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„Ergeben ist nicht mein Ding“

Schaaf will weiter kämpfen „Ergeben ist nicht mein Ding“

96-Trainer Thomas Schaaf will weiter kämpfen: Im Duell der Krisenteams ist für Hannover 96 bei Eintracht Frankfurt ein Sieg Pflicht. Wenn nicht jetzt, dann nie ... Eine Einschätzung von Christian Purbs.

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„Es liegt an uns, Gegenwehr zu leisten“: Im Duell der Krisenteams hofft Trainer Thomas Schaaf auf einen erfolgreichen Auftritt seiner Mannschaft. 

Quelle: Petrow

Hannover. Iver Fossum oder Edgar Prib? Darf Andre Hoffmann wieder spielen, oder bekommt Hotaru Yamaguchi im defensiven Mittelfeld eine neue Chance? Und wer soll für 96 die Tore schießen, Adam Szalai oder Hugo Almeida? Zwei Tage vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (Anpfiff ist am Sonnabend um 18.30 Uhr) spielen solche Fragen normalerweise eine wichtige Rolle, wenn der Trainer zum letzten Mal vor Spielbeginn für Fragen zur Verfügung steht.

Bei Hannover 96 interessiert die Personalsituation jedoch zurzeit nur am Rande, was vielleicht auch daran liegt, dass es in der Rückrunde bislang relativ egal war, welche Startelf 96-Trainer Thomas Schaaf auf den Platz schickte. Das Ergebnis war fast immer ernüchternd. Uffe Bech werde nicht im Kader stehen, Felipe falle wie die Langzeitverletzten Leon Andreasen und Charlison Benschop aus. Der Rest des Kaders stehe zur Verfügung, teilte Schaaf kurz und knapp mit. Kapitel erledigt.

Es sind andere Fragen, die im Mittelpunkt stehen, fast immer geht es dabei um die Person Schaaf. Etwa, wenn es um seine Zukunft beim Fußball-Bundesligisten geht. Eine klare Aussage des 54-Jährigen, ob er auch in der 2. Bundesliga in Hannover bleiben würde, gab es auch gestern nicht. „Es gibt nichts Neues zu vermelden“, sagte Schaaf. 96-Clubchef Martin Kind hatte in der HAZ angekündigt, bis Ende März Klarheit in dieser Frage haben zu wollen. Sollten die „Roten“ auch das Spiel in Frankfurt verlieren, wäre es auch für Schaaf an der Zeit, endlich Klartext zu reden. 

Dass der 54-Jährige das durchaus kann, hat er vergangene Woche bewiesen, als er vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln von seiner Mannschaft forderte, „endlich den Arsch hochzukriegen“. Genutzt hat es nichts. Der Zustand der Mannschaft verbunden mit der Frage, warum die Spieler mit der Situation im Abstiegskampf überfordert sind, auch das war wieder einmal Thema. „Mich zu ergeben ist nicht mein Ding. Deswegen kämpfe ich dagegen an. Das erwarte ich auch von meiner Mannschaft. Es liegt an uns, Gegenwehr zu leisten. Irgendwann muss das Ding einfach mal kippen“, sagte Schaaf, der den Klassenerhalt immer noch nicht abgeschrieben hat. „Irgendwie müssen wir die Rädchen in Gang bringen, damit die Maschine läuft.“

„Mir macht die Arbeit immer noch Spaß“

Bereut, bei Hannover zugesagt zu haben, hat Schaaf nicht. „Ich wusste, dass die Aufgabe hier in Hannover sehr schwer wird. Mir macht die Arbeit immer noch Spaß“, sagte der 54-Jährige, gab aber zu: „Mich nerven die Niederlagen, es knabbert an mir.“ Er werde auch aufgrund der Negativerlebnisse immer unzufriedener, „aber das ist wichtig, es spornt mich an, um weiter nach Lösungen zu suchen“, sagte der 96-Trainer. 

Er sollte sie schnell finden, denn wenn es noch eine klitzekleine Hoffnung auf die Wende bei den „Roten“ geben soll, dann nur durch einen Sieg im Duell der Krisenteams. Die Eintracht steht auf dem 16. Rang und hat zwar sieben Punkte mehr als 96 auf dem Konto, befindet sich jedoch seit Wochen im freien Fall Richtung Tabellenende. „Frankfurt ist ein Gegner, der noch in der Nähe ist – und hoffentlich nach dem Spiel noch näher“, hofft Schaaf. 

Profivertrag für Talent: 96 hat Nachwuchsspieler Noah-Joel Sarenren-Bazee mit einem langfristigen Profivertrag ausgestattet. Der 19-Jährige erzielte bei den 96-Amateuren in elf Spielen vier Tore. „In Noah-Joel sehen wir jede Menge Entwicklungspotenzial“, sagt Christian Möckel, Sportlicher Leiter bei 96.

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