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"96-Kapitän – das wäre eine große Ehre"

Ron-Robert Zieler im Interview "96-Kapitän – das wäre eine große Ehre"

Der Weltmeister ist zurück: 96-Torwart Ron-Robert Zieler spricht im Interview über seine Rolle in der Mannschaft, das neue Team der "Roten", seine Operation am Ellbogen und Alt-Rocker Udo Lindenberg.

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Begehrter Champion: Ron-Robert Zieler.

Herr Zieler, am Montag jährt sich das WM-Finale zum ersten Mal. Was für Bilder haben Sie noch von diesem besonderen Tag in Rio de Janeiro im Kopf?

Der Schlusspfiff war ein sehr emotionaler Augenblick, weil in diesem Moment klar war, dass wir es gepackt haben. Ich bin einfach aufs Spielfeld gelaufen, und dann haben wir uns alle umarmt. Das waren so viele besondere Momente, die kann man gar nicht in Worte fassen. Es ist ja Wahnsinn, dass das schon wieder ein Jahr her ist. Aber jetzt geht’s nach vorne, jetzt geht’s weiter.

Was hat sich für Sie durch den Titel verändert?

Die Aufmerksamkeit und das Ansehen sind ein Stück weit größer geworden. Ansonsten hat sich nicht viel verändert, ich gehe meinen Weg ganz normal weiter.

Man könnte auch sagen: Sie machen Ihr Ding. So wie Udo Lindenberg, der am Freitag in der Arena ein Konzert gibt. Sie interessieren sich sehr für Musik, werden Sie live dabei sein?

Ich gehe gerne auf Konzerte und werde mir den Auftritt von Udo Lindenberg in Hannover nicht entgehen lassen. Er ist ein toller Künstler, der großartige Livemusik macht.

Ron-Robert Zieler gehörte seit der Saison 2010/11 zum Team von Hannover 96.

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Im Urlaub hatten Sie auch Zeit, um über die vergangene Saison nachzudenken. Was muss denn alles besser werden?

Es war eine schwierige Saison, wir waren alle froh, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Es geht jetzt darum, dass die Mannschaft sich wieder neu findet, ihr Gesicht hat sich ja durch die vielen Abgänge und neuen Spieler verändert. Wir müssen zusammenwachsen und eine Gemeinschaft werden. Wir sind eine sehr junge Mannschaft – und hoffentlich auch eine sehr hungrige Mannschaft.

Welche Erfahrungen nehmen Sie aus dem Abstiegskampf bis zur letzten Minute mit?

Es war für mich persönlich auch mal eine Erfahrung, so tief da unten drin zu stehen. Jetzt habe ich das einmal miterlebt, das reicht aber auch. Wir müssen uns in der Liga stabilisieren. Die Ergebnisse der Hinrunde waren ja gut, jetzt müssen wir auch mal eine Saison konstant gut über die Bühne bringen.

Sie haben sich nach Ihrem Länderspieleinsatz gegen die USA operieren lassen. Am rechten Ellbogen sind freie Gelenkkörperchen entfernt worden. Wann können Sie wieder im Tor stehen?

Es war ein Routineeingriff, der gut verlaufen ist. Ich liege voll im Zeitplan. Das Ziel ist es, Anfang nächster Woche wieder mit dem Torwarttraining zu beginnen.

Die Reaktionen aus der Mannschaft zur Vertragsverlängerung mit Michael Frontzeck sind durchweg positiv. Was macht die Arbeit des Trainers bislang so erfolgreich?

Mit Herrn Frontzeck kam noch einmal frischer Wind in die Mannschaft. Er hat eine gewisse Lockerheit ausgestrahlt und in wichtigen Situationen die richtigen Worte gefunden.

Sie haben zuletzt innerhalb des Teams immer mehr Verantwortung übernommen. Wie sehen Sie, nach dem Weggang von Lars Stindl auch in Hinblick auf die Kapitänsfrage, Ihre künftige Rolle in der Mannschaft?

Wer Kapitän wird, entschiedet letztlich der Trainer. Fakt ist aber, dass es für mich eine große Ehre und Wertschätzung wäre, wenn ich gefragt werden würde. Unabhängig davon steht es für mich außer Frage, dass ich auch weiterhin Verantwortung übernehmen werde. 

Wird sich der Konkurrenzkampf um die Plätze als Nummer 2 und 3 im deutschen Tor hinter Manuel Neuer weiter zuspitzen?

Konkurrenzkampf ist völlig normal. Es ist ja bekannt, dass wir einige gute Torhüter in Deutschland haben. Aber es bringt nichts, über andere zu reden. Ich schaue auf mich, damit habe ich schon genug zu tun, sowie auf meine eigene Leistung, weil ich die beeinflussen kann. Ich war in den vergangenen vier Jahren fester Bestandteil des Nationalteams. Es ist mein Ziel, es weiterhin zu bleiben.

Interview: Christian Purbs

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