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Warum Hannover 96 nicht chancenlos ist

Spiel gegen Leverkusen Warum Hannover 96 nicht chancenlos ist

Kaum einer traut Hannover 96 gegen Bayer Leverkusen etwas zu. Aber genau das muss kein Nachteil sein. Und ein Blick in die Statistik zeigt: Bayer spielt seine schlechteste Saison seit 2010. Warum also soll 96 in Leverkusen komplett chancenlos sein?

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Ein wünschenswertes Bild auch für Sonnabend gegen 17.20 Uhr: Jubelnde 96-Spieler.

Quelle: Maike Lobback (Team zur Nieden)

Hannover. Es ist gerade mal eine Woche her, da waren fast alle total optimistisch. Wer auch nur im Entferntesten mit den „Roten“ sympathisiert, der setzte auf Hannover 96. Auf Gegner Darmstadt 98 wollte kaum einer wetten. Die Aufbruchsstimmung war riesig. Jetzt ist alles anders. Die Stimmung ist dahin, Bayer Leverkusen am Sonnabend (Anpfiff in der Bay-Arena ist um 15.30 Uhr) der klare Favorit, 96 hat keiner auf dem Plan. Aber, warum bitte schön, soll es nicht auch diesmal anders laufen als gedacht? Warum sollen die 96-Profis gegen 17.20 Uhr nicht jubelnd vor ihren 1000 mitgereisten Fans stehen?

Auch wenn die Tabelle etwas anderes sagt und die „Roten“ als Schlusslicht antreten: Eine solche Übermannschaft ist die Werkself auch nicht. Ein Blick in die Statistik zeigt: Bayer spielt seine schlechteste Saison seit 2010. Die Leverkusener sind schwankend in ihren Leistungen, einige der Top-Spieler dieses Teams wie Karim Bellarabi oder Hakan Calhanoglu laufen ihrer Form hinterher. Und auch Bernd Leno, einer der wichtigsten Konkurrenten von 96-Torwart Ron-Robert Zieler in der Nationalmannschaft um den Platz hinter Manuel Neuer, greift überraschend häufig daneben.

Thomas Schaaf glaubt an Spieler der 2. Reihe

Warum also soll 96 in Leverkusen komplett chancenlos sein? Trainer Thomas Schaaf hat die richtige Reaktion bei seiner Mannschaft auf den unbefriedigenden Auftritt gegen Darmstadt erkannt.  „Enttäuschung kann auch Antrieb sein“, hat der 54-Jährige gesagt. Sein Team habe aus dem 1:2 mit all seinen guten und schlechten Eindrücken die Konsequenzen gezogen, hart an sich gearbeitet - und soll nun in Leverkusen die treffende Antwort geben. Schritt für Schritt soll es aufwärts gehen. Ein Erfolg wäre ein Meilenstein. Denn er wäre enorm wichtig für das Selbstvertrauen, für den Glauben an die eigene Stärke eben.

Dass mit Linksverteidiger Oliver Sorg (Innenbanddehnung) nach Christian Schulz und Salif Sané ein weiterer sogenannter Stammspieler ausfällt, nimmt Schaaf äußerst gelassen hin. Er glaubt auch an deren - nennen wir es - Vertreter. „Wenn ich Spieler für den 18er-Kader nominiere“, sagt der 96-Coach, „dann bin ich der festen Meinung, dass ich mit ihnen die besten Chancen habe, unsere Ziele zu erreichen.“

Es ist spannend, wie Schaaf die Personalie hinten links jetzt lösen wird. Am Naheliegendsten wäre es, Miiko Albornoz, der die Seite in der gesamten Hinrunde mehr schlecht als recht ausfüllte, aufzubieten. Aber der neue 96-Coach, das lehrte die Vergangenheit, ist immer für eine Überraschung gut. Und egal wer spielt: Wichtig ist, dass er hinten mit dicht macht und 96 drei Punkte holt. Warum denn nicht auch in Leverkusen?!

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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