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Drei 96-Ultras wegen Banner angeklagt

Spiel gegen Wolfsburg Drei 96-Ultras wegen Banner angeklagt

Die Staatsanwaltschaft klagt drei Anhänger von Hannover 96 an, weil sie im März bei einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg ein Banner mit höchst fragwürdiger Aufschrift gezeigt haben sollen. Das Banner war eine beleidigende Anspielung auf den Messerangriff der 15-Jährigen Safia S. auf einen Bundespolizisten in Hannover.

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Drei 96-Anhänger müssen sich wegen des Banners verantworten.

Quelle: dpa

Hannover. Ursprünglich war gegen elf Verdächtige ermittelt worden, bei drei der 96-Anhänger hat sich der Verdacht auf die Urheberschaft nach Angaben von Oberstaatsanwalt Thomas Klinge erhärtet. „We love Teens“ hatte auf dem Stoffstreifen gestanden, der während des Spiels am 1. März gegen Wolfsburg im Block der 96-Fans entrollt worden war. Zwischen diesen Worten und der Abkürzung „ACAB“ war eine blutige Faust zu sehen, die ein Messer hielt - eine deutliche Anspielung auf den Angriff der damals 15-jährigen Safia S. auf einen Bundespolizisten nur eine knappe Woche zuvor. Dass die Fans Polizisten pauschal beleidigen („ACAB“ steht für „All Cops are Bastards“), ist für die Ermittlungsbehörden unschön, aber nicht strafrelevant Die Verherrlichung von Straftaten dagegen schon. „Das Gutheißen einer Tat wie der Messerattacke geht eindeutig zu weit“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge.

Im Sommer waren deshalb die Wohnungen der drei Tatverdächtigen durchsucht worden. Das Banner wurde dabei nicht gefunden, wohl aber die Kleidung, die die Verdächtigen im Stadion trugen, wie Videoaufzeichnungen vom Spiel zeigen. Diese Beweismittel haben offenbar gereicht, um nun gegen die 22, 23 und 24 Jahre alten Männer Anklage zu erheben.

Hannover 96 musste Geldstrafe zahlen

Anwalt Andreas Hüttl geht davon aus, dass der Prozess nicht vor Ablauf des Jahres beginnt. Er vertritt einen der Angeklagten und erwartet eine zähe Verhandlung. „Ich glaube nicht, dass man alle drei über einen Kamm scheren und gleichermaßen bestrafen kann.“ Das Banner sei mehr als unschön, doch ob die Beweise am Ende auch für eine Verurteilung reichen, sei für ihn offen.

Sollten die drei Angeklagten verurteilt werden, dürften allerdings noch Forderungen von Hannover 96 auf sie zukommen. Der Verein war unter anderem wegen des Banners zu einer Geldstrafe von 12.000 Euro verurteilt worden. Nach einer neuen Rechtsprechung dürfen sich Vereine das Geld von den Verursachern zurückholen, sofern diese bekannt sind.

Von Isabel Christian

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