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Hannover 96 gewinnt 1:0 gegen den KSC

2. Fußball-Bundesliga Hannover 96 gewinnt 1:0 gegen den KSC

Hannover 96 hat das Heimspiel gegen den Karlsruher SC durch ein frühes Tor von Felix Klaus gewonnen. In einem über weite Strecken schlechten Spiel war 96 zwar die bessere Mannschaft, musste am Ende aber um den Sieg bangen. 

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Hannover 96 empfängt am 6. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga den Karlsruher SC.

Quelle: dpa

Hannover. Nach sieben Minuten war gestern die meist diskutierte Frage in der HDI-Arena, wie viele Tore es denn am Ende werden. Hannover 96 hatte im Fußball-Zweitligaheimspiel gegen den Karlsruher SC einen glänzenden Start hingelegt und war durch Felix Klaus mit 1:0 in Führung gegangen. Hurra, hurra, Hannover ist wieder da, dachten nach drei sieglosen Begegnungen in Folge die meisten der 31 700 Besucher. Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Sie hatten das erste und das letzte Tor des Spiels gesehen – und einen der ganz wenigen Höhepunkte in 90 Minuten voller Kampf und Krampf.

1:0 gegen den KSC, von dem sich nach sechs Spieltagen sagen lässt, dass kein 96-Gegner vorher schwächer und harmloser war. Das wiederum sagt auch viel über die hannoversche Leistung aus an diesem frühen Abend, von dem am Ende der Saison nicht mehr als die Tatsache in Erinnerung bleiben wird, dass wenigstens das Ergebnis stimmte.

Hannovers Felix Klaus (l) und Karlsruhes Yann Rolim kämpfen um den Ball.

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Sehr treffend fasste das Geschehen Thomas Oral zusammen, der Karlsruher Trainer. Normalerweise, sagte er, sei 96 vom Potenzial her einer der großen Favoriten. „Aber an diesem Tag waren sie kein übermächtiger Gegner.“ Das war sehr gastfreundlich formuliert, wenn man bedenkt, dass Oral seiner eigenen Elf attestierte, „überhaupt nicht ins Spiel gekommen“ zu sein und auch sonst wenig entdecken konnte, was ihm gefallen hatte. Die 96-Mannschaft der ersten Wochen hätte einen solchen Gegner auseinandergenommen. Aber drei Spieltage ohne Sieg haben Wirkung gezeigt, mit Herbstbeginn haben die „Roten“ ihre Leichtigkeit verloren. Zum Glück aber nicht die Punkte.

Trainer Daniel Stendel hatte Sebastian Maier und Niclas Füllkrug, zuletzt Stammkräfte, zunächst auf die Bank verbannt. Als er nach 75 Minuten das erste Mal wechselte, brachte er nicht die erfahrenen Edgar Prib oder Martin Harnik und auch nicht Maier, sondern den jungen Mike-Steven Bähre. Es war ein Zeichen, wie unzufrieden Stendel mit dem einen oder anderen Profi in den vergangenen Wochen gewesen sein muss. Und als er hinterher erzählte, man habe sich vor der Partie viel vorgenommen bei den Themen Willen und Leidenschaft, ahnt man, was ihm zuletzt gefehlt hatte in seinem Team.

Auch der frühe Führungstreffer brachte keine Ruhe ins hannoversche Spiel. Die Mannschaft versuchte, mehr Kontrolle zu bekommen als zuletzt beim chaotischen 3:3 in Bielefeld, was auch gelang. Aber es ging dramatisch auf Kosten der spielerischen Qualität. Alles bei 96 wirkte irgendwie rumpelig, viele Pässe waren zu kurz oder zu lang, Kombinationen über mehrere Stationen gab es fast gar nicht. Und wenn doch mal eine Torchance herauskam wie in der 44. Minute für den schwachen Iver Fossum, dann wurde es ein Schüsschen.

Auch nach der Pause änderte sich daran nicht viel, mehr Möglichkeiten gab es erst, als die Karlsruher mit ihren begrenzten Möglichkeiten zumindest versuchten, zum Ausgleich zu kommen. Dabei konnten die Gäste allerdings nicht verbergen, warum ihnen vorher erst zwei Saisontreffer gelungen waren.

„Wir haben zum Anfang alles dafür getan, dass Hannover zum Tor kommt“, sagte KSC-Trainer Oral. Zumindest auf dieses freundliche Entgegenkommen verzichtete 96 umgekehrt. Ein kurzes Zittern bei einer Chance für den früheren Hannoveraner Moritz Stoppelkamp in der Nachspielzeit, dann war das 1:0 unter Dach und Fach. Nicht schön, aber wichtig.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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