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Wohin des Weges?

Hannover 96 Wohin des Weges?

Die „Roten“ besinnen sich nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen auf ihre Stärken. Fünf Spiele hat Hannover 96 noch bis zur Winterpause in der Fußball-Bundesliga – wir wagen einen Blick nach vorn.

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Warm anziehen fürs Hinrundenfinale? Die 96er Jimmy Briand (links) und Hiroshi Kiyotake können in den letzten fünf Spielen den Platz in der Spitzengruppe festigen. Foto: zur Nieden

Quelle: Ulrich zur Nieden

Hannover. Der Blick wurde umgehend nach vorn gerichtet. Die Niederlage sorgte zwar für Ernüchterung, besonders die Art und Weise. Bayer Leverkusen war einfach besser gewesen. Die Spieler von Hannover 96 hatten auch kurz darüber nachgedacht, was dieses Spiel für sie bedeuten könnte. Doch nicht allzu lange. Schnell waren sie dabei, sich auf ihre eigenen Stärken zu besinnen und die nächsten Gegner in Augenschein zu nehmen. Gegner, gegen die man sich nicht von dem eingeschlagenen Weg abbringen lassen will. „Mit Hoffenheim und Wolfsburg warten schwierige Aufgaben auf uns“, sagte Nationaltorwart Ron-Robert Zieler, „aber uns ist klar, dass auch gegen sie was möglich ist.“

Auch auf den Rängen war eifrig diskutiert worden. Einhellige Meinung war: 96 ist kein typischer Tabellenfünfter, hat nicht die Qualität eines Top-5-Klubs. Aber: Es ist dennoch einiges machbar für die „Roten“. Als Beispiel galt immer wieder die Saison 2010/2011, in die 96 als ein Team gegangen war, das gerade so den Abstieg abgewendet hatte. Und dann war die Mannschaft des damaligen Trainers Mirko Slomka marschiert, wurde am Ende Vierter und gab damit den Startschuss für wunderschöne Europa-League-Erlebnisse. Wer erinnert sich nicht?

Jetzt, dreieinhalb Jahre später, sind die Hannoveraner einige Schritte weiter. Der Klassenerhalt ist längst nicht mehr das vorherrschende Thema. Und auch wenn das offizielle Ziel „einstelliger Tabellenplatz“ lautet, so wird doch mehr erwartet. Und auch Klubchef Martin Kind hat aufgrund der hohen Investitionen (elf Millionen Euro) mehrfach öffentlich von einem internationalen Platz gesprochen. Trotz der Niederlage gegen Leverkusen sind die „Roten“ auf einem guten, sehr guten Weg sogar. Und das Restprogramm bis zur Winterpause klingt nicht so, als sollten sie von diesem Weg abkommen.

1899 Hoffenheim - 96 (Sbd., 18.30 Uhr)

Neun Spiele lang war 1899 zu Saisonbeginn ungeschlagen. Doch zuletzt gab es einen Einbruch: Nach drei Niederlagen mit elf Gegentoren sind die Kraichgauer in der Tabelle bis auf den 8. Platz abgerutscht - trotz toller Offensivspieler wie Roberto Firmino und Kevin Volland.

Unser Tipp: Sechsmal waren die „Roten“ bislang in Sinsheim, mehr als zwei Unentschieden kamen dabei nicht heraus. Und auch diesmal müsste schon alles passen, damit es endlich mit dem ersten Auswärtssieg klappt.

96 - VfL Wolfsburg (6. Dezember)

Der VfL ist endlich dabei, sein großes Potenzial abzurufen. Trainer Dieter Hecking ist es gelungen, eine intakte Mannschaft zu formen, aus der ein Spieler wie Kevin de Bruyne heraussticht. Ein herausragender Stürmer fehlt den „Wölfen“ allerdings.

Unser Tipp: Hecking hat in seiner Zeit bei 96 lange klasse Arbeit geleistet. Aber als gegnerischer Trainer ist Hannover kein gutes Pflaster für ihn. Gefühlt hat er jedes Spiel in der Arena am Maschsee verloren. Egal, mit welchem Klub er kam.

Werder Bremen - 96 (13. Dezember)

Die Hanseaten sind noch dabei, sich in der Nach-Robin-Dutt-Zeit zu finden. Neu-Trainer Viktor Skripnik hat schon einiges bewirkt. Aber die Qualität an der Weser ist äußerst gering.

Unser Tipp: In jüngster Zeit fährt 96 regelmäßig als Favorit nach Bremen, viel zu holen gab es für die „Roten“ aber nicht. Der letzte und einzige Sieg liegt bereits elfeinhalb Jahre zurück (2:1 am 22. März 2003, beide 96-Tore schoss Fredi Bobic). Es ist also mal wieder Zeit.

96 - FC Augsburg (16. Dezember)

Die Schwaben haben unter Trainer Markus Weinzierl eine große Stärke: Sie gewinnen gegen die sogenannten Gegner auf Augenhöhe. Während es gegen die Spitzenklubs in dieser Saison regelmäßig Niederlagen gab, siegte der FC gegen Frankfurt, Bremen, Berlin, Freiburg, Paderborn und Stuttgart - und findet sich derzeit auf Platz 6 wieder.

Unser Tipp: 96 muss zeigen, dass der Klub tatsächlich zu den Topklubs gehört. Dann ist gegen die Augsburger, gegen die die Hannoveraner daheim in der 1. Liga noch nie verloren haben (zwei Siege, ein Remis), auch diesmal etwas drin.

SC Freiburg - 96 (21. Dezember)

Die Breisgauer sind ein Phänomen. Seit Jahren stehen sie vor einer Saison auf der Liste der potenziellen Abstiegskandidaten, weil sie stets gleich mehrere starke Spieler abgeben mussten. Trainer Christian Streich schafft es aber immer wieder, mit neuen Talenten wettbewerbsfähig zu sein. So auch dieses Jahr.

Unser Tipp: Die „Roten“ haben eindeutig die bessere Mannschaft. Aber das hatten sie in den vergangenen beiden Jahren auch; am Ende setzte es jedoch Niederlagen, weil die Freiburger bissiger waren. Das kann und muss sich ändern.

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