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Wird Sané gegen Berlin überhaupt gebraucht?

Hannover 96 Wird Sané gegen Berlin überhaupt gebraucht?

Wohin mit Salif Sané? 96-Trainer Daniel Stendel muss entscheiden, ob er den Senegalesen am Sonntag gegen Union Berlin aufstellt oder ihn auf die Bank setzt. Der Coach deutet zumindest an, dass er sein zuletzt erfolgreiches Team nicht verändern wird. 

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Der Defensivspieler Salif Sané könnte nach seiner Sperre in Berlin wieder spielen

Quelle: Sielski

Hannover. Es ist schon eine kuriose Situation, die sich in den vergangenen Tagen beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 entwickelt und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat. Nach drei Siegen in Folge kletterte 96 auf den zweiten Platz, kassierte in diesen Spielen kein Gegentor und präsentierte sich dabei sehr abgeklärt. Das sind normalerweise ausreichend Gesprächsthemen, doch bei den Fans steht vor dem Spiel am Sonntag bei Union Berlin (13.30 Uhr) ein Profi im Mittelpunkt, der am Aufschwung der „Roten“ in den vergangenen Wochen gänzlich unbeteiligt war: Salif Sané.

Nach seiner Roten Karte aus dem Spiel gegen Dynamo Dresden vor einem Monat dürfte der Senegalese gegen Berlin wieder spielen. Aber soll er auch? Muss 96-Trainer Daniel Stendel den besten 96-Profi gegen Union von Beginn an aufstellen, oder sollte er die zuletzt erfolgreiche Mannschaft unverändert lassen? Und falls sich Stendel für Sané entscheiden sollte: Wo stellt er ihn auf?

Stendel hat ein Luxusproblem

Wie Stendel sein Luxusproblem lösen will, verriet der 42-Jährige am Freitag noch nicht. „Wenn man dreimal in Folge zu null gewinnt, dann ist das ein Pfund, mit dem die Mannschaft, die in diesen Spielen auf dem Platz stand, wuchern kann“, deutete der 96-Trainer an, dass er sein zuletzt erfolgreiches Team auch gegen Union nicht verändern wird. Er wolle sich noch nicht festlegen, sagte Stendel, stellte aber auch die besondere Klasse von Sané heraus. „Unter meiner Regie hat er richtig gute Spiele in der Innenverteidigung gemacht. Da gibt es wenige Profis, die das auf dem Niveau spielen können.“

Die beiden Plätze in der Abwehrzentrale sind momentan von Waldemar Anton und Stefan Strandberg besetzt. Beide zeigten zuletzt gute Leistungen und hatten großen Anteil daran, dass die Defensive wesentlich stabiler stand als zu Saisonbeginn. Auch ein Einsatz von Sané im defensiven Mittelfeld wäre eine Option, dort hat der 26-Jährige in der Bundesliga schon herausragende Spiele abgeliefert. Doch auch auf dieser Position gibt es eigentlich keinen Grund, personell etwas zu ändern. Dort räumten Kapitän Manuel Schmiedebach und Marvin Bakalorz souverän und kompromisslos ab. Auch deshalb spricht vieles dafür, dass sich Stendel treu bleibt und die Mannschaft beim Gastspiel im Union-Stadion „An der Alten Försterei“ gegenüber dem Sieg gegen St. Pauli nicht verändern wird.

Und wer spielt im Sturm?

Es wird nicht die letzte schwierige personelle Entscheidung für Stendel in dieser Saison sein. Auch im Angriff wird es in Zukunft mehr Spieler mit Ambitionen als Startelfplätze geben. Das große Talent Noah-Joel Sarenren-Bazee kehrte vor ein paar Tagen nach seiner Hüftoperation ins Training zurück, auch Uffe Bech, der genau wie Sarenren-Bazee seine Qualität schon in der Bundesliga gezeigt hat, soll bald wieder einsteigen.

Derzeit ist jedoch jeder Stürmer, der nicht verletzt oder malad ist, herzlich willkommen. Niclas Füllkrug muss mit einer Syndesmoseband-Verletzung mehrere Wochen pausieren, auch Artur Sobiech ist nach seiner Bänderdehnung im Knie immer noch nicht hundertprozentig fit, wird jedoch gegen Union trotz Schmerzen in der Startelf stehen. Babacar Gueye ist nach seiner Jochbeinverletzung zwar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, er habe jedoch „noch ein bisschen Probleme, den Ball mit dem Kopf zu spielen“ sagte Stendel. Damit fällt auch er für die Partie am Sonntag aus.

Unklar war noch, ob Martin Harnik zumindest als Joker mit nach Berlin fährt. „Sicherlich wird es keine Möglichkeit geben, dass er von Beginn an spielt. Ob er überhaupt spielen kann, werden wir spätestens nach dem Abschlusstraining entscheiden“, sagte Stendel.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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