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Schön ist nur die Kulisse

Hannover 96 spielt 0:0 gegen Hull City Schön ist nur die Kulisse

Hannover 96 ist im Testspiel gegen den englischen Zweitligisten Hull City nicht über ein 0:0 hinaus gekommen. In der Alois-Latini-Arena im österreichischen Zell am See sahen die Zuschauer eine schwache Partie ohne Tempo und Spielwitz.

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Die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck wirkte müde.

Quelle: Petrow

Zell am See. Da lief herzlich wenig zusammen. Und wenn Christian Schulz irgendwann an seine erste Partie als Kapitän der „Roten“ zurückdenken wird, dann wird er mit Sicherheit wenig gute Erinnerungen an das Testspiel gegen den englischen Zweitligisten Hull City haben, das 0:0 endete. Zum einen bot sein Team von Hannover 96 eine ganz, ganz schwache Leistung. Zum anderen musste er zur Halbzeit aufgrund Verletzung am seitlichen Oberschenkel ausgewechselt werden. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, so hieß es hinterher.

Woran er sich vielleicht gerne erinnern wird, ist die fast malerische Kulisse um die Alois-Latini-Arena in Zell am See. Daran konnte man sich kaum sattsehen, aber die Schönheiten der Natur mit den hohen Bergen konnten das mäßige Niveau der Partie allerdings nicht verhindern. Es war – mit Verlaub – ziemlich langweilig und einfallslos, was die „Roten“ boten. Trainer Michael Frontzeck zeigte sich letztlich dennoch zufrieden. „Ein guter Test gegen eine gute Mannschaft. Wir hätten den Sieg verdient gehabt “, sagte er. „Hinten haben wir wenig zugelassen. Nach vorne fehlte jedoch der Zug zum Tor.“

Frontzeck hatte eine Mannschaft aufgeboten, die genau in dieser Besetzung ins erste Pflichtspiel am 9. August, die Pokalpartie bei Hessen Kassel, gehen könnte (Abwehrspieler Marcelo und Neuzugang Charlison Benschop sind dann gesperrt). Doch diesen Anspruch blieb die Mannschaft schuldig. Sie wirkte müde und war behäbig im Aufbauspiel. Das Laufpensum hielt sich in recht überschaubaren Grenzen, Sprints oder packende Zweikämpfe waren eine Rarität. Vom schnellen Umschaltspiel, das Frontzeck auch in Österreich ständig trainieren lässt und das er von seinem Team fordert, war wenig zu sehen.

Hannover 96 ist im Test gegen den englischen Zweitligisten Hull City nicht über ein 0:0 hinaus gekommen. In der Alois-Latini-Arena im österreichischen Zell am See sahen die Zuschauer eine schwache Partie ohne Tempo und Spielwitz.

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Dabei hatte der 96-Coach die Intensität der Einheiten nach dem Freitagnachmittag-Training deutlich zurückgeschraubt; geholfen hat es nicht. 96 kann sich vielmehr bei Ron-Robert Zieler bedanken, dass der Test gegen Hull nicht gar verloren ging. Der Nationaltorwart reagierte zweimal überragend. Einmal wischte er den Ball gerade noch so von der Linie nach einem Schuss von David Meyer (35. Minute). Und dann boxte er den Ball aus dem Torwinkel, als Sone Aluko abgezogen hatte (46.).

96 hatte vor der Pause zwei Möglichkeiten; einmal schoss Neuzugang Uffe Bech nach einem Pass von Manuel Schmiedebach über das Tor (13.), einmal reagierte Hull-Keeper Allan McGregor großartig nach einem Schuss von Kenan Karaman (42.), der insgesamt aus seiner Rolle hinter den Spitzen viel zu wenig machte.

Nach dem Wechsel waren die „Roten“ etwas engagierter, sie wirkten zumindest bemüht. Auch Neuzugang Mevlüt Erdinc, der vor der Pause ein Totalausfall war, hatte da zumindest zwei Torabschlüsse; Torgefahr aber strahlte er nicht aus. Und auch der andere Neuzugang, Felix Klaus, wirkte jetzt zielstrebiger und hatte zwei gute Versuche (70., 75.). Aus dem Spiel heraus aber passierte kaum etwas. Es bleibt noch eine Menge zu tun.

Hannover 96 spielte mit dieser Aufstellung: Zieler – Sakai, Felipe, Schulz (46. Anton), Prib – Sané, Schmiedebach (78. Hirsch) – Klaus, Karaman, Bech (78. Sarenren-Bazee) – Erdinc (70. Benschop).

Bei herrlichem Sonnenschein absolvierten die „Roten“ am Sonntagmorgen ihr Trainingsprogramm in Saalfelden. Von dem Unwetter mit Sturm, Gewitter und heftigen regen am Nachmittag des Vortags war nicht mehr zu spüren.

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