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Für die "Roten" zählt nur ein Heimsieg

Hannover 96 Für die "Roten" zählt nur ein Heimsieg

Die Ausgangslage ist dieselbe wie zuletzt vor allen Heimspielen. Hannover 96 ist am Sonnabend in der Pflicht und muss unbedingt gewinnen. Es gelten keine Ausreden, zumal es gegen einen Aufsteiger geht, selbst wenn sich der FC Ingolstadt bisher überraschend gut in der Bundesliga geschlagen hat. 

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„Darauf einstellen“: Harte Zweikämpfe – wie hier zwischen den 96ern Oliver Sorg (li.) und Manuel Schmiedebach (2. v. re.) – wird es gegen Ingolstadt viele geben.

Quelle: Nigel Treblin

Hannover. Die Bayern sind – was man vor der Saison nicht nur in Hannover ganz anders gesehen hat – dazu ein Club auf Augenhöhe. Und ein solcher muss daheim besiegt werden, ohne Wenn und Aber. Es gibt so viele Gründe, warum es endlich Zeit wird für einen gelungenen Heimauftritt der „Roten“. Es gilt, die ob der harmlosen, zum Teil destruktiven Spielweise aufgebrachten Fans zu besänftigen, die Kritiker zu beruhigen, etwas gegen die schlimme Serie in der HDI-Arena (fünf Niederlagen, nur ein Sieg bisher) zu tun und, was mit Abstand am wichtigsten ist: mit einem Erfolg die schwache Punktebilanz aufzubessern. Elf Zähler nach 13 Partien – das ist gemeinhin die Ausbeute eines späteren Absteigers.

Darum soll und muss gepunktet werden – und dafür muss 96 gegen die „Schanzer“ eine Menge investieren: höhere Laufbereitschaft, größerer Kampfeswille, mehr Herz und Leidenschaft. Und, so zeigt es zumindest der Saisonverlauf, sehr starke Nerven. Denn die Ingolstädter scheinen die Meister des Provozierens zu sein, sie versuchen, die Kontrahenten durch „Trash-Talk“ (übersetzt: blödes Geschwätz) zu reizen. Bei ihrem jüngsten Auswärtsspiel in Mönchengladbach (0:0) brachte das Team von Trainer Ralph 
Hasenhüttl den Gegner schier zur Weißglut. „Ich habe selten so eine Mannschaft gesehen“, schimpfte Gladbachs Manager Max Eberl. „Die wollten nur Palaver“, sagte Profi Alvaro Dominguez.

Frontzeck: „Wir müssen zu allererst auf uns selbst achten.“

FC-Verteidiger Romain Brégerie hat eingestanden, dass man für den Erfolg auch zu diesen unfairen Mitteln greife. „Das ist schon manchmal grenzwertig von uns“, sagte der 29-jährige Franzose, „aber das ist ein Wettbewerb, da machst du alles, was du kannst.“
Ceyhun Gülselam, der einst unter 
 Hasenhüttl bei der Spielvereinigung Unterhaching spielte („Er ist ein Typ, der immer gewinnen will.“), weiß, was auf die „Roten“ zukommt. Der 96-Mittelfeldspieler, der zuletzt in Gladbach ein gutes Spiel bot, bleibt jedoch gelassen: „Ich denke, dass jeder bei uns Profi genug ist, um sich nicht darauf einzulassen.“

Auch 96-Coach Michael Frontzeck weiß um die Unart der Ingolstädter, will seine Spieler auch darauf vorbereiten, sagte aber nicht zu Unrecht: „Wir müssen zu allererst auf uns selbst achten.“ Geschäftsführer Martin Bader wird da deutlicher. „Wir haben von den Gladbachern einiges gehört“, sagte er, „damit müssen wir umgehen, darauf müssen wir uns einstellen.“ Doch einstellen allein reicht nicht: Die „Roten“ müssen dagegenhalten. Für eine bessere Heimbilanz und besonders für drei sportlich überlebenswichtige Punkte. Denn im letzten Heimspiel vor der Winterpause kommt der FC Bayern; bis dahin muss 96 die benötigten Punkte für eine ruhige Weihnachtspause haben. Also: Gegen Ingolstadt gilt es.     

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