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"Aufstieg wird nicht so leicht, wie alle denken"

Felix Klaus im Interview "Aufstieg wird nicht so leicht, wie alle denken"

Für 96-Profi Felix Klaus lief es in der vergangenen Saison nicht besonders. Jetzt soll alles anders werden. Im Interview spricht der Offensivspieler über die Aufstiegschancen, den neuen Teamgeist und Trainer Daniel Stendel.

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Hat viel vor: Felix Klaus.

Quelle: Achim Sielski

Herr Klaus, jetzt, nach einem Jahr, scheinen Sie endlich angekommen zu sein in Hannover. Sie waren beim 4:0 in Kaiserslautern überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen. Was ist passiert?
Mit dem neuen Trainer (Daniel Stendel, d. Red.) ist bei mir auch das Selbstvertrauen zurückgekommen. Er hat mich spielen lassen. Er setzt auf meine Stärken. In der Vorbereitung hat er mich gepusht.

Was hat Trainer Stendel denn speziell gemacht?
Er spricht immer wieder meine Stärken an und hebt sie hervor: dass ich Außen ein schneller Spieler bin, dass ich stark im eins gegen eins bin. Er fordert das Gegenpressing. Und er ist ein lauter Trainer, der sehr aktiv ist. Das mag ich, das gefällt mir gut.

Im vergangenen Jahr wirkten Sie zögerlich und verunsichert. Dabei wollten Sie nach dem Wechsel aus Freiburg hier in Hannover den nächsten Schritt Ihrer Karriere machen. War dieses Jahr im Nachhinein eher ein Rückschritt für Sie?
Das kann man so nicht sagen. Ich habe wieder Bundesligaerfahrung gesammelt, habe fast 20 Spiele gemacht. Aber klar: Absteigen wollte ich nicht.

Wie schwer war es für Sie, immer den Kopf hochzuhalten?
Das war wirklich nicht einfach. Ich hatte viele kleine Verletzungen, die mich immer wieder aus dem Rhythmus gebracht und zurückgeworfen haben. Es lief sportlich überhaupt nicht. Man muss an sich glauben, aber auch Freunde und Familie sind da sehr wichtig. Ich bin froh, dass es jetzt besser läuft. Nach dem Jahr ist der Drang, nach oben zu kommen, umso größer. Ich möchte auf jeden Fall wieder nach oben und schon bald mein 100. Bundesligaspiel machen (bisher sind es 94, d. Red).

Das würde Ihre persönliche Serie auch ein wenig schönen. Sie sind jetzt ja schon dreimal abgestiegen, mit Greuther Fürth, SC Freiburg und 96.
Stimmt. Es wäre mein zweiter Aufstieg nach dem mit den Fürthern. Dann wäre die Serie doch fast schon wieder ausgeglichen. Mit der Qualität in der Mannschaft haben wir auf jeden Fall alle Möglichkeiten für den Aufstieg.

Nicht nur Sie haben einen Aufschwung genommen, sondern die ganze Mannschaft. Sie wirkt befreiter. Was hat sich denn grundlegend geändert?
Der Teamgeist. Wir haben eine echt coole Mannschaft. Ich gehe gern ins Training. Wir verstehen uns super. Alle sind zusammen, alle wollen zusammen etwas machen. Das ist ein ganz wichtiger Schlüssel im Moment. Das hat man auch in Kaiserslautern gesehen, dass einer für den anderen läuft.

Also spricht nichts gegen einen sofortigen Wiederaufstieg der „Roten“?
Wir haben uns alle vorgenommen, oben dabei zu sein und im Idealfall aufzusteigen. Aber so einfach, wie alle das sagen oder schreiben, wird das auf jeden Fall nicht. Das wissen wir auch. Aber wenn wir jeden Tag im Training Gas geben – mit der Qualität, und wenn wir nicht arrogant ins Spiel gehen, dann haben wir einfach eine riesige Chance.

Auf Ihrer Position auf außen im offensiven Mittelfeld ist der Konkurrenzkampf ohnehin groß gewesen. Was ist in Ihnen vorgegangen, als 96 noch Hochkaräter wie Martin Harnik und Niclas Füllkrug verpflichtet hat? Hatten Sie zusätzliche Angst um Ihren Platz?
Nein, es ist doch gut, wenn wir Qualität im Kader haben. Wir wollen gemeinsam aufsteigen. Wenn zwei große Namen und dazu zwei gute Spieler dazugekommen sind, ist das doch für uns alle gut.

Hat Sie das auch zusätzlich gepusht?
Auf jeden Fall. Man will ja zeigen, dass man es draufhat, dass man dazugehört.

Das haben Sie in Kaiserslautern nachdrücklich unter Beweis gestellt. Meinen Sie, dass Sie weiter dran sind und auch am Sonntag gegen Fürth spielen?
Ich werde auf jeden Fall ordentlich Gas geben, mich im Training anbieten. Der Trainer hat uns auch gelobt dafür, dass wir auf einem guten Weg sind für Sonntag.

Sind die Fürther ein Konkurrent im Aufstiegskampf?
Wenn sie immer so spielen wie gegen 1860 München (1:0., d. Red.), dann ja. Da war ich positiv überrascht. Aber: Es ist doch nach einem einzigen Spieltag noch viel zu früh, irgendwelche Prognosen abzugeben.     

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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