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So läuft der Start für 96-Neuzugang Strandberg

Training So läuft der Start für 96-Neuzugang Strandberg

Wie schlägt sich der neue Spieler von Hannover 96? Innenverteidiger Stefan Strandberg (26) war am Dienstag bei seinem ersten Training bei den "Roten" dabei und hatte dabei offensichtlich wenig Anpassungsschwierigkeiten.

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„Ich bin schon nach Hannover gekommen, um zu spielen“: Stefan Strandberg (li.) in seinem ersten Training bei 96 im Zweikampf mit Marvin Bakalorz.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Schon rein optisch machte es der Neue den Fans ziemlich einfach. Lange, dunkelblonde Haare, hünenhafte Statur - es war leicht, Stefan Strandberg am Dienstag bei seinem ersten Training bei den „Roten“ auf Anhieb auch von Weitem zu erkennen. Was sofort auffiel: Der 26-jährige Innenverteidiger hatte wenig Anpassungsprobleme, sprach gleich viel mit seinen Mitspielern. „Auf Englisch“, sagte er hinterher. Er verstehe auch ein paar Wörter Deutsch, sagt der Norweger, „aber sprechen geht noch nicht“.

Erstmals mit Neuzugang Stefan Strandberg trainiert Hannover 96 auf der Mehrkampfanlage.

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Über seine Leistung lässt sich nach nur einer Trainingseinheit wenig sagen. Er hatte gute Aktionen, aber auch einige nicht so gute, zeigte mehrfach, dass er seinen Körper (er ist 1,89 Meter groß) einzusetzen weiß. „Ich will der Mannschaft helfen, möglichst schnell wieder in die erste Liga zu kommen“, sagt Strandberg. Schon am Sonntag gegen Dresden? „Das entscheidet der Trainer. Ich bin erst etwa 20 Stunden hier. Aber ich bin schon nach Hannover gekommen, um zu spielen“, sagt der Nationalspieler.

Erst am Montag gegen Abend ist er in Langenhagen angekommen, war vorher mit der Nationalmannschaft seines Landes unterwegs. Gegen Weißrussland (0:1) hatte er durchgespielt, im WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland (0:3) saß er am Sonntag 90 Minuten auf der Bank. „22 Leute wollen spielen, leider durfte ich nicht. Schade, zumal es gegen die derzeit beste Mannschaft der Welt ging“, sagt Strandberg.

Positiver "zweiter Eindruck" von Hannover

Die ersten Eindrücke von der Stadt, die zumindest bis zum Juni nächsten Jahres seine neue Heimat ist - so lange läuft seine Ausleihe -, seien gut. „Eigentlich ist es der zweite Eindruck“, sagt er schmunzelnd. Vor sechs Jahren sei er bereits in Hannover gewesen, um seinen Freund Mohammed Abdellaoue zu besuchen, den damaligen 96-Stürmer. „Schon damals hat es mir hier sehr gut gefallen“, sagt der 96-Profi. „Moa“ habe ihm geraten, zu den „Roten“ zu wechseln.

Der Hauptgrund aber, warum er den russischen Erstligisten FK Krasnodar verlassen hat, der immerhin in der Europa League spielt, ist sein älterer Bruder. Der 33-Jährige ist an Leukämie erkrankt, und Strandberg will ihn „so oft es geht unterstützen. Das war von Krasnodar aus nicht so einfach“, sagt er. Jeden freien Tag habe er in der Nähe seines Bruders verbracht, war auch in der vergangenen Woche mit ihm zur Untersuchung im Krankenhaus. „Da gab es eine frohe Botschaft für uns, mein Bruder wird vollständig genesen“, sagt Strandberg.

Wechsel hat auch private Vorteile

Privat hat sein Wechsel ins westeuropäische Ausland einen weiteren Vorteil für ihn: Seine Freundin Nora Mörk (sie wurde gerade Bronzemedaillengewinnerin mit Norwegen bei Olympia) ist Handballprofi in Ungarn. „Wir werden uns jetzt öfter sehen“, freut sich der 26-Jährige. Von seinem neuen Arbeitgeber ist er komplett überzeugt. „96 ist zwar zweitklassig, wird sich aber mit dieser Qualität nicht lange dort aufhalten“, sagt der Norweger. Und wenn der Aufstieg klappen sollte, kann er sich vorstellen, in Hannover zu bleiben. Die „Roten“ haben zumindest eine Kaufoption für den Innenverteidiger mit den langen Haaren.

Von Jörg Grußendorf

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