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Werden die "Roten" zum Spätzünder?

Erhoffter Wiederaufstieg Werden die "Roten" zum Spätzünder?

Hannover 96 hat die hohen Erwartungen in der 2. Bundesliga noch nicht erfüllt. Doch verschiedene Vereine haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass Aufstiegsträume oft erst etwas später reifen.

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"Punktemäßig sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen." Trainer Stendel ist mit der Ausbeute nicht zufrieden.

Quelle: Imago

Hannover. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, sangen die Fans von Eintracht Braunschweig nach dem 2:2 gegen Hannover 96 laut und voller Stolz. Auch wenn der Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga im Niedersachsenderby wieder einen Vorsprung von zwei Toren verspielte und die Führung etwas bröckelt, die Aufstiegsfeier können die „Blau-Gelben“ schon mal planen - zumindest wenn es nach der Statistik geht. In den vergangenen drei Jahren ist die Mannschaft, die nach dem zwölften Spieltag auf dem ersten Platz stand, auch jeweils Meister geworden. Keine Panik, 96-Fans, ist doch nur Statistik.

Fakt ist hingegen, dass die Braunschweiger in dieser Saison bislang besser dastehen als erwartet. Das kann man von Hannover nicht sagen. Bislang liegt die Mannschaft von Trainer Daniel Stendel als Tabellenvierter hinter den Erwartungen, für die „Roten“ wäre alles andere als der direkte Wiederaufstieg eine große Enttäuschung. Die Situation ist zwar nicht dramatisch, so richtig zufrieden ist aber auch niemand mit den bislang erreichten sechs Siegen und 21 Punkten. Das ist zu wenig, findet auch Clubchef Martin Kind. „Wir hatten andere Ziele, das muss man deutlich sagen. Die Ziele haben wir bisher nicht erreicht“, sagt der 96-Boss, der die weitere Entwicklung in den noch ausstehenden fünf Punktspielen der Hinrunde genau beobachten wird.

"Noch nicht da, wo wir hinwollen"

Stendel muss jetzt liefern. Das weiß der 96-Trainer. Und er weiß auch, dass seine Mannschaft schon viele Punkte verschenkt hat. „Punktemäßig sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen. Es geht im Moment darum, bis Weihnachten so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Da sind wir dabei“, sagt der 42-Jährige.

Die meisten Zähler gibt es pro Spiel für einen Sieg - und genau da liegt das Problem des Absteigers. Lediglich der 1. FC Köln hatte in der Saison 2013/2014 als Spitzenreiter nach dem 12. Spieltag - genau wie 96 zurzeit - auch nur sechs Erfolge auf dem Konto. Allerdings waren die Rheinländer zu diesem Zeitpunkt mit weiteren sechs Unentschieden noch ungeschlagen.

Beispiel RB Leipzig

Hoffnung wird den „Roten“ machen, dass sich so mancher Aufsteiger in den vergangenen drei Jahren zu Beginn der Saison auch schwer getan hat und Zeit brauchte, um richtig in Fahrt zu kommen. Auch beim SC Freiburg und RB Leipzig rumpelte es vor einem Jahr zu Saisonbeginn immer mal wieder. Die späteren Aufsteiger hatten nach zwölf absolvierten Spielen nur wenige Punkte (Freiburg 24, Leipzig 23) mehr gesammelt als 96. Noch mehr Startprobleme hatten die Spätzünder Darmstadt 98 und der SC Paderborn, die in ihrer Aufstiegssaison am Ende jeweils den zweiten Platz belegten. Darmstadt lag in der Spielzeit 2014/2015 genau wie 96 nach dem zwölften Spieltag auf Platz vier und hatte mit 20 Punkten sogar noch einen Zähler weniger als die „Roten“. Paderborn legte in der Saison 2013/2014 nach einem mäßigen Start mit 18 Punkten und 22:22 Toren einen furiosen Endspurt hin, der für den Aufstieg in die Bundesliga reichte.

Die Beispiele zeigen, dass für Hannover 96 noch alles drin ist, um im nächsten Sommer wieder in der Bundesliga zu spielen. 22 Spiele sind es noch bis zum Abpfiff des 34. Spieltages am 21. Mai 2017. Läuft alles optimal, hätte 96 dann 87 Punkte. Das würde reichen. Garantiert.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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