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Erfolgsrezept mit Herz: Hühnersuppe für Pogatetz

Hannover 96 Erfolgsrezept mit Herz: Hühnersuppe für Pogatetz

Die letzte Flüssigkeit mit solchen Kräften war wohl der Zaubertrank bei Asterix: Emanuel Pogatetz, Innenverteidiger bei Hannover 96, eben noch von einem Magen-Darm-Virus aufs Lager geworfen, saß am Donnerstag quietschfidel im Zug nach Leverkusen.

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Danuta Kowalczuk hat die Zutaten für ihre Hühnersuppe genau im Kopf – und bereitet alles in der heimischen Küche vor.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Mitgewirkt an diesem kleinen Wunder hat die mittlerweile berühmte Hühnersuppe von Danuta Kowalczuk, Ehefrau des 96-Konditionstrainers Edward Kowalczuk. „Es hat tatsächlich geholfen, ich bin ihr wirklich sehr dankbar“, gab der Innenverteidiger am Donnerstagmittag beim Training zu Protokoll. Er als Single habe sich sehr über die fürsorgliche Geste gefreut: „Es ist ja nicht so einfach, wenn man allein lebt“, sagt der geschiedene Vater zweier Kinder.

Danuta Kowalczuk ist der Aufruhr um ihre Hühnersuppe fast ein bisschen peinlich. „Mein Mann hat gesagt, der arme junge Mann ist hier ganz allein und sehr krank, ob ich ihm nicht mal einen Topf Suppe kochen könnte.“ Genau das habe sie dann getan und kann nun gar nicht verstehen, warum sich plötzlich alle Welt dafür interessiert. Schließlich sei an dem Rezept nichts Besonderes, und feste Mengenangaben hat sie sowieso nicht: „Ich koche das immer aus dem Kopf und mit viel Herz.“

Die Zutaten sind dann aber doch etwas Besonderes. Drei Sorten Fleisch bilden die Basis: je ein halbes Suppen- und Perlhuhn, eine ganze Taube sowie ein kleineres Stück gutes Rindfleisch. Das alles kommt mit Möhren, Sellerie, Petersilienwurzel, Pastinake, Porree und zwei Knoblauchzehen in einen großen Topf. Dann wird Wasser angegossen, in das noch ein Lorbeerblatt, einige Wacholderbeeren und angeröstete Zwiebeln gehören. Diese Mischung muss dann rund zwei Stunden auf kleinster Flamme leise köcheln, erst zum Schluss kommen Salz und Pfeffer dazu.

Mit dem Ergebnis sind bei den Kowalczuks schon oft Kinder und Enkelkinder nach kräftezehrenden Krankheiten wieder aufgepäppelt worden. Und das ist keine Zauberei, sondern ein wissenschaftlich erwiesener Effekt: Forscher haben herausgefunden, dass die Inhaltsstoffe von Hühnersuppe körpereigene Immunzellen daran hindern, Entzündungen hervorzurufen. Kurioserweise funktioniert das nicht mit einzelnen Bestandteilen der Suppe, sondern nur, wenn alle Faktoren zusammenwirken. Für Dr. Uwe Tegtbur, Leiter des Sportmedizinischen Zentrums an der MHH, liegt das Wohltuende der Hühnersuppe auch ohne Experimente auf der Hand: „Für einen Sportler mit einer Magen-Darm-Erkrankung ist das einfach die ideale Mahlzeit: leicht verdaulich, mit viel Flüssigkeit und Salz, und mit Eiweiß, um neue Energie zu tanken.“ Ein Teller so einer Suppe sei deshalb auch vor einem Wettkampf gut geeignet, um noch etwas in den Magen zu bekommen, das nicht beschwert und trotzdem Kraft gibt.

Um solche Erwägungen geht es bei den Kowalczuks indes weniger. Danuta Kowalczuk, mittlerweile vierfache Oma, kocht einfach gern jeden Tag und am liebsten für die Enkel, die häufig zu Besuch sind. Und natürlich würde sie auch nicht nein sagen, wenn mal wieder ein Hilfeersuchen von einem kranken 96-Spieler käme. Wobei leider die wenigsten Zipperlein der Profis mit einem Teller Suppe zu kurieren wären …

… und das gehört in die Hühnersuppe

  • 1 halbes Suppenhuhn
  • 1 halbes Perlhuhn
  • 1 ganze Taube
  • 1 kleineres Stück Rindfleisch
  • Möhren, Sellerie, Petersilienwurzel,
  • Pastinake, Porree, 2 Knoblauchzehen,
  • 1 Lorbeerblatt, einige Wacholderbeeren,
  • angeröstete Zwiebeln, Salz, Pfeffer
  • und Wasser

Stefanie Gollasch

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