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Sorgfalt vor Tempo bei Sportdirektor-Suche

Hannover 96 Sorgfalt vor Tempo bei Sportdirektor-Suche

Martin Bader erlebte mit dem 96-Sieg gegen Bremen einen gelungenen Einstand. Die zurückgekehrte Ruhe kommt dem neuen Geschäftsführer Sport gelegen: Er soll in den kommenden Wochen einen Sportdirektor finden. Bei der Suche will sich Bader nicht hetzen lassen. „Sorgfalt geht vor Tempo.“

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Glücksbringer: Der neue 96-Geschäftsführer Martin Bader startet mit einem Sieg.

Quelle: Maike Lobback (Team zur Nieden)

Hannover 96. Es war ein Einstand nach Maß für Martin Bader. Mit dem 1:0-Sieg gegen Werder Bremen verschaffte die Mannschaft dem neuen Geschäftsführer Sport von Hannover 96 einen angenehmen dritten Arbeitstag und die nötige Ruhe, um sich in seine Aufgaben bei seinem neuen Club einzuarbeiten. Er habe das Spiel angespannt auf der Tribüne verfolgt und sei nach dem Sieg erleichtert gewesen, sagte Bader. Wohl auch darüber, dass er seinen Job bei den „Roten“ nicht als Krisenmanager beginnen muss.

Bader ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass es bei einer Niederlage der „Roten“ in Hannover in den nächsten Tagen sehr ungemütlich geworden wäre und die Trainerdiskussion alles überschattet hätte. „Freuen wir uns doch, dass wir diese Diskussion nicht führen müssen“, sagte Bader, der seit seinem Amtsantritt erst ein paar Gespräche mit 96-Trainer Michael Frontzeck führen konnte. „Ich habe ihn aus der Entfernung als Fels in der Brandung wahrgenommen. Er hat in einer schwierigen Situation in der Rückrunde der vergangenen Saison und in der schwierigen Situation jetzt gezeigt, dass die Jungs auf ihn hören“, sagte der 47-Jährige.

Nordderby in der HDI-Arena: Hannover 96 trifft auf Werder Bremen.

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Es laufe zwar noch nicht alles rund, gegen Bremen sei es jedoch nur darum gegangen, das Spiel zu gewinnen. „Und das hat die Mannschaft gemacht. Auftrag erfüllt“, sagte der 96-Geschäftsführer Sport und formulierte ambitionierte Ziele: „Wir sind immer noch nicht da, wo wir uns sehen. Hannover 96 sollte schon über dem Strich stehen. Es ist noch viel zu tun. Aber man sieht, dass das zarte Pflänzchen, das der Trainer gießt, jetzt Wurzeln schlägt.“ Bis zur Winterpause werde der Club seine Schlüsse aus den Leistungen der Mannschaft ziehen, „und vielleicht noch nachsteuern. Vielleicht auch nicht“, sagte Bader.

Bis dahin soll der neue Geschäftsführer Unterstützung von einem Sportdirektor erhalten, der dann in Absprache mit Frontzeck die potentiellen Transfers abwickeln soll. Bei dieser Personalie gelte jedoch „Sorgfalt vor Tempo“, sagte Bader, eine Entscheidung könne im Oktober, aber auch erst später fallen. „Wir brauchen einen Sportdirektor, der dem Scouting, dem Nachwuchsleistungszentrum und natürlich der Lizenzabteilung vorsteht.“ Das Anforderungsprofil sei erstellt, „jetzt müssen wir die Überschriften mit Leben füllen“. Namen wollte Bader nicht nennen, ein Punkt in diesem Anforderungsprofil sei aber, dass der künftige 96-Sportdirektor „kurze Hosen angehabt haben soll. Es macht Sinn, einen zu holen, der sehr nah am Fußball dran ist.“

Einer wie Rouven Schröder, Direktor Sport von Werder Bremen, passt in dieses Profil. Bader kennt Schröder seit Jahren, während seiner Amtszeit beim 1. FC Nürnberg war Schröder Chefscout bei den Franken. Von da wechselte der 39-Jährige nach Bremen, wo er allerdings nur in der zweiten Reihe hinter Geschäftsführer Thomas Eichin steht. „Er macht einen guten Job in Bremen und ist deshalb genau der Richtige für Werder. Schauen wir, dass wir den Richtigen für Hannover 96 finden“, sagte Bader.

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