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„Striptease-Skandal? Das ist Quatsch“

Hannover 96 „Striptease-Skandal? Das ist Quatsch“

Mussten die 96-Spieler nach der Niederlage gegen Köln auf Druck der Ultras ihre Trikots am Stadionzaun abliefern? Das zumindest berichtete die "Bild am Sonntag". Dieser Darstellung widerspricht Hannover 96 vehement. „Das entspricht nicht der Wahrheit.“

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Nach der Niederlage gegen Köln mussten sich die 96-Profis einiges anhören.

Quelle: Maike Lobback

Hannover. Die Stimmung in der Nordkurve der HDI-Arena war angespannt. Die Mannschaft von Hannover 96 hatte gerade mit 0:2 gegen den 1. FC Köln die elfte Heimniederlage in dieser Saison kassiert und sehr wahrscheinlich auch die letzte Chance auf den Klassenerhalt verspielt. Nach der neuerlichen Pleite machten sich die Spieler mit gesenkten Köpfen auf den Weg zu ihren Fans in der Nordkurve, wo sie sich für die Unterstützung bedanken wollten. Doch die Anhänger waren wütend, ließen ihren Frust mit Versager-Rufen und bösen Worten an den Profis aus. Und dann kam es zum „Striptease-Skandal“, wie die „Bild am Sonntag“ berichtete.

„Die Profis mussten nach dem 0:2 gegen Köln auf Druck der Ultras ihre Trikots am Stadionzaun abliefern. Als Zeichen, dass sie des roten Hemdchens nicht würdig seien“, schreibt das Boulevardblatt und klärt auch gleich über den Ursprung dieser Unsitte auf. 2012 seien die Spieler des FC Genua zu einem Unterwerfungs-Striptease gezwungen worden, vor zwei Jahren habe es in Nürnberg den ersten deutschen „Trikot aus oder es gibt aufs-Maul“-Fall gegeben. „Nun also in Hannover.“

Die 96-Anhänger waren nach der Niederlage gegen den 1. FC Köln wütend, ließen ihren Frust mit Versager-Rufen und bösen Worten an den Profis aus.

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Dieser Darstellung widerspricht Hannover 96 vehement. „Das entspricht nicht der Wahrheit“, sagt 96-Pressesprecher Christian Bönig, der nach eigenen Angaben Augenzeuge der Szenen nach dem Schlusspfiff gewesen ist. Die Stimmung am Zaun in der Nordkurve sei zwar aufgewühlt gewesen, sagt Bönig, „es war aber mitnichten so, dass die Spieler von den Ultras aufgefordert wurden, ihre Trikots auszuziehen.“ Die Profis hätten ihre Trikots Kindern und anderen Fans persönlich übergeben, lediglich ein Trikot sei in den Fanblock geworfen und kurz darauf wieder zurückgeworfen worden, sagt der Pressesprecher. „Ein Ordner hat es dann aufgehoben und einem Kind gegeben.“

Für den Frust der Fans hat Bönig Verständnis, „ich kann die Unmutsäußerungen nachvollziehen. Aber einen von den Ultras geforderten Striptease hat es definitiv nicht gegeben, das ist Quatsch.“

„Wir haben die Schnauze voll“

Die meisten Zuschauer haben von diesen Ereignissen nichts mitbekommen, weil viele von ihnen bereits während des Spiel oder kurz nach dem Abpfiff das Stadion verlassen hatten. Zu groß war die Enttäuschung über die  erneute Niederlage und die unterirdische Leistung des 96-Teams in der zweiten Halbzeit.

Sie haben es versucht, doch genutzt hat es ihnen (wieder) wenig: Hannover 96 muss sich am Samstagnachmittag in der HDI-Arena dem 1. FC Köln mit 0:2 geschlagen geben. Es ist die fünfte Heimpleite in Folge. So bewertet HAZ-Sportreporter Christian Purbs die Einzelleistung der "Roten".

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Feuerten die Fans ihr Team in der ersten Halbzeit noch immer wieder an, so machten die Anhänger in der Nordkurve kurz nach dem 2:0 für Köln ihrer Enttäuschung lautstark Luft. Mit „Wir haben die Schnauze voll“, „Kind muss weg“ und „Außer Sievers könnt ihr alle gehen“ zeigten die Fans, was sie von Mannschaft und Clubchef halten. Es muss schon viel passieren, damit die 96-Profis in den noch ausstehenden vier Heimspielen den verlorenen Kredit wieder einigermaßen gutmachen können.

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