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Hannover 96 enttäuscht gegen Erzgebirge Aue

Test gegen Zweitliga-Aufsteiger Hannover 96 enttäuscht gegen Erzgebirge Aue

Mit 3:3 trennte sich Hannover 96 im Testspiel von Zweitliga-Aufsteiger Erzgebirge Aue unentschieden. Dabei zeigte die Offensive der "Roten" erneut viel Schwung - ließ aber zu viele Chancen liegen. Die Defensive hingegen zeigte sich phasenweise so überfordert, dass man ihr kein Zweitliganiveau bescheinigen konnte.

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Timo Huebers (von links), Marvin Bakalorz und Artur Sobiech sind nach dem Ausgleich enttäuscht.

Quelle: sp / Sielski

Halberstadt. Samuel Sahin-Radlinger hatte es kommen sehen. „Nicht so einfach“, rief der 96-Torwart seinen Abwehrspielern zu, wenig später lag der Ball zum dritten Mal im Tor von Fußball-Zweitligist Hannover 96. So leicht wie am Mittwochabend dem Ligakonkurrenten FC Erzgebirge Aue beim 3:3 im vorletzten Testspiel vor dem Saisonstart sollte es die Mannschaft von Trainer Daniel Stendel dem 1. FC Kaiserslautern im Auftaktspiel nicht machen. In der Offensive verballerten die „Roten“ gleich eine ganze Reihe auch der besten Chancen, und die Abwehr war phasenweise so überfordert, dass man ihr in dieser Verfassung kein Zweitliganiveau bescheinigen konnte.

Vieles im Spiel von 96 kam einem gestern Abend bekannt vor, manches war jedoch auch neu. So wie der furiose Auftakt der „Roten“. So einen Start wie gegen den Zweitliga-Aufsteiger hatte 96 in den bisherigen Testspielen noch nicht hingelegt. Bereits nach 50 Sekunden tauchte Martin Harnik zum ersten Mal völlig frei vor dem Tor von Aue auf, doch der Neuzugang schoss den Ball über die Latte. Mit der zweiten Offensivaktion klappte es dann besser. Die Gemeinschaftsproduktion des 96-Sturms schloss Artur Sobiech nach einer Flanke von Harnik und einem Kopfball von Niclas Füllkrug mit einem Abstauber zum 1:1 ab (3. Minute). Nur drei Minuten später tauchte Marvin Bakalorz, der sich kurz vor der Halbzeit in einem Zweikampf am rechten Knie verletzte und ausgewechselt werden musste, allein vor Erzgebirge-Torwart Martin Männel auf, brachte den Ball jedoch nicht am FC-Schlussmann vorbei.

Samuel Sahin-Radlinger (30, Hannover 96) holt Simon Skarlatidis (10, FC Erzgebirge Aue) von den Beinen.

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In der Abteilung Attacke war also wieder mächtig Schwung drin, lediglich die Chancenauswertung ließ bis zur Pause arg zu wünschen übrig. Bekannt kam einem aber auch das vor, was sich da rund um den Strafraum der „Roten“ abspielte. Nachdem sich die „Veilchen“ etwas vom 96-Sturmlauf erholt hatten, legten sie die Probleme der 96-Defensive mehrmals schonungslos offen. Cebio Soukou bekam die 96-Abwehr überhaupt nicht in den Griff, der FC-Stürmer lief zweimal allein aufs Tor von Samuel Sahin-Radlinger zu und scheiterte nur knapp (9., 18.). Nach einer Ecke war er jedoch zur Stelle und erzielte den Ausgleich für Aue (16.).

Danach ließen es beide Teams etwas ruhiger angehen, Sicherheit bekam das 96-Team dennoch nicht in seine Defensiv-Aktionen und hatte Glück, dass Mario Kvesic mit seinem Freistoß nur die Latte traf. Dann legte 96 wieder im Angriff zu, doch weder Sobiech, noch Harnik und Füllkrug konnten ihre guten Chancen nutzen.

Den besseren Start nach dem Seitenwechsel erwischte Aue, das durch einen Strafstoß von Kvesic (Waldemar Anton hatte Nickey Adler von den Beinen geholt) mit 2:1 in Führung ging (47.). Völlig abwesend war die 96-Abwehr beim 3:1 für Erzgebirge, Pascal Köpke bedankte sich für die Schlafmützigkeit (52.). Danach wechselte Stendel mehrmals aus, was sich schnell auszahlte. Gerade einmal eine Minute war Felix Klaus auf dem Platz, als er auf 2:3 verkürzte (58.). Wenig später legte er zudem für Sobiech auf, der keine Probleme hatte, das 3:3 zu erzielen.

Die Aufstellung: Sahin-Radlinger – Sorg (66. Arkenberg), Anton, Hübers (66. Hübner), Albornoz (57. Prib) – Bakalorz (40. Fossum), Schmiedebach, Maier (73. Benschop) – Harnik (57. Karaman), Sobiech (82. Wolf), Füllkrug (57. Klaus).

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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