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Hannover 96 verliert in Augsburg mit 0:2

Abpfiff Hannover 96 verliert in Augsburg mit 0:2

Das Anrennen in der zweiten Halbzeit hat nichts genutzt: Hannover 96 hat das Spiel beim FC Augsburg mit 0:2 verloren. Nach dem Doppelschlag der Augsnburger in der ersten Hälfte mit den Toren von Alexander Esswein und einem Elfmeter von Paul Verhaegh hatten die "Roten" zwar mehr Spielanteile, aber nur wenige Chancen.

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Quelle: dpa

Der FC Augsburg hat ausgerechnet gegen Angstgegner Hannover 96 seine Ergebniskrise beendet und den ersten Bundesliga-Sieg der Saison eingefahren. Alexander Esswein (29.) und Kapitän Paul Verhaegh (32./Foulelfmeter) sorgten am Sonntag beim 2:0 (2:0)-Erfolg für die Tore des Europa-League-Teilnehmers. Die Gäste aus Niedersachsen sind dagegen weiter im Fußball-Tief: Das 96-Team von Michael Frontzeck rangiert mit nur einem mageren Punkt auf Tabellenplatz 16. "Es wird ein bischen viel Palaver um die Situation gemacht", sagte der Trainer noch vor dem Anpfiff.

Am 5. Spieltag muss Hannover 96 beim FC Augsburg antreten.

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Mit dem ersten Pflichtspielerfolg überhaupt gegen Hannover hat Augsburg hat nun vier Zähler auf dem Konto. Und erst einmal wieder Ruhe. Nach nur einem Unentschieden aus den ersten vier Ligaspielen sowie dem verpassten Erfolg am Donnerstag in Bilbao war das Überraschungsteam der Vorsaison Gefahr gelaufen, in der Liga früh den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu verlieren. Für Trainer Markus Weinzierl was das Match gegen Hannover daher auch "das wichtigste der Woche" - in der hießen die anderen Gegner immerhin Bayern und Bilbao.

Überlegen agierten die Hausherren, doch die erste echte Torchance hatten die Gäste: Edgar Prib (22.) scheiterte mit einem 30-Meter-Schuss an FCA-Torhüter Marwin Hitz. Auch nach dem kurzen Schreck machten die Augsburger das Spiel, Hannover verteidigte tief und lauerte auf Konter. Als das Fronzteck-Team vor 28 511 Zuschauern in der WWK-Arena etwas mutiger wurde, schlug der Bundesliga-Fünfte der letzten Saison zu: Der starke Verhaegh bediente Esswein, der den Ball ins Tor schlenzte.

Etwas im Glück war dann Verhaegh beim berechtigten Foulelfmeter gegen Keeper Ron-Robert Zieler, der vor den Augen von Bundes-Torwarttrainer Andras Köpke die Ecke ahnte, aber nicht mehr an den Ball kam. Der Brasilianer Marcelo hatte zuvor den für den Südkoreaner Dong-Won Ji zurück die Startelf gerückte Tobias Werner von den Beinen geholt.

Nach der Pause machte Zieler weiter Werbung in eigener Sache, parierte nach gut einer Stunde glänzen gegen Tim Matavz. Der Slowene vergab wenig später noch einmal eine große Chance. In der 72. Minute entschärfte Zieler einen Freistoß von Konstantinos Stafylidis in prima Manier. Beinahe hätte sich die mangelnde Chancenverwertung der FCA-Profis gerächt, doch Schiedsrichter Christian Dingert verweigerte den Gästen in der 80. Minute eine klaren Handelfmeter.

Auch wenn den Augsburgern ihr Mittelfeldmotor Daniel Baier (Oberschenkel-Probleme) erstmals seit dem 8. März 2013 nach 87 Pflichtspielen fehlte, spielten die Fuggerstädter stark. Drei Tage nach dem 1:3 in der Europa League bei Athletic Bilbao veränderte Weinzierl sein Team auf insgesamt vier Positionen. "Anders geht es nicht, wir haben einen guten Kader", sagte der Trainer zur Rotation. Seine Gegenüber Michael Frontzeck setzte nur den Brasilianer Felipe, der beim 2:4 gegen Borussia Dortmund ein Eigentor produzierte und zwei Elfmeter verursachte, auf die Reservebank. Dagegen feierte Kapitän Christian Schulz nach seiner Rückenverletzung sein Comeback.

dpa

 

Die Aufstellungen

FC Augsburg: Hitz - Verhaegh, Hong, Klavan, Stafylidis - Kohr - Esswein, Koo, Altintop, Werner

Hannover 96: Zieler – Sakai, Marcelo, Schulz, Albornoz - Sorg, Andreasen, Sané, Kiyotake, Prib - Sobiech

Die Personalsituation

96: Manuel Schmiedebach (Knieprobleme) fällt aus – möglicherweise auch am Mittwoch gegen Stuttgart. Der suspendierte Uffe Bech spielte am Freitag in der 
Regionalligaelf. Ein Fragezeichen stand hinter 
dem Einsatz von Miiko Albornoz, der aber doch in der Anfangsformation stehen kann.

FC Augsburg: „Jetzt gilt es, den Kopf freizukriegen“, sagte Trainer Markus Weinzierl nach der Europa-League-Niederlage beim baskischen Spitzenclub Athletic Bilbao (1:3). Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg brauchen die Augsburger genau wie 96 ein Erfolgserlebnis. „Wenn wir jedes Mal so spielen wie in München und Bilbao, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder punkten“, sagte Weinzierl. Das größte Problem des Teams: Es lässt zu viele Torchancen aus. Ein Ende der aktuellen Offensivmisere ist nicht in Sicht, zumal Raul Bobadilla auch am Sonntag ausfällt. Der Torjäger hatte vor dem Abflug nach Nordspanien im Training eine Kapselverletzung im Kniegelenk erlitten.

Die Statistik

Mit einer Niederlage in Augsburg würde Hannover 96 den schwächsten Saisonstart seit 30 Jahren hinlegen, damals in der Saison 1985/1986 stand am Ende der Abstieg. Doch Spiele gegen Augsburg sind ein gutes Omen für die „Roten“: Keines der zehn Pflichtspiele im Profifußball gegen Augsburg hat 96 verloren (5 Siege, 
5 Remis). Gegen kein aktuelles Bundesligateam gab es mehr Punkte. Um erneut erfolgreich zu sein, wird 96 aber vor allem seine Defensivschwächen abstellen müssen. In den vergangenen 22 Bundesligaspielen gab es immer mindestens ein Gegentor für Ron-Robert Zieler. Das letzte Mal zu null spielte 96 im Dezember 2014 gegen ... genau: den FC Augsburg (2:0 in der HDI-Arena). Hoffnungsträger im Sturm ist Artur Sobiech. Der Pole traf zuletzt beim 2:4 gegen Dortmund innerhalb von 35 Minuten zweimal. So viele Tore hatte Sobiech in der gesamten Vorsaison erzielt.

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