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So will Stendel in der nächsten Saison stürmen

Hannover 96 im Trainingslager So will Stendel in der nächsten Saison stürmen

Mit zwei Spitzen und viel Druck: Im Trainingslager auf Norderney studiert Hannover-96-Trainer Daniel Stendel seine Sturm-Taktik ein. Seine Ansage an die Konkurrenz aus der 2. Liga: „Wir sind darauf ausgelegt, dass wir Tore schießen wollen.“

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Will auch in der zweiten Liga jubeln: Stürmer Babacar Gueye

Quelle: Florian Petrow

Norderney. Die heftige Brise begleitete die Mannschaft von Hannover 96 nun über eine Woche lang auf der Trainingslager-Insel Norderney. Es soll ein frischer Wind sein, den die „Roten“ nach Hannover und für die kommende Saison in der 2. Fußball-Bundesliga mitnehmen. Trainer Daniel Stendel plant eine Offensiv-Saison mit einer Mannschaft, die angreift und den Gegner dominiert. Damit das auch funktioniert, wenn die Gegner Kaiserslautern, Fürth und Nürnberg heißen, machte Stendel aus den sechs Tagen auf Norderney ein Sturm-Trainingslager. Seine Ansage an die Konkurrenz aus der 2. Liga: „Wir sind darauf ausgelegt, dass wir Tore schießen wollen.“

Ob der Kader ausreichend Kraft hat, um Tore gegen starke Gegner zu erzielen? Stendel fehlt dazu noch der Baustein Niclas Füllkrug. Doch die „Roten“ kommen im Ablösepoker mit Nürnberg nicht entscheidend weiter. Hannover möchte knapp 2 Millionen Euro ausgeben, Nürnberg will jedoch nicht weniger als 3 Millionen einnehmen. Jetzt macht Stendel noch mal Dampf bei der Personalie Füllkrug. „Spieler, die uns weiterhelfen sollen, sollten möglichst schon dabei sein bei den Dingen, die wir uns erarbeiten“, sagte der Trainer und fügte hinzu: „Aber wir können es halt nicht ändern.“ Er hofft, dass seine Mannschaft den Stendel-Stil so verinnerlicht hat, „dass wir es dann auf denjenigen projizieren“.

Die Zeit läuft im Füllkrug-Poker aber nicht unbedingt für 96. Das weiß auch Martin Bader. „Solange nicht eine Seite sagt: ,Das wird nix’, sehe ich das grundsätzlich positiv. Wir reden viel“, sagte gestern der 96-Geschäftsführer, der direkt mit Nürnberg-Vorstand Andreas Bornemann über einen möglichen Wechsel von Füllkrug nach Hannover verhandelt.

Erst einmal bleibt es bei den vier Stürmern, die Stendel im Kader hat, von denen er für seine stürmische Taktik allein zwei für die Startelf braucht. „Die Grundidee ist so ausgelegt, dass wir mit zwei Spitzen spielen“, sagt er. Artur Sobiech und Kenan Karaman sind erste Wahl. Karaman gehört zu den positiven Erscheinungen des Trainingslagers. Dazu zählt auch Charlison Benschop, der laut Stendel „gefühlt nie so fit war in Hannover“. Stürmer Nummer vier ist Babacar Gueye, der „noch Zeit braucht, um sich an das Tempo zu gewöhnen“, so der 96-Coach.

Alternativ zu einer Aufstellung mit zwei Spitzen könnte Stendel auch eine Variante „mit einem Zehner und mit drei Spitzen“. Für ihn „sind Außenspieler auch Stürmer und keine Mittelfeldspieler, wir werden grundsätzlich mehr als einen Stürmer auf den Platz bringen“. Auch Füllkrug könnte zum Beispiel als Spitze anfangen oder über außen kommen.

Stendel probierte für seine Sturm-Taktik bisher drei Systeme aus: 4-4-2 ohne Regisseur (also auch ohne Sebastian Maier), 4-3-3 und das neue 3-5-2 mit der Dreierkette in der Abwehr, einem kreativen Mittelfelddreieck im Zentrum und offensiv begabten Außenspielern.

In der Theorie hat Stendel auf Norderney alles durchgespielt und im Training getestet. In der Praxis muss sich noch zeigen, wie umwerfend der 96-Sturm wirklich ist.

Von Dirk Tietenberg

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Stürmer-Verpflichtung
Ein Stürmer mit Durchsetzungskraft: Martin Harnik (oberes Bild, rechts) behauptet während des EM-Vorrundenspiels der Österreicher gegen den späteren Europameister Portugal den Ball im Duell mit Ricardo Carvalho. In den Zweitliga-Spielen von Hannover 96 trägt der Stürmer die Nummer 14 (links) - so viele Treffer gelangen ihm im Nationaldress.  Fotos: dpa, Droese

Es ist die große Überraschung von Hannover 96 in dieser Sommerpause gewesen: Bei der Präsentation von Niclas Füllkrug stellten die "Roten" auch Martin Harnik vor. Nun ist 96 im Sturm üppig besetzt. Warum also haben Martin Bader und Christian Möckel auch Harnik verpflichtet?

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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