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Hannover 96 verliert 0:2 gegen Nürnberg

Auswärtsspiel Hannover 96 verliert 0:2 gegen Nürnberg

Das war wohl nichts: Hannover 96 unterliegt dem 1. FC Nürnberg am Sonntag mit 0:2. Der Club war früh in Führung gegangen, führte nach 20 Minuten sogar mit 2:0. Spätestens als Miiko Albornoz in der 75. Minute einen Foulelfmeter für Hannover verschoss, war das Spiel für die "Roten" gelaufen. 

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Quelle: dpa/M

Am Ende wurden die Spieler von Hannover 96 von ihren Fans in die Kurve zitiert. Dort machten die mitgereisten Anhänger des Fußball-Zweitligisten den Profis im ruhigen Ton, aber sehr deutlich klar, was sie künftig von ihnen erwarten. Am wichtigsten: den Derby-Sieg am 6. November in Braunschweig – und auf keinen Fall noch einmal eine solche Leistung wie am Sonntag. Denn da blieben die „Roten“ nahezu alles schuldig, enttäuschten auf der ganzen Linie und verloren völlig verdient mit 0:2 beim 1. FC Nürnberg.

Hannover 96 musste am Sonntag (23. Oktober 2016) beim 1. FC Nürnberg ran. Am Ende unterlagen die "Roten" dem Club mit 0:2.

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Es passte irgendwie zu diesem schlimmen Auftritt, dass 96 nicht einmal in der Lage war, einen Elfmeter zu verwandeln. Wenn schon aus dem Spiel heraus wenig bis nichts klappt, sollte man wenigstens solche Gelegenheiten nutzen. Und es passte genauso, dass es Miiko Albornoz war, der mit seinem Strafstoß an FCN-Torwart Thorsten Kirschbaum scheiterte. Der Chilene war vorher oft genug orientierungslos auf dem Platz herumgeirrt. „Miiko und Artur Sobiech waren vorgesehen“, sagte 96-Trainer Daniel Stendel. „Da Artur nicht mehr dabei war, sollte es Miiko machen.“

So vergab 96 in der 73. Minute die große Chance, mit dem Anschlusstor doch noch ins Spiel zu kommen und zumindest einen Punkt aus Nürnberg mitzubringen. Und wer weiß, was noch möglich gewesen wäre für 96?! Doch es blieb beim 0:2, das schon nach 21 Minuten Bestand hatte.

Diese Nürnberger Führung war aber nicht etwa das Ergebnis erfrischenden Angriffsfußballs oder einer spielerischen Überlegenheit des „Club“. Kampf, Härte und eine gute Einstellung reichten den Franken, weil von den „Roten“ nichts kam und sie zudem bei beiden Gegentoren kräftig mithalfen.

Beim 0:1 in der 4. Minute patzte Torwart Samuel Sahin-Radlinger, der sein erstes Punktspiel für 96 absolvierte. Er ließ den Ball abprallen – Tim Matavz schoss ein. „Beim Warmmachen habe ich zehn solche Bälle locker festgehalten. Das darf mir nicht passieren. An der Nervosität lag es jedenfalls nicht. Ich bin ja keine 18 mehr“, sagte Sahin-Radlinger.

Da hatte seine Mannschaft noch 86 Minuten Zeit gehabt, den Fauxpas ihrer Nummer 1 zu korrigieren. Stattdessen verlor Spielmacher Sebastian Maier wenig später den Ball an der Mittellinie, ging Abwehrchef Stefans Strandberg unglücklich in den Zweikampf und passte Innenverteidiger Waldemar Anton in der Mitte nicht auf – Guido Burgstaller köpfte ein, und schon stand es 0:2 (21.).

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Klar verloren, noch dazu schlecht gespielt: Hannover 96 ist nach der Niederlage in Nürnberg auf Platz 5 abgerutscht. Was muss sich ändern?

Eine passende Antwort der Hannoveraner gab es nicht. Eine einzige herausgespielte Chance, mit der der nach der Pause eingewechselte Martin Harnik an Torwart Kirschbaum scheiterte (48.), war abgesehen von dem Strafstoß alles, was die Gäste zustande brachten. Das Offensivspiel fand nicht statt, und hinten leistete sich 96 Missgeschicke zuhauf – auch ohne, dass die Nürnberger noch zu nennenswerten Möglichkeiten kamen.

Was aus hannoverscher Sicht auch zum gestrigen Tag passte: Kapitän Manuel Schmiedebach verletzte sich beim Aufwärmen am Oberschenkel, sodass Salif Sané, der überraschend zunächst nicht für die Startelf vorgesehen war, doch noch beim Anpfiff auf dem Platz stand. „Ich habe vorher mit Salif darüber gesprochen und ihm erklärt, dass es die Mannschaft in der Zeit, als er gesperrt war, sehr ordentlich gemacht hat und wollte deshalb nicht wechseln. Er hat es auch eingesehen“, sagte Trainer Stendel.

Nach dem gestrigen Spiel aber dürften Stendel endgültig die Argumente ausgegangen sein für die Nichtnominierung des Senegalesen. Zumal Sané noch der Beste in einer schwachen 96-Mannschaft war.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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