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Sie haben ihre Hausaufgaben erledigt

Transfers von Hannover 96 Sie haben ihre Hausaufgaben erledigt

Die sechs bisherigen Neuzugänge von Hannover haben insgesamt knapp 12 Millionen Euro gekostet. Ob sich die "Roten" sportlich verstärkt haben, wird sich erst nach einigen Spieltagen zeigen. Das bisherige Gefühl sagt: Das sieht eigentlich alles ganz gut aus!

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Sportdirektor Dirk Dufner (links) und Trainer Michael Frontzeck hoffen, dass die Neuzugänge bei Hannover 96 einschlagen.

Quelle: Joachim Sielski

Hannover. Wenn der Vertrag von Stürmer Mevlüt Erdinc beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 endlich unterschrieben ist – Vollzug konnte auch gestern noch nicht vermeldet werden –, wird sich Dirk Dufner erst einmal zufrieden zurücklehnen können. Der Sportdirektor hat dann für knapp 12 Millionen Euro sechs Neuzugänge eingekauft und 13,5 Millionen Euro Transfereinnahmen (für Joselu, Lars Stindl und Leonardo Bittencourt) verbucht – zumindest wirtschaftlich kann sich diese Bilanz sehen lassen. Und sportlich? Wie stark sind die neuen „Roten“, wenn mit dem türkischen Nationalspieler vom französischen Erstligisten AS St.-Etienne auch die letzte freie Planstelle im Angriff mit großer Wahrscheinlichkeit besetzt ist?

Diese Transfers hat Hannover 96 zur Saison 2015/2016 getätigt.

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Eine seriöse Antwort auf die Frage, die die Fans am meisten beschäftigt, wird es nicht vor dem fünften oder sechsten Spieltag geben. Bis dahin ist alles Gefühlssache, und das bisherige Gefühl sagt: Das sieht eigentlich alles ganz gut aus!
Trotzdem ist Vorsicht geboten: Vor einem Jahr galt der Spanier Joselu als absoluter Glücksgriff, auch Hiroshi Kiyotake schien die perfekte Verstärkung. Joselu jedoch spielte nur eine starke Hinrunde und wurde nach der Winterpause mit jedem Spieltag mehr zum Ärgernis; Kiyotake zeigte seine Klasse sporadisch, zum Glück für 96 vor allem im Schlussspurt der Saison.

Erst einmal aber scheint Dufner fast alles richtig gemacht zu haben mit seinen Transfers und darf sich nicht nur wie gewohnt vom Boulevard auf die Schulter klopfen lassen. Auch 96-Clubchef Martin Kind kann zufrieden sein. Die 96-Gesellschafter hatten mehrheitlich für eine Entlassung des Sportdirektors plädiert, mehr aus Trotz als aus Überzeugung hielt Kind an Dufner fest – und ist jetzt des Lobes voll für den auch von ihm in der vergangenen Saison wiederholt kritisierten 47-Jährigen.

Erdinc bringt am meisten Erfahrung mit

Mit Erdinc, der auch einen französischen Pass besitzt, hat 96 im Vergleich zu den anderen neuen Feldspielern einen erfahrenen Profi verpflichtet: Bei der Europameisterschaft 2008 gehörte er zur türkischen Mannschaft, die im Halbfinale in Basel mit 2:3 an Deutschland scheiterte. Mit 28 Jahren ist er älter als seine drei Konkurrenten im Sturm: Charlison Benschop ist 25, Artur Sobiech 25, Kenan Karaman 21.

„Er wird der neue Joselu“, titelte „Bild Online“ über 
Erdinc. Würde er der neue Joselu, hätte 96 freilich ein Problem, und deshalb ist zu hoffen, dass der vom „kicker“ als „Energiepaket“ bezeichnete 1,81 Meter große Profi für mehr Schwung im Angriff sorgen wird als der Spanier.

96-Trainer Michael Frontzeck hatte in den fünf Spielen unter seiner Regie in der vergangenen Saison im Angriff auf einen spielenden Stürmer gesetzt (zuletzt meist Jimmy Briand, der den Club verlassen hat), der Unterstützung aus einem offensiven Mittelfeld bekommt. Auch deshalb hat sich 96 auf den Außenbahnen mit Felix Klaus und Uffe Bech gezielt verstärkt. Sieht alles nach einem Plan aus. Jetzt muss er nur noch aufgehen.

Von Christian Purbs
 und Heiko Rehberg

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