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Frischzellenkur bei den "Roten"

Neuzugänge bei Hannover 96 Frischzellenkur bei den "Roten"

Vier neue Feldspieler hat Hannover 96 für die nächste Saison bereits unter Vertrag und keiner von ihnen ist älter als 25 Jahre. Außerdem auffällig: Uffe Bech, Felix Klaus und Oliver Sorg haben langfristige Verträge bis 2019 unterschrieben. Charly Benschop immerhin bis 2018.

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Oben: Uffe Bech (l), Charly Benschop / Unten: Felix Klaus (l), Oliver Sorg

Quelle: Montage

Hannover. Das kann kein Zufall sein. Mit Uffe Bech hat Hannover 96 in dieser Woche den vierten neuen Feldspieler unter Vertrag genommen, der noch jung an Jahren ist. Gerade mal 22 – wie Felix Klaus, ein anderer schneller Flügelflitzer, der den „Roten“ in der neuen Saison Beine machen soll. Auch Charly Benschop und Oliver Sorg, beide 25, haben das beste Fußballeralter noch vor sich. Nicht minder auffällig: Bis auf den Niederländer Benschop, der bis 2018 unterschrieben hat, haben die anderen drei dem Bundesligisten aus Hannover bis 2019 ihr Wort gegeben.

Trau keinem über 30! Die freche Parole der Studentenbewegung der Sechzigerjahre scheint die 96-Verantwortlichen in ihrer Transferpolitik motiviert zu haben. Gewiss: Der Vertrag mit Leon Andreasen wurde um ein weiteres Jahr verlängert, und Christian Schulz (ebenfalls 32) gehört beim Erstligisten von der Leine auch zum älteren Semester.
Routiniers wie sie werden in jeder Mannschaft gebraucht – der Verjüngungsprozess im 96-Team ist aber nicht zu übersehen, nachdem Spieler wie Jan Schlaudraff, Christian Pander, Didier Ya Konan (alle 31) oder Marius Stankevicius (33) keinen neuen Vertrag mehr erhalten haben. Die, die neu dazu gekommen sind, haben sich langfristig an 96 gebunden. Formal gesehen ist das ein mutiger Wechsel auf die Zukunft. Versehen mit einigem Vertrauen. Und nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen.

Zwei Spieler mit Bundesligaerfahrung

Von dem Quartett bringen nur die beiden früheren Freiburger Sorg (105 Einsätze) und Klaus (76) Bundesligaerfahrung mit. Benschop, aus Düsseldorf geholt, startet durch aus der 2. Liga. Und Bech kennt sich bislang nur aus in der höchsten dänischen Spielklasse, für ihn ist alles neu, was ihn in Deutschland erwartet. Man muss sich in dem Zusammenhang ja nicht zwangsläufig an seinen Landsmann Jonas Troest erinnern, der 2006 mit 21 nach Hannover kam, angeblich links wie rechts spielen konnte, es aber nur auf sieben Bundesligaspiele brachte. Ein paar Einsätze mehr sollten bei den neuen Spielern auch in ihrem ersten Jahr in Hannover schon herausspringen, zumal 96 ordentlich in die Auffrischung der Mannschaft investiert hat.

Die Transfers sind eine Investition in die Zukunft der „Roten“, die nach zwei schwierigen und enttäuschenden Jahren wieder erfolgreicher werden soll. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht, entscheidend ist, das zeigt die Erfahrung aus der Vergangenheit, bei einem Neuaufbau nicht möglichst viele Spieler, sondern die richtigen Profis zu holen. Sie müssen sportlich und menschlich passen, nur dann kann es funktionieren. Wie man es am besten nicht macht, haben die „Roten“ in der vergangenen Saison gezeigt. Mehr als ein Dutzend neue Profis holten Sportdirektor Dirk Dufner und der damalige Trainer Tayfun Korkut nach Hannover. Restlos überzeugen konnte weder Joselu, Jimmy Briand, Hiroshi Kiyotake und Miiko Albornoz, die anderen Neuzugänge spielten keine oder kaum eine Rolle.

Freitag wieder Training: Nach drei freien Tagen bittet Trainer Michael Frontzeck seine Mannschaft Freitagnachmittag um 14.30 Uhr wieder zum Training auf die Mehrkampfanlage.

Von Norbert Fettback und Christian Purbs

Routinier Schulz

Auf erfahrene Spieler, die in kritischen Situationen wissen, was zu tun ist, kann auch Hannover 96 nicht verzichten. Mit 333 Bundesligaspielen für Werder Bremen und die „Roten“ gehört Christian Schulz nicht nur zu den Routiniers der Bundesliga, der Abwehrspieler ist mit 32 Jahren auch der älteste Profi in der jungen 96-Mannschaft. Nur drei Wochen jünger ist Leon Andreasen, der es aufgrund von zahlreichen, langwierigen Verletzungen jedoch bislang nur auf 117 Einsätze in der Bundesliga gebracht hat. „Ü30-Spieler“ sucht man ansonsten im 96-Kader vergebens, lediglich Ersatztorwart Philipp Tschauner wird im November diese Marke noch knacken. Der jüngste Spieler, der in der vergangenen Saison regelmäßig gespielt hat, ist Leonardo Bittencourt. Der Offensivspieler ist 21 Jahre alt und kam in der letzten Spielzeit 26-mal zum Einsatz. pur

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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