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Hannover 96 ist Spitzenreiter für 48 Minuten

Traumstart in die Saison Hannover 96 ist Spitzenreiter für 48 Minuten

Hannover 96 wiederholt durch das 2:1 in Nürnberg den Traumstart der Vorsaison – und setzt noch einen drauf: Die „Roten“ waren am Sonnabend Spitzenreiter für 48 Minuten.

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Nahkampf: Mohammed Abdellaoue (links) drückt den Ball zum 1:0 an Torhüter Raphael Schäfer vorbei.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Hannover. Über den Sinn von Blitztabellen lässt sich trefflich streiten. Wenn es am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga um Meisterschaft und Abstieg geht, dann hat die Blitztabelle, in der die aktuellen Zwischenstände der Spiele in eine Tabelle umgerechnet werden, einen Informations- und Unterhaltungswert. Es gibt jedoch Ausnahmen. Für die 96-Fans lohnte sich am Sonnabendnachmittag ein Blick auf diese Statistik allemal, denn was sie da zu sehen bekamen, war etwas ganz Besonderes: Hannover 96 war Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Durch die Tore von Mohammed Abdelloue (16. Minute) und den verwandelten Strafstoß von Konstantin Rausch (27.) im Spiel beim 1. FC Nürnberg eroberten die „Roten“ den Spitzenplatz der Liga. Daran änderte auch der Anschlusstreffer durch den FCN-Stürmer Tomas Pekhart (56.) zum 2:1-Endstand nichts, erst als Marcel Risse in Freiburg die Führung für Mainz 05 gelang, rutschten die „Roten“ auf Platz 2. Kleiner Trost: Da steht 96 nach dem Abschluss des 2. Spieltages immer noch.

Zum Ausschneiden oder für den Druck auf T-Shirts taugt das noch nicht, vielleicht lässt sich damit vor dem Europapokalspiel am Donnerstag ein bisschen Eindruck beim FC Sevilla schinden. 96 als 48-Minuten-Tabellenfüher, das ist nicht mehr als eine kleine, nette Geschichte am Rande des 2. Spieltages, der so ganz nach dem Geschmack der „Roten“ verlief.

Zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte, 4:2 Tore – das kommt einem bekannt vor. Genau wie in der vergangenen Saison erwischte die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka durch den 2:1-Erfolg beim 1. FC Nürnberg wieder einen Traumstart in die Saison, vor einem Jahr gab es zum Auftakt jeweils ein 2:1 gegen Frankfurt und bei Schalke 04. Und es sind auch die gleichen Eigenschaften, die 96 so erfolgreich machen. Allen voran die Effektivität. Viel mehr als zwei gefährliche Szenen hatten die „Roten“ in Nürnberg nicht zu bieten, doch das reicht, wenn die Chancen genutzt werden. Das erste 96-Tor in dieser Saison aus dem Spiel heraus war zudem schön von Manuel Schmiedebach und Sofian Chahed herausgespielt, Abdellaoue musste aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten. Und Rausch zeigte beim 2:0, dass 96 einen weiteren sicheren und selbstbewussten Elfmeterschützen hat. „Ein Schuss, ein Tor, Hannover“, sangen die mitgereisten Fans, „Club“-Trainer Dieter Hecking sprach später von einem „Lehrbeispiel von 96, wie man effektiv und effizient spielt“.

Auswärtssieg für die „Roten“: Hannover 96 hat am Samstag den 1. FC Nürnberg mit 2:1 besiegt.

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Nach der Pause schossen die „Roten“ nicht einmal aufs FCN-Tor und gerieten gegen die ungestüm angreifenden Gastgeber zeitweise enorm unter Druck. Das rief Mirko Slomka auf den Plan. „Wir haben in der 2. Halbzeit nur noch dagegengehalten und es nicht geschafft, den Ball vorne zu sichern und Konter zu fahren“, sagte der 96-Trainer. Viele ihrer Qualitäten konnte die Mannschaft über die Sommerpause in die neue Saison retten, das Kreieren von Torchancen durch schnelles Umschalten nach Balleroberung funktioniert bislang noch nicht so gut.

Trotz der kleinen Mängel strahlt die Mannschaft schon wieder viel Selbstvertrauen aus. Das ist eine gute Basis für den Vergleich mit dem FC Sevilla, der 96 noch einmal einen kräftigen Schub geben kann. Dass die Mannschaft bereit ist für das große Duell, hat sie eindrucksvoll bewiesen.

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