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"Kapitän? Klar würde ich es machen!"

96-Profi Christian Schulz "Kapitän? Klar würde ich es machen!"

Bald herrscht Klarheit: Am Sonnabend wird entschieden, wer der neue 96-Kapitän wird. Auch Christian Schulz kommt dafür in Frage, und er würde die Binde mit Stolz tragen. Verbiegen will er sich dafür allerdings nicht, sagt er im Gespräch mit unserem Reporter im österreichischen Trainingslager.

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„Der erste Eindruck ist sehr positiv", sagt Christian Schulz über den neuen Kader.

Quelle: Petrow

Saalfelden. Wenn sich einer mit Trainingslagern auskennt, dann Christian Schulz. Der Routinier der „Roten“ geht in sein 14. Jahr als Profi und war mit Werder Bremen und eben Hannover 96 schon mehr als 30-mal in den Kräfte-zehrenden Trainigscamps. „Wir oft genau, das weiß ich gar nicht. Sehr oft jedenfalls“, sagte er, „und da gab es auch manche Kuriositäten, gerade für mich.“

„Schulle“ spielt auf muskuläre Verletzung an, wegen denen er das eine oder andere Trainingslager abbrechen musste. Besonders aber auf eine Blinddarm-Notoperation während eines Portugal-Aufenthalts mit 96. „Das war alles andere als spaßig“, sagte er.

Seit Donnerstag trainieren die "Roten" im Trainingslager Saalfelden. Auch an Tag 2 ist voller Einsatz gefragt.

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Die jüngsten Trainingslager aber hat er ohne jegliche Probleme hinter sich gebracht, und so soll es natürlich auch in Saalfelden sein. „Gesund bleiben ist immer das wichtigste“, sagte er. Der Ort im Salzburger Land ist auch für den 32-Jährigen wie für die meisten seiner Mannschaftskollegen Neuland. „Es ist echt schön hier, und die Bedingungen sind klasse“, sagte er.

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Am Sonnabend fällt die Entscheidung: Wer soll Kapitän von Hannover 96 werden?

Auch auf einem anderen Gebiet könnte Schulz schon am Sonnabendnachmittag Neuland betreten: Dann findet die Kapitänswahl der „Roten“ statt – ein Nachfolger für Lars Stindl (zu Borussia Mönchengladbach) wird gesucht. Und der in Teamkreisen beliebte „Schulle“ ist neben Nationaltorwart Ron-Robert Zieler und Mittelfeld-Routinier Leon Andreasen einer der Favoriten. Bisher war der frühere Bremer Vizekapitän und Mitglied des Mannschaftsrates. Aber Kapitän, das war auch er trotz seiner riesigen Erfahrung nie. „Klar würde ich es machen. Aber Wahlkampf werde ich bestimmt nicht betreiben“, sagte er schmunzelnd. Das habe sich ja alles über Jahre aufgebaut. „Ich werde mich auch nicht großartig verbiegen“, sagte er, „aber natürlich ist es ein wichtiger Posten und erfüllt einen mit Stolz, gerade wenn man mannschaftsintern gewählt wird.“ Man habe allerdings einige Spieler, die dafür infrage kämen.

Christian Schulz ist seit 2007 bei den „Roten“. Er erhielt die Rückennummer 19. Er wurde als Innenverteidger im Kader aufgestellt.

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Gerade in den Medien sei die Kapitänsfrage sehr intensiv behandelt worden. „Darum sind wir froh, dass dieses Thema am Sonnabend endlich ein Ende hat,“ sagte er. Außerdem, betonte der Innenverteidiger, dass Routiniers wie Andreasen und er ohnehin in der Pflicht seien. „Der Kader ist sehr stark verjüngt worden, da ist es für uns als Ältestenrat doch völlig egal, ob wir Kapitän sind oder im Mannschaftsrat, da haben wir einfach eine gewisse Verantwortung“, sagte Schulz.

Von dem neuen Team hält er einiges. „Der erste Eindruck ist sehr positiv", sagte er, "die neuen Spieler sind auch sehr gute Typen. Sie arbeiten sehr gut nach hinten und gehen vorn drauf.“ Illusorisch sei es jedoch, jetzt schon irgendeine Prognose für die neue Saison abzugeben. „Wie das alles in der Bundesliga wird, wie sich da alles entwickelt, das kann man nicht voraussagen“, sagte „Schulle“, „da sind oft Nuancen ausschlaggebend.“

Voraussagen mag er auch noch nicht abgeben, wie es nach seinem Karriereende (sein Vertrag bei 96 läuft 2016 aus) für ihn aussehen könnte. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich hätte mir darüber in meinem Alter noch keine Gedanken gemacht", meinte er, „aber ich weiß es wirklich noch nicht.“ Im Fußball-Geschäft will er auf jeden Fall bleiben, so weit sind seine Überlegungen fortgeschritten, wohl auch den Trainerschein machen. Doch das sei ferne Zukunftsmusik. „Noch sind die Fußballschuhe an, und das bleiben sie auch noch“, sagte er bestimmt, „ich habe noch so viel Spaß daran.“ Als Kapitän wohl erst recht.

Unser Reporter Jörg Grußendorf ist mit der Mannschaft vor Ort und berichtet laufend aktuell vom Trainingslager in Österreich.

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