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Den ersten Sieg fest im Blick

96 im Trainingslager Den ersten Sieg fest im Blick

Die Aufgabe ist wichtig. Werder Bremen kommt. Es ist ein Schlüsselspiel, und solche Begegnungen bedürfen besonderer Maßnahmen. Aber ein Kurztrainingslager nach nur sieben Spieltagen?

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„Ein guter Mannschaftsgeist ist immer wichtig“, sagte Michael Frontzeck, „nicht nur in unserer Situation.“

Quelle: Nigel Treblin

Marienfeld. Solch ein Schritt in dieser frühen Saisonphase sucht in der Bundesliga seinesgleichen. Er ist gemeinhin ein Mittel, das ein Trainer einsetzt, wenn sein Team am Ende des Spieljahres mitten im Abstiegskampf steckt. Und von eben diesem Abstiegskampf will 96-Coach Michael Frontzeck zu diesem Zeitpunkt nichts wissen, auch wenn 96 mit gerade einmal zwei Punkten das Tabellenende der Fußball-Bundesliga belegt und den Anschluss an die anderen Mannschaften zu verlieren droht. „Das ist Quatsch“, sagte er gestern in der alten Abtei, die zum Hotel Klosterpforte in Harsewinkel-Marienfeld gehört, wo die „Roten“ noch bis Freitagnachmittag wohnen und trainieren werden.

Das erste Training der „Roten“ auf der gepflegten Anlage der Hotels Klosterpforte in Harsewinkel-Marienfeld dauerte genauso lange wie ein Fußballspiel. Michael Frontzeck versammelte sein Team bei strahlendem Sonnenschein 90 Minuten lang.

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Warum also das Kurztrainingslager? „Man sollte nicht mehr daraus machen, als es ist. Das hat nichts mit unserer Situation zu tun“, sagte Frontzeck, „das hat zu 100 Prozent mit unserer Gruppe zu tun.“ Der Trainer betonte, dass er einfach das Gefühl gehabt habe, etwas anderes machen zu müssen. Es würde eine englische Woche hinter der Mannschaft liegen, dazu habe sie in Wolfsburg sehr viel „auf dem Platz gelassen“, wie er sagt - und ab Montag beginne die Länderspielpause. „Das war also die Gelegenheit, noch einmal alle Spieler zusammen zu haben.“ Und da hat er sich an die Klosterpforte erinnert. „Es ist eine andere Atmosphäre. Die Bedingungen sind hier sehr gut“, sagte der Trainer. „Wir wissen, was uns erwartet, man rückt enger zusammen.“

An diesem Zusammenhalt wird auch in den nächsten Tagen gearbeitet. „Ein guter Mannschaftsgeist ist immer wichtig“, sagte Frontzeck, „nicht nur in unserer Situation.“ Mittwochabend wurden nach dem Abendessen gemeinsam die Champions-League-Spiele im TV geguckt. Am Donnerstag wird es eine „große Trainingseinheit“ (Frontzeck) geben, abends steht ein Kinobesuch im benachbarten Gütersloh an.

Bei aller Arbeit an dem Zusammengehörigkeitsgefühl: Entscheidend ist, dass Frontzeck die Elf entsprechend auf dieses Schlüsselspiel gegen Bremen am Sonnabend vorbereitet, damit sein Team diesen leidigen 18. Tabellenplatz verlässt. In Marienfeld sieht er die besten Voraussetzungen für ein akribisches Einstimmen auf Werder. Vielleicht spielt bei dem 51-Jährigen aber auch der Aberglaube (und welcher Fußballer ist nicht abergläubisch?) eine Rolle.

Frontzeck ist jetzt das dritte Mal innerhalb eines halben Jahres mit den „Roten“ im Ostwestfälischen. „Ihr könnt sicher sein, das ist in diesem Jahr das letzte Mal, dass wir hier sind“, sagte der Coach. Aber es ist ja auch schon Oktober ...

Zweimal ist es am Ende der vergangenen Saison gutgegangen und der fast sicher scheinende Abstieg wurde vermieden. Okay, das erste Mal gab es nach dem Klosterpforte-Aufenthalt gegen Bremen keinen Sieg, sondern ein 1:1. Ein Ergebnis, das in der damaligen Phase verlorengegangenes Selbstvertrauen zurückbrachte. Übermorgen wäre ein Remis allerdings zu wenig, sowohl für 96 als auch für Frontzeck selbst. Mal sehen, ob der Geist von Marienfeld es richtet.

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