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96-Fans sind verliebt in Sebastian Maier

Neuzugang beim Zweitligisten 96-Fans sind verliebt in Sebastian Maier

96-Neuzugang Sebastian Maier vom FC St. Pauli schwingt sich zum neuen Publikumsliebling auf. Der Spieler fällt den Fans des Fußball-Zweitligisten auf – und er gefällt ihnen. Warum? Weil er für einen 22-Jährigen eine beachtliche Übersicht und eine feine Technik besitzt.

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96-Trainer Daniel Stendel erklärt Neuzugang Sebastian Maier seine Vorstellungen. Seine Autogramme stehen bei den Fans bereits hoch im Kurs.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Die Vorbereitungszeit ist erst vier Trainingstage und zwei Spiele alt, doch die Fußballfans des Zweitligisten Hannover 96 scheinen schon das erste Mal ein bisschen verliebt zu sein. In wen, blieb kein Geheimnis, dazu musste man nach den Testspielsiegen bei Germania Walsrode (10:0) und beim TSV Barsinghausen (10:1) nur hinschauen, um welchen Spieler sich nach dem Abpfiff die meisten Anhänger sammelten, um ein Bild oder eine Unterschrift von ihm zu ergattern. Misst man Beliebtheit daran, dann ist Hannover ein bisschen verliebt in Sebastian Maier.

Nach dem 10:0 bei Germania Walsrode hat Hannover 96 im zweiten Testspiel gegen TSV Barsinghausen erneut zweistellig gewonnen. Beim Landesligisten siegten die "Roten" mit 10:1.

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Der Neuzugang vom FC St. Pauli fällt bislang auf, weil er für einen 22-Jährigen eine beachtliche Übersicht und eine feine Technik besitzt. Bereits jetzt lässt sich erahnen, warum Bruno Labbadia, Trainer des Erstligisten Hamburger SV, Maier verpflichten wollte und auch Werder Bremen, der VfB Stuttgart und der SC Freiburg ihn auf dem Zettel hatten.

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Maier hat sich selbstbewusst die Rückennummer 10 geschnappt (in Hamburg hatte er die 29), die in der Vorsaison Hiroshi Kiyotake trug, der gestern beim FC Sevilla einen Vertrag unterschrieb. Die „10“ ist die Nummer der Spielmacher, eine Rolle, die im von 96-Trainer Daniel Stendel bevorzugten System eigentlich gar nicht vorgesehen ist. Aber Stendel ist flexibel, und wenn Maier an Robustheit zulegt und die ersten vielversprechenden Eindrücke bestätigt, dann könnte er zum Dreh- und Angelpunkt des hannoverschen Spiels werden. Wie der Japaner Kiyotake schießt auch Maier, dessen Vorbild der Spanier Andrés Iniesta ist, gefährliche Freistöße.

Zum Wechsel von 1860 München nach Hamburg hatte Maier übrigens der damalige Pauli-Trainer Michael Frontzeck überredet, der Vor-Vorgänger von Stendel bei den „Roten“.

Zwei weitere Tests: Im Rahmen des Sommer-Trainingslagers (11. bis 17. Juli auf Norderney) wird 96 zwei Testspiele bestreiten. Zunächst trifft die Mannschaft am 14. Juli auf den ortsansässigen TUS Norderney. Drei Tage später wartet der holländische Erstligist NEC Nijmegen auf die 96-Profis. Das Spiel gegen den Eredevisie-Club findet in Rheine statt - danach geht es nicht mehr zurück auf die ostfriesische Insel, sondern direkt nach Hannover.

Die Karriere von Sebastian Meier

In Weihmichl fing alles as: Erst für drei Vereine war Sebastian Maier aktiv. Von seinem Jugendclub SC Weihmichl ging es 2004 zum TSV 1860 München, wo er mehr als neun Jahre blieb und in der 2. Liga zu 24 Einsätzen kamen. Von Juli 2013 an folgten drei Jahre beim FC St. Pauli, für die Hamburger bestritt er 70 Zweitligaspiele, schoss sieben Tore und bereitete elf Treffer vor.
In der vergangenen Saison machte Maier für St. Pauli in der 2. Liga 
27 Spiele, achtmal wurde er eingewechselt, 13-mal ausgewechselt. Mit drei Toren und vier Vorlagen konnte er sein Können nicht ganz ausspielen, auch weil er sich Anfang des Jahres einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte und länger ausgefallen war. Als Freistoßspezialist hat er sich in der 2. Liga einen guten Ruf erworben. In den Hamburger Zeitungen wurde Maier „Goldfuß“ genannt wegen seiner Fertigkeiten bei Standardsituationen.
Maier kam ablösefrei zu den „Roten“. St. Pauli hätte mit dem 22-Jährigen gern verlängert, doch Maier ließ eine vom Verein gesetzte Frist verstreichen und unterschrieb einen Vertrag bei 96, obwohl auch Erstligaclubs um ihn gebuhlt hatten.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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