Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
96-Fans pfeifen auf Rausch

Ex-Spieler wird zum Buhmann 96-Fans pfeifen auf Rausch

Es war Konstantin Rausch deutlich anzusehen, wie sehr ihn das gellende Pfeifkonzert der 96-Fans schmerzte. Ganz unschuldig war der Mittelfeldspieler daran jedoch nicht: Dass er nach einer vermeintlichen Zeitverzögerung mit seinen Fingern das Zeichen für „Klappe halten" Richtung Nordkurve formte, nahmen ihm die Fans übel.

Voriger Artikel
Dioufs Berater trifft Martin Kind
Nächster Artikel
„Jedes Spiel ist ein Endspiel für uns“

Konstantin Rausch

Quelle: Team zur Nieden

Hannover. Während seiner Zeit bei Hannover 96 hatte er stets ein gutes Verhältnis zu den Anhängern der „Roten“, die ihm jahrelang zugejubelt hatten. Aus der 96-Jugend hatte er es bis zu den Profis geschafft, die Fans mochten seine einfache, aber ehrliche Art, Fußball zu spielen. Dass sie ausgerechnet ihn zum Buhmann auserkoren hatten, wollte der 25-Jährige so nicht stehen lassen. Und so formte der Darmstädter bei seiner Auswechslung mit den Fingern ein Herz in Richtung Nordtribüne. Was nicht gut ankam, die Pfiffe wurden noch lauter.

Die "Roten" bestreiten den Rückrundenstart in der HDI-Arena gegen Darmstadt.

Zur Bildergalerie

Er sei enttäuscht über die Pfiffe gewesen, „ich kann es auch nicht nachvollziehen“, sagte Rausch nach dem 2:1-Sieg der „Lilien“ gegen seinen früheren Club. Ganz unschuldig war der Mittelfeldspieler daran jedoch nicht.
Nach einem Zweikampf mit 96-Verteidiger Hiroki Sakai Mitte der zweiten Halbzeit blieb Rausch angeschlagen am Boden liegen, die 96-Fans witterten Zeitspiel und pfiffen. Als Rausch wieder stand, drehte er sich zur Nordkurve und machte mit seinen Fingern das Zeichen für „Klappe halten“. Erst danach legten sich die 96-Fans richtig ins Zeug. Und als Rausch kurz vor seiner Auswechslung von der linken auf die rechte Seite wechselte, um so bei seinem Abgang noch ein paar Sekunden herauszuholen, nutzte auch das „Herz“ nichts mehr.

An seiner Verbindung zu 96 ändere dieses Verhalten nichts. Sein Herz bleibe auch weiterhin rot, sagte Rausch, der zu den besten Spielern bei Darmstadt gehörte und den Siegtreffer durch Sandro Wagner mit einer Flanke auf den anderen ehemaligen 96er Jan Rosenthal vorbereitete. Auch der offensive Mittelfeldspieler des Aufsteigers, der die „Roten“ 2010 verließ und zum SC Freiburg wechselte, zeigte eine starke Leistung und hatte großen Anteil am Erfolg der Südhessen. Es ist mehr als eine kleine Randnotiz, dass mit Rausch und Rosenthal ausgerechnet zwei frühere 96-Spieler auf Positionen stark aufspielen, für die die „Roten“ gute Spieler suchen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Zieler im Interview
Foto: 96-Torwart Ron-Robert Zieler im Spiel gegen Darmstadt.

Drei Punkte hätte Hannover 96 im Spiel gegen Darmstadt gut gebrauchen können. Trotz der Niederlage sieht Torwart Ron-Robert Zieler im Interview mit HAZ-Redakteur Jörg Grußendorf die Mannschaft auf einem guten Weg.

mehr
Mehr aus Hannover 96
Hannover 96 trainiert am 08. Dezember 2016

Hannover 96 trainierte am 08. Dezember 2016 in der Vorbereitung auf das bevorstehende Spiel gegen den VfB Stuttgart

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr