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Hannover 96 verliert gegen Frankfurt mit 0:1

Auswärtsspiel der "Roten" Hannover 96 verliert gegen Frankfurt mit 0:1

Das war dann doch eine Überraschung. Nach dem 0:2 gegen Köln hatten die 96-Fans gedacht, dass es schlimmer nicht geht. Doch gegen Eintracht Frankfurt setzten die „Roten“ noch einen drauf, unterlagen gegen ein Frankfurter Team, das allenfalls Zweitliganiveau hatte, verdient mit 0:1 und lieferten eine erbärmliche Leistung ab.

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Hannover unterlag im Kellerduell der Eintracht aus Frankfurt.

Quelle: dpa

Frankfurt. Was als „Topspiel“ am Samstagabend angekündigt war, wurde für 96 zum Trauerspiel. So können sich die „Roten“ nach dem nächsten ganz schwachen und nicht bundesligareifen Auftritt eigentlich schon jetzt bald jede Form der Rechnerei sparen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt nach der zwölften Niederlage in den vergangenen 13 Spielen bereits zehn Punkte.

Hannover 96 trat im Kellerduell bei Eintracht Frankfurt an. Es war das Aufeinandertreffen der beiden schlechtesten Rückrundenteams. 

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Besonders bitter war dieser Abend für 96-Trainer Thomas Schaaf. Der 54-Jährige hatte in der vergangenen Saison noch die Eintracht trainiert, verließ den Verein aber trotz eines sportlich erfolgreichen neunten Platzes im Unfrieden. Schaaf sah in seiner Rückkehr nach Frankfurt auch so etwas wie die letzte Chance auf eine sportliche Wende mit seinem neuen Team. Gleich fünf Spieler verbannte er vor der Partie aus dem Kader, gleich vier Spieler rückten mal wieder neu in die Anfangsformation. Doch diese Maßnahme verpuffte genauso wirkungslos wie so vieles von dem hannoverschen Krisenmanagement der vergangenen Monate. Der Tabellenletzte hatte gleich zu Beginn eine gute Chance durch Kenan Karaman (8.), überließ den Frankfurtern danach aber nahezu widerstandslos das Feld.

„Wir sind enttäuscht“, sagte Thomas Schaaf, der seinem Team immerhin bescheinigte, „gut in die Partie hinein gekommen zu sein. Doch was dann folgte, war wieder einmal das große Nichts. „Es bleibt dabei: Wir haben es wieder nicht geschafft, die entscheidenden Aktionen für uns zu entscheiden“, sagte der 54-Jährige. Enttäuscht war auch Torwart Ron-Robert Zieler. „Was soll ich sagen? Unsere Situation ist schlimm und wird nicht besser. Der Abstand wird immer größer, die Spiele immer weniger. In den nächsten Spielen müssen wir uns als Mannschaft würdig und anständig präsentieren.“

Hannover 96 unterliegt Eintracht Frankfurt verdient mit 0:1. Die Spieler in der Einzelbewertung.

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Das gelang in Frankfurt nicht. Aber auch die Gastgeber wussten mit ihrer Überlegenheit zunächst nicht viel anzufangen. Sie bemühten sich immer wieder um spielerische Lösungen, verloren dabei auch nie die Geduld, spielten sich aber zunächst keine klaren Torchancen heraus. Auch der wichtige Führungstreffer entsprang allein dem Zufall. Stefan Aigner hatte den Ball im Strafraum eigentlich schon verloren, doch gleich drei 96er inklusive Torwart Ron-Robert Zieler wussten nicht, wer ihn denn nun klären sollte. Ben-Hatira ging dazwischen und schoss den Ball aus spitzem Winkel ins Tor. Es war bei seinem ersten Einsatz von Anfang an auch gleich der erste Treffer für den Winter-Neuzugang der Eintracht.

Nach der Pause wurde ein schwaches Spiel wenigstens zeitweise unterhaltsam. Haris Seferovic lief auf einmal allein auf Zieler los und scheiterte (48.). Aigner hatte nach einem Eckball die nächste dicke Chance (50.). Frankfurt drängte auf das zweite Tor, aber auch Hannover riskierte jetzt mehr: Das eröffnete beiden Teams viel Raum.

Wie wenig sie daraus machten, verriet aber viel über die mangelnde Qualität der beiden zuvor schwächsten Rückrunden-Mannschaften der Liga. Ben-Hatira vergab noch zwei weitere Groß-Chancen  (65./71.). Dazu erzielte Seferovic zwei Abseitstore (74./76.) für Frankfurt und Hugo Almeida (83.) eines für Hannover. So mussten 43.300 Zuschauer noch bis zum Schluss um diesen wichtigen Sieg zittern.

pur/mit dpa

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Für 96-Profi Oliver Sorg geht es in der nächsten Saison in der 2. Liga weiter. Ob der Trainer dann auch Thomas Schaaf heißen wird, ist noch ungewiss.   Fotos: dpa, Treblin

Es ist ein jämmerliches Bild, das Hannover 96 zurzeit abgibt. So wenig Abstiegskampf hat es von einer Mannschaft in der Fußball-Bundesliga schon lange nicht mehr gegeben, so abgeschlagen und hoffnungslos wie die „Roten“ nach dem 27. Spieltag ist seit Jahren kein Team mehr in Richtung 2. Liga getaumelt.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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