfun Korkut, mittlerweile Trainer des Zweitliga-Auftaktgegners 1. FC Kaiserslautern, hatte Sané für mehrere Monate suspendiert. Und ihn anschließend eher widerwillig in den Kader zurückgeholt. Sané hatte ein Spiel verschlafen und war ohne Absprache zur Nationalmannschaft gefahren. Auch aus der Nationalmannschaft Senegals flog er später raus. Thomas Schaaf nahm ihn gar nicht mit zum vorentscheidenden Abstiegskampf-Duell in Frankfurt. Aber 96 verlor ohne seinen Riesen.

Tatsächlich tendiert Sané dazu, zu Beginn einer Trainingswoche auszuscheren und Witzchen zu machen. Aber je näher ein Spiel rückt, das bestätigen Wegbegleiter, desto fokussierter wird er wieder. Nie zuvor hatte sich Stendel so deutlich zu Sané positioniert wie am Mittwoch. „Ich habe viele positive Signale gekriegt, dass er bei uns die Aufgabe annimmt,“ sagt er. Um ihn zu binden, schenkt Stendel ihm Freiheiten. In einem Punkt will der Trainer seinen Star dann aber doch anketten. Stendel hatte ihm auch auf Norderney noch einmal „deutlich gemacht, dass wir ihn nicht ziehen lassen, er hat einen Vertrag unterschrieben, und der gilt noch zwei Jahre“.

Stendel erwartet, „dass er sich professionell verhält“. Das hat Sané bisher getan.

Von Dirk Tietenberg

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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