Volltextsuche über das Angebot:

14°/ 11° Regen

Navigation:
Dieser Tritt tut 96 richtig weh

0:4 gegen Wolfsburg Dieser Tritt tut 96 richtig weh

Es sollte die Aufholjagd vom Tabellenende werden, doch daraus wurde nichts: Hannover 96 hat sein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 0:4 verloren. Die "Wölfe" waren die klar bessere Mannschaft, dominierten die Partie und konterten 96 in der zweiten Hälfte eiskalt aus.

Voriger Artikel
55.000 Euro Geldstrafe für Ex-96-Profi
Nächster Artikel
Kapitän Schulz kämpft wenigstens

Zieler streckt sich vergebens, Schürrle trifft.

Quelle: Maike Lobback/Team zur Nieden

Flutlichtpartie in der HDI-Arena: Hannover 96 tritt den VfL Wolfsburg an.

Zur Bildergalerie

Die Fans von Hannover 96 sangen in den Schlussminuten trotzig „96 wird niemals untergehen“. Doch zumindest in den 90 Minuten gestern Abend tat die Mannschaft genau das: Die „Roten“ gingen im Niedersachsenderby der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg, für den Andre Schürrle dreimal traf, mit 0:4 unter. Ein schmerzhafter Tritt vors Schienbein nach dem Hoffnungsschimmer von Stuttgart.

Die Partie war noch gar nicht im Gange, da hatte sie einen Skandal. Sogenannte Fans des VfL Wolfsburg feuerten aus ihrer Kurve mehrere Leuchtraketen Richtung hannoversche Bank, auf der das 96-Trainerteam und die Ersatzspieler bereits Platz genommen hatten. Eine davon landete einen Meter vor den Sitzen – man möchte sich gar nicht ausmalen, was da hätte passieren können. Das wird teuer für die Wolfsburger, und bei 96 Fragen nach der Gründlichkeit der Sicherheitskontrollen nach sich ziehen.

Die „Roten zeigten in der ersten Halbzeit zwar einige gute Kombinationen, fast immer daran beteiligt war Hiroshi Kiyotake, der später dann – verständlicherweise nach der langen Verletzungspause – mit dem Team unterging. Aber mit zunehmender Spielzeit fand die Mannschaft keine passende Antwort gegen den Ballbesitzfußball der Gäste.

In der 29. Minute parierte 96-Torwart Ron-Robert Zieler noch glänzend einen Kopfball von Luiz Gustavo aus kurzer Distanz, in der 34. Minute traf der Wolfsburger Joshua Guilavogui in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig. Man kann sagen, die Gäste nahmen ein bisschen Anlauf für ihr Tor, das in der 36. Minute dann ausgerechnet durch den Mann viel, der in Wolfsburg bislang selten überzeugt hat: Weltmeister Andre Schürrle traf zum 1:0.

96 wirkte strukturierter und geschlossener als beim desolaten Heimauftritt gegen Mainz (0:1) – allerdings nur eine Halbzeit lang. An einem altbekannten Problem änderte sich die gesamte Spielzeit nichts: Das Herausspielen von Möglichkeiten fiel den „Roten“ erneut schwer, die beste Chance vergab Kenan Karaman in der 25. Minute, VfL-Torwart Koen Casteels parierte seinen Schuss.

Trainer Thomas Schaaf reagierte, brachte mit Adam Szalai einen Stürmer, nahm aber nicht den schwachen Wolf, sondern Mittelfeldmann Andre Hoffmann heraus. Die Hoffnung der Fans: Auch in Stuttgart hatte 96 mit 0:1 hinten gelegen. Doch nach 62 Minuten war davon nichts mehr zu spüren, denn zu diesem Zeitpunkt war die Partie bereits entschieden. In der 58. Minute hatten Zieler und Christian Schulz noch gemeinsam den zweiten Treffer von Schürrle verhindert. Doch eine Minute später machte Schürrle das 2:0 und legte das 3:0 drei Minuten später nach. Dreimal Schürrle – mit vielen Geschichten hätte man vorher rechnen können, mit dieser Comeback-Story des Weltmeisters nicht, der sogar noch öfter hätte treffen können.

Ratlosigkeit auf den Tribünen bei den hannoverschen Fans, nach dem 0:3 verließen die ersten von ihnen das Stadion, um 21.20 Uhr ging auch Clubchef Martin Kind mit seiner Frau. Sie verpassten so das 4:0 von Julian Draxler, die 96-Defensive hatte sich in dieser Phase der Begegnung bereits komplett abgemeldet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Raketen auf 96-Trainerbank
Mehrere Leuchtraketen wurden in Richtung der 96-Bank abgeschossen.

Nicht nur das Spiel erhitzte die Gemüter: Beim Derby zwischen 96 und dem VfL Wolfsburg sorgten Gästefans für eine skandalöse Szene. Sie schossen Raketen in Richtung der Bank von Hannover 96. Deutliche Worte fand 96-Trainer Thomas Schaaf: „Das kann kein Fan sein. Wer sowas macht, ist schwach im Kopf.“

mehr
Mehr aus Hannover 96
Zu- und Abgänge von Hannover 96

In der vergangenen Saison hat Hannover 96 vier Profis verpflichtet und fünf Spieler abgegeben. Auch für die kommende Saison stehen schon die ersten Transfers fest.

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
17. Mai 2016 - Heiko Rehberg in Allgemein

Die Zeichen stehen auf Abschied. Leon Andreasen und Christian Schulz werden bei Hannover 96 mit großer Wahrscheinlichkeit keinen neuen Vertrag mehr bekommen. Beide sind 33 Jahre und verletzungsanfällig.

mehr

Bruno Brauer und Uwe Janssen nehmen als „Der Platzwart“ in der Rubrik „Roter Platz“ ihren Lieblingsverein unter die Lupe. mehr

Das sind die bisherigen 96-Trainer

Namen wie Rolf Paetz, Karl-Heinz Mühlhausen und Hannes Baldauf gehören genauso zur 96-Trainer-Geschichte wie Tayfun Korkut, Mirko Slomka und Ralf Rangnick. Die Trainer von Hannover 96 seit 1963: