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Noch einmal Bundesliga-Flair in Hannover

96-Heimspiel gegen Hoffenheim Noch einmal Bundesliga-Flair in Hannover

Hannover 96 hofft am Sonnabend auf 40.000 Zuschauer gegen 1899 Hoffenheim – beim letzten Bundesliga-Heimspiel der "Roten" vor dem Abstieg. „Wir wollen zeigen, dass wir besser sind, als es unser Tabellenplatz aussagt. Ich denke, wir haben genügend Qualität, um in der 1. Liga zu spielen“, sagt 96-Trainer Daniel Stendel.

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Tschüss, Bundesliga: Ab Samstagabend macht die 1. Liga für mindestens 15 Monate einen Bogen um Hannover.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Noch vor einigen Wochen waren die Befürchtungen groß. Hannover 96 spielte katastrophal, war abgeschlagen in der Tabelle, und das vorerst letzte Heimspiel findet gegen 1899 Hoffenheim statt. Ausgerechnet gegen Hoffenheim! Wer, bitte schön, guckt sich dieses Spiel an, in dem es zudem für die „Roten“ um nichts mehr geht? Hoffenheim hat nur ganz, ganz wenige Fans - und die 96-Anhänger pfiffen auf ihr Team. Gähnend leere Ränge drohte.

Heute, einige Wochen später, sieht die Welt ganz anders aus. 96 ist immer noch abgeschlagen, es geht - zumindest punktemäßig - weiterhin um nichts. Und die Hütte, die HDI-Arena natürlich, ist dennoch voll. Mehr als 36.000 Karten hat der Club verkauft - und die Verantwortlichen hoffen, die 40.000-Zuschauer-Marke zu knacken. „Über die Unterstützung der Fans können wir uns wahrlich nicht beschweren“, sagte 96-Trainer Daniel Stendel.

Hannover 96 macht wieder Spaß

Die hannoverschen Fans haben nämlich wieder Lust auf 96. Seit Stendel das sportliche Sagen bei den „Roten“ hat, hat ein Umdenken stattgefunden. Die Gleichgültigkeit, die sich bei vielen breit gemacht hatte, ist verschwunden. Man nimmt wieder teil, leidet mit, freut sich mit - und glaubt wieder an bessere Zeiten.

Sonnabend ist die letzte Möglichkeit für mindestens 15 Monate, noch einmal Bundesliga-Flair zu genießen. Dabei sollen die 96-Profis „alles raushauen“, wie Stendel sagt. „Wir wollen zeigen, dass wir besser sind, als es unser Tabellenplatz aussagt. Ich denke, wir haben genügend Qualität, um in der 1. Liga zu spielen.“ Der 42-Jährige hätte beim Saisonfinale vor heimischer Kulisse gern seine „derzeit stärkste Mannschaft“ auf dem Platz gehabt. Doch nach dem Freitagstraining musste Hiroki Sakai passen. Der Rechtsverteidiger beklagt muskuläre Probleme. Sein Landsmann Hiroshi Kiyotake, der unter ähnlichen Beschwerden leidet, gab hingegen sein Okay für die Hoffenheim-Partie.

Bei der Zusammenstellung des Kaders bewies Stendel, der schon Noah-Joel Sarenren-Bazee und Waldemar Anton in die Stammelf gestellt hat, erneut Mut. Fynn Arkenberg, 20-jähriger Innen- und Außenverteidiger aus der U23 des Clubs, wurde erstmals nominiert. Man darf gespannt sein, ob er gegen die Kraichgauer auch zum Einsatz kommen wird.

Keine Verabschiedungen

Im letzten Heimspiel einer Saison werden gemeinhin Spielern, von denen man sich trennen will oder die gehen möchten, ein paar warme Worte und ein Blumenstrauß mit auf den weiteren Weg gegeben. Auf derartige Zeremonien wird 96 am Sonnabend wegen des Unfalltods von Talent Niklas Feierabend verzichten. Die Profis der „Roten“ werden mit Trauerflor auflaufen, zu Beginn der Partie wird eine Schweigeminute für den 19-Jährigen eingelegt.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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