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„Jippie, Hannover!“

Flüchtlinge im Stadion „Jippie, Hannover!“

Unter dem Motto „Hannover ist bunt“ hatte der Verein die Bewohner der hannoverschen Flüchtlingsheime ins Stadion eingeladen. Das Interesse war enorm.

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Voller Begeisterung: Die Flüchtlinge vor dem Anpfiff des 96-Spiels.

Quelle: Surrey

Hannover. „Ich bin überglücklich, dass ich heute im Stadion sein kann“ - dieser Satz ist eher selten zu hören, wenn der Tabellensechzehnte gegen das Schlusslicht spielt. Vor der HDI-Arena war er am Mittwoch dagegen eine viel geäußerte Meinung, zumindest bei den Besuchern des Willkommensfestes, das Hannover 96 vor der Partie für 1200 Flüchtlinge und ihre Helfer veranstaltete.

Unter dem Motto „Hannover ist bunt“ hatte der Verein die Bewohner der hannoverschen Flüchtlingsheime ins Stadion eingeladen. Das Interesse war enorm. „96 hat noch kurzfristig Tickets organisiert, das war wirklich großzügig“, sagt Fatos Aga-Odabas vom Unterstützerkeis der Flüchtlingsunterkünfte Hannover. Jeder Bewohner, der mitkommen wollte, habe dazu die Möglichkeit gehabt.

Für die meisten Asylbewerber war es der erste Besuch in einem Fußballstadion. Dementsprechend groß waren Neugier und Begeisterung. Während viele Dauerkarteninhaber mit sauertöpfischem Gesichtsausdruck über den Stadionvorplatz schlurften, zogen die Flüchtlinge mit ihren Freikarten begeistert in die HDI-Arena ein. „Jippie, Hannover!“, rief ein aufgeregter Somalier im 96-Trikot und hoffte auf einen 3:0-Sieg.

Es waren fast nur männliche Flüchtlinge der Einladung von 96 gefolgt. Dafür war die Mehrzahl der Helfer und Sozialarbeiter weiblich. „Frauen sind im Orient keine Fußballfans - ich bin da eine Rarität“, sagte Claudette Pfeiffer. Die gebürtige Iranerin war zusammen mit Sohn Ossy zum Willkommensfest gekommen, um Sprachbarrieren abzubauen. Die 68-Jährige beherrscht vier Sprachen, arbeitete lange als Dolmetscherin in der irakischen Botschaft und kennt das Leid der Flüchtlinge. Sie musste selbst aus ihrer Heimat fliehen.

Auch mehrere Fangruppen hatten sich in die Aktion eingebracht - Fan-Projekt, IG Rote Kurve, Arbeitskreis 96 gegen Rassismus und der Fanbeirat. „Das ist nur der Startschuss für mehrere Projekte“, sagte der 96-Fanbeauftragte Johannes Seidel. Weitere Aktionen seien geplant.

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