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Hannover 96-Coach Mirko Slomka nach 4:5-Niederlage verzweifelt
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"Wahnsinnig viele Fehler" Hannover 96-Coach Mirko Slomka nach 4:5-Niederlage verzweifelt

Für die Fans war es ein Spektakel, für die Trainer ein kaum zu ertragender Wahnsinn. Die 4:5-Pleite beim FC Schalke 04 deckte die Abwehrschwächen von Hannover 96 schonungslos auf.

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"Es war ein Desaster": Hannover-96-Coach Mirko Slomka über die fünf Gegentore gegen Schalke.

Quelle: dapd

Gelsenkirchen/Hannover. Mirko Slomka fühlte sich wie in einem schlechten Fußballfilm. „Für einen Bundesligatrainer, der strategisch denkt, war es ein Desaster“, kommentierte der Trainer von Hannover 96 den verpatzten Rückrundenstart seiner Mannschaft. Die 4:5-Pleite beim FC Schalke 04 hat neue Voraussetzungen für das Niedersachsen-Derby gegen den VfL Wolfsburg geschaffen. Mit einem Sieg können die Wolfsburger am Sonnabend das abwehrschwache 96-Team erstmals in dieser Bundesliga-Saison überflügeln.

Vier 96-Niederlagen in den fünf zurückliegenden Pflichtspielen sowie 36 Gegentore nach 18 Bundesliga-Partien sind deutliche Alarmsignale. Mehr Tore als Hannover 96 mit Nationalkeeper Ron-Robert Zieler hat nur 1899 Hoffenheim kassiert. „Wir haben wahnsinnig viele Fehler gemacht. In den wichtigen Momenten fehlte die Wachsamkeit“, analysierte Slomka. Dabei hatte er in der Winterpause den Schwerpunkt im Training auf eine verbesserte Abwehrarbeit gelegt.

Selbst die Verpflichtung des Schweizer Nationalspielers Johan Djourou sorgte nicht für die erhoffte Stabilität. Der Innenverteidiger ging nach einem guten Start in der vogelwilden zweiten Halbzeit mit der 96-Mannschaft unter. „Djouro hat ein gutes Debüt gemacht. Es hat aber nicht gereicht“, sagte Slomka. „Auf diesem Niveau werden eigene Fehler leider eiskalt bestraft und das ist uns mehrfach passiert“, gab Djourou zu. „Ich hoffe, dass wir das nächste Mal in beiden Bereichen - Defensive und Offensive - überzeugen können“, fügte der bisherige Arsenal-Profi hinzu.

„So ein Spiel habe ich noch nie erlebt“, bekannte Jan Schlaudraff. „Was in der zweiten Halbzeit abgelaufen ist, müssen wir erst einmal verarbeiten.“ Schlaudraff vertrat in Gelsenkirchen den angeschlagenen Steven Cherundolo als Kapitän. Dessen Position auf der rechten Abwehrseite hatte überraschend Sofian Chahed übernommen. Der gab zwar die Vorlagen für zwei Tore, wirkte in der Defensive aber nicht immer sicher.

So reichten selbst vier Auswärtstore durch Sergio da Silva Pinto (55.), Szabolcs Huszti (59./68.) und Mame Diouf (90.) nicht für einen Punkt. Kleiner Trost: Den schönsten der insgesamt neun Treffer erzielte Diouf mit einem herrlichen Fallrückzieher in der letzten Minute. 

dpa

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