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Strahlende Sieger

96 gewinnt gegen Hamburg Strahlende Sieger

Hochverdient hat sich Hannover 96 gegen den Hamburger SV durchgesetzt. Vor allem die erste Halbzeit war schwungvoll und überzeugend. Damit steht das Team von Tayfun Korkut nach drei Spieltagen auf dem 3. Platz der Tabelle – hinter den Bayern und Leverkusen.

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Die „Roten" sind obenauf: Hiroki Sakai (oben) bejubelt gemeinsam mit Artur Sobiech, Leon Andreasen und Miiko Albornoz (von rechts) den 2:0-Sieg über den Hamburger SV.

Quelle: zur Nieden

Hannover. An diese Tabelle könnte man sich gewöhnen, und auch wenn sie nach drei Spieltagen in der Fußball-Bundesliga natürlich noch beschränkte Aussagekraft hat. Aber warum nicht einfach einmal genießen, wenn Hannover 96 - punktgleich mit Spitzenreiter Bayer Leverkusen und Rekordmeister Bayern München - auf dem 3. Rang steht, der 31 Spieltage später bedeuten würde, dass die „Roten“ in der Champions League … Aber übertreiben wir es lieber nicht.

Dabei gibt der hochverdiente 2:0-Sieg am Sonntag gegen den Hamburger SV mit dem ehemaligen 96-Trainer Mirko Slomka durchaus Anlass, euphorisch zu sein. Oder kann sich jemand an eine derart schwungvolle und überzeugende erste Halbzeit der Hannoveraner in der vergangenen Saison erinnern? So stürmisch, so dominierend, so mutig wünscht sich jeder Fan seine Mannschaft, 96 ließ in dieser Hinsicht 45 Minuten lang keine Wünsche offen. Selbst Trainer Tayfun Korkut, zurückhaltend mit Superlativen, sprach von einer „sehr, sehr guten Halbzeit“.

Zum zweiten Mal kehrt 96-Ex-Trainer Mirko Slomka mit dem Hamburger SV nach Hannover zurück. Doch vom "neuen HSV" ist nicht viel zu sehen. Stattdessen zeigt sich 96 stark.

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Nach 240 Sekunden standen bereits zwei Torchancen für 96 zu Buche, beide vergeben von Joselu, der auch ohne eigenen Treffer erneut eine starke Partie zeigte und diesmal als Vorbereiter bei beiden Toren glänzte. Vor dem 1:0 setzte er Miiko Albornoz geschickt ein, dessen Flanke von Leon Andreasen per Kopf zum 1:0 verwandelt wurde (13. Minute). Beim 2:0 von Artur Sobiech (24.) dribbelte sich Joselu bis an den Fünfmeterraum und behielt dort den Überblick für den Sturmkollegen.

Eindrucksvoll demonstrierten die Hannoveraner den Unterschied zwischen einer Mannschaft, die eine klare Vorstellung von dem hat, was sie 90 Minuten machen will, und einer Elf wie der des HSV, in der auch dank vieler neuer Spieler das große Durcheinander herrschte. Und fast noch überraschender: Bis sich die Hamburger endlich aufrafften, sich mit mehr Einsatz diesem Spiel zu widmen, verging fast eine halbe Stunde. Zu diesem Zeitpunkt hatten die 96-Profis den Hamburgern längst den Schneid abgekauft.

Was Slomka bei seiner Mannschaft nach dem 0:2-Rückstand an „vielen guten Ansätzen und vielen guten Aktionen“ entdeckt haben wollte, erschloss sich nicht. Na klar, seine Mannschaft hatte in der zweiten Halbzeit drei große Chancen durch Nicolai Müller (47.) und zweimal Artjoms Rudnevs (67., 90./Latte). Aber auch nach der Pause musste man sich um die „Roten“ wenig ernsthafte Sorgen machen, zumal auch sie sich immer wieder Möglichkeiten herausspielten; die beste davon verhinderte HSV-Torhüter Jaroslav Drobny mit einer Glanzparade beim Volleyschuss von Christian Schulz (63.).

Joselu erzielte dieses Mal kein Tor, zeigte aber dafür andere Qualitäten. Die Einzelkritik von HAZ-Redakteur Jörg Grußendorf.

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Laut Tabelle ist 96 nach drei Spieltagen eine Spitzenmannschaft mit besten Aussichten in den kommenden Begegnungen gegen die Aufsteiger SC Paderborn und 1. FC Köln. Im Nordderby war tatsächlich manches spitze, aber Trainer Korkut wollte das mit dem Spitzenteam nicht so stehenlassen. „Wir sind nicht in der Situation, dass wir sagen können: Wir sind eine große Mannschaft und künftig in jedem Spiel Favorit.“

Korkut wies zu Recht darauf hin, dass auch 96 einen Umbruch vollzogen hat, anders als der HSV aber einen mit Plan und ohne Panik. Aber Korkut scheint sich noch nicht sicher, wie stabil die Mannschaft wirklich ist, weil sie sich derzeit noch Nachlässigkeiten erlaubt, die bessere Gegner bestrafen werden. Ein großes Lob hatte der selbstkritische Korkut dann aber doch parat und stellte die Ich-helfe-dem-anderen-Mentalität der Mannschaft heraus, die sie auszeichnet. Harmonisch, spielerisch verbessert und erfolgreich: Die Saison ist noch jung - aber 96 macht schon jede Menge Spaß. Schöne Aussichten für die kommenden 31 Spieltage.

Zum zweiten Mal kehrt 96-Ex-Trainer Mirko Slomka mit dem Hamburger SV nach Hannover zurück. Das Spiel verfolgte auch der Trainer der deutschen Nationalelf, Joachim Löw.

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