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Polizei zieht Bilanz zu Krawall-Spiel

Hannover 96 II gegen Braunschweig II Polizei zieht Bilanz zu Krawall-Spiel

Nach dem Regionalligaspiel zwischen Braunschweig und Hannover 96 am Dienstag hat die Polizei jetzt Bilanz gezogen. „Wir haben 121 Strafanzeigen gefertigt, 120 gegen Fans von Hannover 96 und eine gegen einen unbekannten Anhänger von Braunschweig", sagt Braunschweigs Polizeisprecher Joachim Grande.

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Die Polizei zieht Bilanz zum Einsatz beim Regionalliga-Spiel Hannover 96 II gegen Eintracht Braunschweig II.

Quelle: Alexander Körner

Hannover. Bei den Verfahren gegen die 96-Anhänger steht in 112 Fällen der Verdacht des Landfriedensbruchs im Raum. Dazu kommen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung, Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz, weil aus einem fahrenden Bus heraus sogenannte Polenböller geworfen worden sein sollen. In vier weiteren Fällen ermitteln die Beamten gegen 96-Fans wegen versuchter Körperverletzung. Hinzu kommt noch ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung.

Nach Angaben der Polizei gehen rund 80 Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch auf einen Vorfall zurück, der sich auf dem Zubringer der Autobahn 391 zur A 392 zugetragen hat. Der Fahrer eines Shuttlebusses mit 80 96-Fans an Bord soll bei der Anfahrt zum Stadion aus Ortsunkenntnis eine falsche Abfahrt genommen haben. Der Bus blieb daraufhin in einem Stau stecken.

Die Fahrgäste, die pünktlich zum Anstoß im Stadion sein wollten, sollen dann die Türen des Busses geöffnet und auf die Autobahn gelaufen sein. „Als die Polizei versuchte, die Fans in den Bus zurückzudrängen, wurden die Beamten mit Gegenständen beworfen", sagt Behördensprecher Grande.

Um sich gegen die Angriffe zu wehren, setzte die Polizei auch Reizgas gegen die hannoverschen Ultras ein. Anschließend nahmen die Beamten die Personalien von allen 80 Businsassen auf. Der Vorgang zog sich so weit in die Länge, dass die Gruppe erst nach 22 Uhr mit einem Bus wieder zurück nach Hannover gebracht werden konnte.

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