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Drei Neue für die Überraschung?

Heimspiel gegen Dortmund Drei Neue für die Überraschung?

Ein Blick auf die Statistiken verbietet sich. Denn danach bräuchten die „Roten“ gar nicht anzutreten gegen Borussia Dortmund. Alles, aber auch alles spricht nach den Erkenntnissen der offiziellen Bundesliga-Datenbank gegen Hannover 96.

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Quelle: Montage

Hannover. Zum Glück werden solchen Zahlen Woche für Woche in der Fußball-Bundesliga widerlegt, und darum darf man sich auf das Spiel in der HDI-Arena am Sonnabend (Anpfiff ist um 15.30 Uhr) freuen.

Trotz der eindeutigen Ausgangslage blickt 96-Trainer Michael Frontzeck der Partie gespannt entgegen. „Ich kann versprechen“, sagte der 51-Jährige, „dass sich meine Spieler voll reinhauen, dass sie wirklich alles geben werden.“ Das sei für ihn die Grundvoraussetzung, um gegen den großen Favoriten bestehen zu können. Die Einstellung seiner Elf ist für Frontzeck aber auch entscheidend für den Umgang mit ihr. „Wenn ich merke, dass die Mannschaft will“, sagte er, „dann stehe ich bedingungslos hinter ihr. Egal, welche Fehler sie macht“, sagte der Coach. Bisher hatte er trotz des miserablen Saisonstarts genau diesen Eindruck.

Leon Andreasen kommt zum Einsatz

Dennoch wird er einige Veränderungen in der Anfangself gegenüber der Partie gegen Mainz 05 (0:3) vornehmen. Zu einer Umstellung wird er mehr oder weniger gezwungen, denn Manuel Schmiedebach dürfte aufgrund einer Knieverletzung nicht rechtzeitig fit werden. Für ihn wird Leon Andreasen auflaufen. Mit dessen Einsatz war aber im Vorfeld ohnehin schon spekuliert worden, weil sich der Däne auch im Training immer wieder angeboten hat - und weil Schmiedebachs Leistungen bisher noch viel Luft nach oben ließen. Hinzu kommt, dass Andreasen torgefährlicher ist.

Auch Kiyotake wieder dabei

Größere Tragweite dürfte aber der Einbau Hiroshi Kiyotakes haben: Auf das Saisondebüt des Japaners setzt ganz Fußball-Hannover riesige Hoffnungen. Der 25-jährige Techniker kann nach seinem Fußbruch noch gar nicht hundertprozentig fit sein, aber er ist eben ein Spieler, der den Unterschied ausmacht. Er kann nicht nur einen Gegenspieler aussteigen lassen, sondern er hat auch noch den Blick für die Situation, sprich für den besser postierten Mitspieler. Eine Eigenschaft, die vielen 96-Profis abgeht. Auch darum war das Spiel der „Roten“ in den bisherigen drei Partien reichlich ideenlos. Die offizielle Bundesliga-Datenbank verkündet dazu: „Ligaweit haben die Niedersachsen die wenigsten Ballaktionen im gegnerischen Strafraum (34).“ Bayern München schafft diesen Wert pro Spiel.

Aber was nutzen Kiyotakes Ideen, wenn er vorn keinen Abnehmer hat. Neuzugang Mevlüt Erdinc hat bisher vieles vermissen lassen. Frontzeck glaubt weiter fest an dessen Durchbruch. Allerdings hat Erdinc-Konkurrent Artur Sobiech die Tests in der Länderspielpause zur Werbung in eigener Sache genutzt. Man darf gespannt sein, wie Frontzeck sich entscheidet. Genau wie in der Verteidigung: Bleibt Kapitän Christian Schulz im Team oder darf Felipe auflaufen? Und setzt der Trainer weiter auf Hiroki Sakai?

Letztlich ist es egal, wen Frontzeck aufbietet. Entscheidend ist, dass etwas Zählbares dabei herauskommt. Für das Selbstvertrauen, für das Punktekonto - und zum Widerlegen der schlimmen Statistiken.

96 ärgert den Spitzenreiter, weil ...

... Hiroshi Kiyotake wieder fit ist: Der Japaner kann nach seinem Fußbruch wieder auflaufen und wird dem 96-Spiel endlich Struktur geben. Und an seine Freistöße haben besonders die Dortmunder keine guten Erinnerungen.

... 96 weiß, wie’s geht : Fast auf den Tag genau vier Jahre ist es her, als der BVB als großer Favorit nach Hannover kam und mit 1:0 in Führung ging. Doch Karim Haggui erzielte in einer spektakulären Endphase den Ausgleich, Didier Ya Konan stellte das Spiel mit dem 2:1 in der 90. Minute auf den Kopf.
... die Negativserie von Michael Frontzeck endlich reißt: Der 96-Coach hat noch keines seiner acht Spiele als Bundesligacoach gegen den BVB gewonnen (drei Remis, fünf Niederlagen). Jede Serie reißt schließlich einmal, warum die von Frontzeck nicht heute?

... BVB-Trainer Thomas Tuchel keine langen Serien kann: Neun Pflichtspiele hintereinander (wie jetzt mit der Borussia) hat er schon mal mit Mainz gewonnen, dann folgte ein 0:1 gegen den Hamburger SV. Und was der HSV kann, kann 96 schon lange.

pur/gru

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