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Sind die Neuen nicht gut genug für 96?

Startelf der "Roten" Sind die Neuen nicht gut genug für 96?

Sieben Profis haben die "Roten" für diese Saison verpflichtet und insgesamt 13 Millionen Euro ausgegeben. Doch bislang hat sich nur einer von ihnen einen Stammplatz erkämpft: Oliver Sorg. Die anderen sechs dürften auch am Wochenende nicht in der Startelf stehen.

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Ungleiches Paar: Oliver Sorg (links) ist im 96-Team gesetzt, Mevlüt Erdinc konnte die Erwartungen noch nicht erfüllen.  

Quelle: Sielski

Hannover. Noch lässt sich Michael Frontzeck, der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, nicht in die Karten schauen. Aber es spricht sehr viel dafür, dass die Anfangsformation vom vergangenen Heimspiel gegen Borussia Dortmund auch die Startelf am Sonntag im Auswärtsspiel beim FC Augsburg sein wird (Anstoß: 17.30 Uhr).

Das klingt erst einmal unspektakulär, denn warum - es sei denn, jemand verletzt sich - sollte Frontzeck die Mannschaft ändern, die erstmals in der Saison trotz der Niederlage eine gute Leistung gezeigt hatte. Doch beim genauen Hinsehen steckt einiges an Brisanz in der Nachricht, dass der 96-Trainer vermutlich auf die Elf vom vergangenen Spieltag setzen wird. Denn das würde bedeuten, dass in Augsburg mit Oliver Sorg erneut nur einer von sieben Neuzugängen dabei wäre.

Trainingsbilder der 96-Profis vom Donnerstag (17.9.2015).

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Für 13 Millionen Euro sieben neue Profis kaufen und dann nur einen davon einsetzen: Das ist schon ungewöhnlich und erlaubt die Frage, was da schiefgelaufen ist bei den Transfers. Sind die Neuzugänge nicht gut genug für die „Roten“? Oder brauchen sie mehr Zeit, um ihre Klasse entfalten zu können?

In Mainz, bei der bislang schlechtesten Saisonleistung, hatte Frontzeck von Beginn an noch vier Neue aufgestellt, außer Sorg die Mittelfeldspieler Felix Klaus und den in dieser Woche in die zweite Mannschaft strafversetzten Uffe Bech sowie Stürmer Charlison Benschop. Zuvor in Darmstadt und gegen Leverkusen waren immerhin drei Neue dabei.

Seit Saisonbeginn ist bei Hannover 96 viel vom Umbruch die Rede, den es nach der vergangenen Saison gegeben hat. Sieben Neue, dazu Leihspieler-Rückkehrer wie Valmir Sulejmani, 13 Abgänge: Das ist mehr als die Renovierung des Kaders. Doch auf dem Platz sieht es momentan anders aus: „Statt Umbruch: Sorg und zehn Alte“ titelte das Fachmagazin „kicker“. Warum hat es außer Sorg keiner der sechs Feldspieler - Neuzugang Nummer 7 ist Ersatztorwart Philipp Tschauner - bislang zur Stammkraft gebracht? Ein Blick auf sechs sehr individuelle Fälle:

Oliver Sorg: Der Ausnahmespieler. Zumindest in puncto Einsätzen. Der 25-Jährige war in allen vier Spielen dabei - auf drei unterschiedlichen Positionen. Diese Flexibilität macht ihn besonders wertvoll. Unstrittig ist: Mit sieben neuen Sorgs hätte 96 keine Sorgen.

Mevlüt Erdinc: Er sollte der Königstransfer“ für den Angriff werden, 3,5 Millionen Euro hat 96 für ihn investiert. In seinen 144 Liga-Minuten wirkte er fremd im Team, seinen Platz in der Sturmspitze hat er zunächst an Artur Sobiech verloren. Es bleibt die Hoffnung, dass das Selbstvertrauen zurückkehrt.

Felix Klaus: 45 Minuten in Darmstadt, 45 Minuten in Mainz - das war’s bislang für ihn. Gegen Dortmund war er nicht im Kader. Ihm fehlen noch der Biss und die Robustheit in Zweikämpfen. Kicken kann er.

Uffe Bech: Er gehört heute zur Startelf - in der Regionalligaelf im Spiel beim SV Drochtersen/Assel. In den ersten vier Spielen 45 Minuten im Einsatz, Dienstag wurde er aus disziplinarischen Gründen suspendiert. Auf dem neuen Mannschaftsfoto, das 96 am Donnerstag gemacht hat, fehlt er.

Charlison Benschop: In der Vorbereitung treffsicher, auch im ersten Ligaspiel in Darmstadt schoss er ein Tor. Danach waren nur seine Schwächen bei Schnelligkeit und Technik auffällig.

Allan Saint-Maximin: 18 Jahre jung, bei drei Einwechslungen kam er bislang auf 86 Spielminuten. Sein großes Potenzial zeigte er dabei nur im Soloprogramm, im Team funktioniert er noch nicht.

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