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96 geht mit Volldampf in die heiße Phase

Training 96 geht mit Volldampf in die heiße Phase

Der Kampf um die Plätze in der Stammelf ist voll entbrannt: Die Profis von Hannover 96 hängten sich im Training voll rein – mit Folgen. Torwart Samuel Sahin-Radlinger verletzte sich am Kinn, erhielt einen blauen Verband und musste genäht werden.

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In der Zange: Manuel Schmiedebach wird von Mike-Steven Bähre (links) und Martin Harnik (rechts) bedrängt.

Quelle: Sielski

Hannover. Es geht zur Sache bei Hannover 96. Die Fußballer schonten sich Donnerstag trotz der sommerlichen und schweißtreibenden Temperaturen nicht während der morgendlichen Trainingseinheit auf der Mehrkampfanlage. Sie zeigten Einsatz wie im Wettkampf - und dabei kam es im Eifer des Gefechts sogar zu einem kleinen Unfall.

Nach einem heftigen Zusammenprall mit Neuzugang Niclas Füllkrug musste Torwart Samuel Sahin-Radlinger behandelt werden. Er bekam einen Verband um den Kopf.

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Stürmer-Neuverpflichtung Niclas Füllkrug versuchte noch, an den Ball zu kommen. Dabei geriet sein Fuß aber in Kontakt mit dem Kinn von Samuel Sahin-Radlinger, weil der Torwart auch nicht kampflos das Leder passieren lassen wollte. Die Folge: Sahin-Radlinger erlitt eine blutende Wunde am Kinn und wurde noch auf dem Trainingsgelände mit einem blauen Turban versehen. „Er kam anschließend ins Friederikenstift, dort wurde die Wunde mit sechs Stichen genäht“, sagte 96-Sprecher Christoph Heckmann. „Samuel hat anschließend mit der Mannschaft zu Mittag gegessen, es geht ihm so weit gut.“ Heckmann ergänzte, dass es keine Schuldzuweisungen aufseiten der Beteiligten gab.

Diese Intensität hängt mit dem Programm von 96 zusammen, die Mannschaft soll immerhin in zwei Wochen fit für den Zweitligastart sein. „Es war die letzte Chance zu belasten“, sagte Trainer Daniel Stendel und beugte damit auch Mutmaßungen vor, er reagiere auf die 0:1-Niederlage im nicht öffentlichen Test gegen den Drittligisten VfL Osnabrück in Barsinghausen. Vielmehr bleibt wenig Zeit für hohe Übungsbelastungen, weil jetzt die heiße Testphase beginnt. Sonnabend (15 Uhr) spielen die „Roten“ schon wieder bei einem Club aus der 3. Liga, dem Halleschen FC. Dann geht es im Dreitagerhythmus weiter: am Mittwoch in Halberstadt (18.30 Uhr) gegen den Ligakonkurrenten FC Erzgebirge Aue und am Sonnabend bei Norwich City aus der zweithöchsten englischen Spielklasse.

In den Trainingsformen vier gegen vier und fünf gegen fünf gab es auch Donnerstag wieder Profis, die besonders auf sich aufmerksam machten. Salif Sané zeigte mit seiner Zweikampfstärke und Präsenz, wie wichtig er als „Sechser“ für 96 ist. Der Norweger Iver Fossum und auch Felix Klaus fielen ebenfalls auf. Bemerkenswert ist, mit wie viel Selbstvertrauen der 23-jährige Klaus um einen Platz auf der Außenbahn kämpft. Seine Körpersprache ist ganz anders als noch in der Vorsaison unter den Trainern Michael Frontzeck und Thomas Schaaf.

Einsatzfreudig gab sich auch der Neuzugang aus Frankreich, Babacar Guèye, der zu den zahlreichen Kandidaten auf einen Platz in der 96-Offensivabteilung zählt. Die Handblessur aus dem Spiel in Barsinghausen merkte man dem 21-Jährigen gestern nicht an. Miiko Albornoz dagegen machte Einzeltraining, er war in Barsinghausen umgeknickt und hatte sich am rechten Knöchel verletzt.

Besonders gefordert war Physiotherapeut Jens Vergers am Rande des Fußballfeldes. Er musste zwei jungen Frauen mit Kreislaufproblemen helfen - beiden ging es nach kurzer Behandlung wieder besser. Dem Publikum schien das Gastspiel des Hochsommers doch mehr zuzusetzen als den Profis.

Von Dieter Kösel und Carsten Schmidt

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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