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Nur bei den Toren war Hoffenheim besser

Analyse zur 96-Niederlage Nur bei den Toren war Hoffenheim besser

Das tat besonders weh, schließlich war es eine Niederlage bei dem Club, der vorher Schlusslicht war: 10:2 Ecken, genug Torchancen – und am Ende stand für Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga eine 0:1-Niederlage bei 1899 Hoffenheim. Eine Spielanalyse von Heiko Rehberg.

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Quelle: dpa

Das Spiel

96 ließ die Hoffenheimer eine halbe Stunde lang nie richtig ins Spiel kommen und besaß gute Torchancen. Doch durch ein „Tor aus heiterem Himmel“ (Hoffenheims Trainer Huub Stevens) gingen die Gastgeber in der 30. Minute durch Jonathan Schmid in Führung – und retteten diese mit Glück über die Zeit. 96-Trainer Michael Frontzeck hatte einen neuen Sturm mit Leon Andreasen und Allan Saint-Maximin aufgeboten und versuchte es später vorn mit Mevlüt Erdinc und Charlison Benschop, doch in der Offensive fehlte erneut die Durchschlagskraft.

Das Tor des Tages

Gleich drei hannoversche Fehler begünstigten den Torschützen Jonathan Schmidt, der eine Flanke von Pirmin Schwegler per Kopf ins Netz bugsierte. Ausgangspunkt war ein Fehlpass im Aufbauspiel von Edgar Prib. Am Strafraum verlor Miiko Albornoz die Orientierung und deckte dort, wo niemand war, statt außen die Flanke energischer zu verhindern. Letzter in der Fehlerkette war Marcelo, der erst nah bei Schmid war und dann plötzlich stehen blieb und dem Torschützen damit freies Geleit gewährte.

Hannover 96 bei der TSG 1899 Hoffenheim: Die besten Bilder vom Spiel.

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Die Szene des Tages

Hoffenheim hat seit langer Zeit keinen Rückstand mehr aufgeholt. Umso wichtiger wäre es für 96 gewesen, in Führung zu gehen. Zum Unvermögen in einigen Szenen gesellte sich in der 15. Minute großes Pech: Ceyhun Gülselam köpfte den Ball nach einer Ecke von Andreasen an die Latte, von dort sprang er an den Pfosten – und zurück ins Feld. Ein hannoversches Tor in dieser Phase gegen einen verunsicherten Gegner: Jede Wette, 96 hätte damit die Weichen auf Sieg gestellt.

Der Mann des Tages

Mike Steven Bähre. Klingt komisch, denn er war inklusive Nachspielzeit nur 17 Minuten auf dem Platz. Doch es war eine Premiere, denn es waren Bähres erste 17 Bundesligaminuten. Und ein Zeichen von Trainer Michael Frontzeck, es beim Rückstand auch mal mit einem jungen Mann aus dem eigenen Nachwuchs zu versuchen, statt mit Manndecker Felipe eine Verzweiflungsvariante zu wählen.

Bei der TSG 1899 Hoffenheim unterlagen die "Roten" am Sonnabend mit 0:1. Die Spieler in der Einzelbenotung.

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Die Statistik

96 hatte in allen wichtigen Bereichen die Nase vorn. Die „Roten“ gaben mehr Torschüsse ab (19:14), hatten mehr Ballbesitz (56:44 Prozent), gewannen mehr Zweikämpfe (58:42 Prozent) und hatten auch die bessere Passquote (79:76 Prozent). Nur in einer Rubrik waren die Hoffenheimer besser – bei den den Toren.

Die Stimmen

Michael Frontzeck (96-Trainer): „Das war ein bitterer Nachmittag für uns. Es ist ein Stück weit frustrierend. Wir hatten genügend Chancen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

Huub Stevens (Hoffenheimer Trainer): „Wir haben uns schwer getan, ins Spiel zu kommen. Am Ende haben wir bei unseren Kontern den Gegner am Leben gehalten, weil wir nicht das zweite Tor gemacht haben.“

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Die "Roten" spielten anfangs überzeugend, am Ende standen sie jedoch mit leeren Händen dar. Die 0:1-Niederlage gegen Hoffenheim offenbarte wieder einmal die eklatante Schwäche von Hannover 96: die fehlende Durchschlagskraft vor dem Tor. Nach 16 Spieltagen hat 96 deshalb die Bilanz eines Absteigers - meint Heiko Rehberg.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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