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Mut machen diese Fakten des Grauens nicht

Hannover gegen Hoffenheim Mut machen diese Fakten des Grauens nicht

Statistiken, in denen vor einem Bundesligaspiel die Fakten der beiden Mannschaften aufgelistet werden, sind meistens nicht mehr als eine nette Spielerei. Das gilt auch für die heutige Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Hannover 96. Und doch sind die Zahlen bei diesem Vergleich bemerkenswert.

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Die letzte Begegnung im April 2015: Hannovers Salif Sane (r) und Hoffenheims Adam Szalai kämpfen um den Ball.

Quelle: dpa

Hannover. Hannover 96 trifft heute auf 1899 Hoffenheim (ab 15.30 hier im Liveticker). Wir haben im Vorfeld einen Blick in die Statistik geworfen. Für beide Teams gilt: Mut machen diese Fakten des Grauens nicht.

Drei Fakten, die für 96 sprechen:  

  1. Hoffenheim ist seit acht Bundesligaspielen ohne Sieg, kein anderes Team der 1. Liga wartet aktuell so lange auf einen „Dreier“.
  2. Die TSG ist die einzige Mannschaft in der Bundesliga, die in dieser Saison noch kein Heimspiel gewann. Den letzten Erfolg vor eigenem Publikum gab es für die Kraichgauer am 23. Mai beim 2:1-Sieg gegen Hertha BSC.
  3. Noch nie hat Trainer Huub Stevens bei einer Rettungsmission so einen langen Anlauf gebraucht. Mit 1899 ist der Niederländer bislang nicht über vier Unentschieden bei einer Niederlage hinausgekommen.

Drei Fakten, die für 1899 sprechen:

  1. In sieben Pflichtspielen gegen Hoffenheim kassierte 96-Trainer Michael Frontzeck sechs Niederlagen und schaffte nur ein Remis.
  2. Als die Hoffenheimer 2012 zum ersten Mal seit dem Aufstieg Tabellenletzter waren, verabschiedeten sie sich mit einem Sieg vom 18. Platz. Gegner: Hannover 96.
  3. Gegen Kellerkinder tun sich die „Roten“ schwer. 96 gewann keine der letzten fünf Partien gegen Teams auf direkten Abstiegsplätzen.

Es passt ins Bild, dass beide Teams die Rangliste der schwächsten Mannschaften in diesem Jahr anführen. 96 mit 27 Punkten auf Platz 1, Hoffenheim mit 28 Zählern auf Rang 2. Sieht so aus, als wäre alles andere als ein Unentschieden eine Überraschung.

Alles Wichtige zum Spiel

Personalsituation bei 96: Beim Training in dieser Woche war es übersichtlich auf dem Platz, zahlreiche Spieler waren krank oder angeschlagen. Immerhin sind Leon Andreasen und Felix Klaus, die beide nach einem Magen-Darm-Infekt erst am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren konnten, gegen Hoffenheim einsatzbereit. Fehlen werden im Kader von Trainer Michael Frontzeck Hiroshi Kiyotake (Haarriss im Fuß), Uffe Bech (Rippenentzündung) und Oliver Sorg (Bänderdehnung im Knie). Aufpassen müssen Marcelo, Christian Schulz und Salif Sané. Alle drei 96-Profis haben bereits vier Gelbe Karten und wären bei einer weiteren Verwarnung für das Heimspiel am letzten Vorrundenspieltag gegen den FC Bayern gesperrt.

Der Gegner: Auch die Hoffenheimer plagen vor dem Kellerduell mit 96 einige Personalsorgen. Der Einsatz der Offensivspieler Kevin Kuranyi (Rückenprobleme), Eduardo Vargas (Hüftprellung) und Steven Zuber (Sprunggelenksverletzung) ist nach Angaben von Trainer Huub Stevens „sehr fraglich“. Probleme haben die Kraichgauer besonders in der Offensive. Der Wechsel von Roberto Firmino zum FC Liverpool brachte zwar 41 Millionen Euro auf das Konto der TSG, gleichwertiger Ersatz konnte jedoch nicht verpflichtet werden. Das zeigte sich auch beim 1:1 am vergangenen Spieltag in Ingolstadt, als Hoffenheim erst in der Nachspielzeit der glückliche Ausgleich gelang. „Vier, fünf gute Angriffe – das ist zu wenig, da kannst du nicht zufrieden sein“, sagte Stevens.

Schiedsrichter: Jochen Drees (Münster-Sarmsheim).

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