Bei einem Kopfballduell zog sich Hanno Balitsch einen Cut, eine Platzwunde unter dem rechten Knie, zu. Die Wunde musste mit mehreren Stichen genäht werden. Offizielle 96-Einschätzung: „Der Einsatz ist gefährdet.“ Bildet sich nun eine starke Schwellung, wäre an einen Einsatz kaum zu denken. Allerdings ist Balitsch der Typ Spieler, der auf jeden Fall aufläuft, wenn das Gelenk beweglich bleibt und die Mediziner mögliche Schmerzen „wegspritzen“ können.
Muss Balitsch passen, könnte das Trainer Mirko Slomka in die Verlegenheit bringen, von der in dieser Woche ausgiebig einstudierten 4-2-3-1-Aufstellung abgehen zu müssen und das Personalpuzzle ganz neu zu sortieren. In einer Variante mit zwei defensiven Mittelfeldspielern könnte Christian Schulz einen der Posten besetzen; für den Platz daneben und den zentralen Posten in der offensiven Mittelfeldreihe bieten sich wie geplant Jan Rosenthal und Arnold Bruggink an. Schulz’ Platz in der Viererkette übernimmt dann Mario Eggimann. Nicht ganz abwegig, aber sicher weniger geeignet sind die Kandidaten Constant Djakpa, Sergio Pinto und Sofian Chahed im defensiven Mittelfeld. Auch, dass Slomka sich doch wieder für die Rautenformation im Mittelfeld und zwei Stürmer davor entscheidet, ist nicht ausgeschlossen. Entschieden wird das erst heute Morgen je nach Balitschs Verfassung.
Fest stand indes bereits am Freitag, dass Angreifer Jan Schlaudraff erneut passen muss. Er war bereits wegen diverser Beschwerden lange ausgefallen; am Freitag bremste ihn bei einem Belastungstest eine Verhärtung im rechten Oberschenkelmuskel aus.
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