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96-Kicker pöbelt gegen Braunschweig

Schmähgesänge nach Derbysieg 96-Kicker pöbelt gegen Braunschweig

121 Strafanzeigen, davon 112 Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs, vier Fälle von versuchter Körperverletzung: Die Polizei zieht eine traurige Bilanz des Regionalligaderbys zwischen Hannover und Braunschweig. 96 beschäftigt sich derweil auch mit einem Spieler: Dieser hatte mit einem Megaphon üble Schmähgesänge gegen Braunschweig angestimmt.

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Nach Abpfiff stimmt ein 96-Spieler Schmähgesänge gegen Braunschweig an.

Quelle: Körner

Hannover. Nach dem Regionalligaspiel zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 am Dienstagnachmittag hat die Polizei jetzt eine erste Bilanz des Einsatzes gezogen. „Wir haben 121 Strafanzeigen gefertigt, 120 gegen Fans von Hannover 96 und eine gegen einen bislang unbekannten Anhänger von Braunschweig“, sagt Braunschweigs Polizeisprecher Joachim Grande. Bei den Verfahren gegen die 96-Anhänger steht in 112 Fällen der Verdacht des Landfriedensbruchs im Raum. Dazu kommen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung, Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz, weil aus einem fahrenden Bus heraus sogenannte Polenböller geworfen worden sein sollen. In vier weiteren Fällen ermitteln die Beamten gegen 96-Fans wegen versuchter Körperverletzung. Hinzu kommt noch ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung.

Nachdem die befürchteten Fankrawalle im Vorfeld der Partie der zweiten Mannschaften von 96 und Eintracht Braunschweig ausgeblieben waren, kam es während des Spiels dann doch zu Auseinandersetzungen.

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Nach Angaben der Polizei gehen rund 80 Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch auf einen Vorfall zurück, der sich auf dem Zubringer der Autobahn 391 zur A 392 zugetragen hat. Dabei korrigierte die Behörde ihre Darstellung vom Derbytag. Jetzt heißt es, der Fahrer eines Shuttlebusses mit 80 96-Fans an Bord soll bei der Anfahrt zum Stadion aus Ortsunkenntnis eine falsche Abfahrt genommen haben. Der Bus blieb daraufhin in einem Stau stecken. Die Fahrgäste, die pünktlich zum Anstoß im Stadion sein wollten, sollen dann die Türen des Busses geöffnet und auf die Autobahn gelaufen sein. „Als die Polizei versuchte, die Fans in den Bus zurück zu drängen, wurden die Beamte mit Gegenständen beworfen“, sagt Behördensprecher Grande. Um sich gegen die Angriffe der 96-Fans zu wehren, setzte die Polizei auch Reizgas gegen die hannoverschen Ultras ein. Anschließend nahmen die Beamten die Personalien von allen 80 Insassen auf. Da sich die Türen des Busses nach dem gewaltsamen Öffnen nicht mehr schließen ließen, konnte der Bus seine Fahrt nicht fortsetzen. Die Gruppe wurde schließlich Stunden später mit einem Ersatzbus nach Hannover gebracht.

Auf Unverständnis stößt bei Hannover 96 die Aktion eines U 23-Spielers der „Roten“ nach Abschluss des Derbys in Braunschweig. Er kletterte auf den Zaun vor dem Fanblock der 96-Ultras und rief durch ein Megaphon üble Schmähgesänge gegen Eintracht Braunschweig. Der Vorfall wurde auf einem Handy-Video festgehalten, das anschließend ins Internet gestellt wurde. „Wir können die Aktion in keiner Weise gut heißen. Der Vorfall wird intern aufgearbeitet“, sagt 96-Sprecher Alex Jacob. Am Freitag muss die Regionalligamannschaft von Hannover erneut gegen Braunschweig antreten. Dann allerdings nicht gegen die Elf der Eintracht, sondern gegen das Team der FT Braunschweig. Das Spiel findet nicht wie üblich im Beekestadion statt sondern wurde in die HDI-Arena verlegt. „Das Spiel wird erst um 18.30 angepfiffen, dann wird es langsam dunkel und im Beekestadion gibt es kein Flutlicht“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg.

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