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Hannover 96 vor dem Bundesliga-Start Noch Fragen?

Hannover 96 ist bereit für den Start in die Bundesliga. Die Startelf der „Roten“ gegen Schalke 04 scheint bereits beschlossene Sache. Nur hinten rechts ist noch eine Überraschung drin.

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Verlässlichkeit ist ihm wichtiger als der Überraschungseffekt: 96-Trainer Tayfun Korkut.

Quelle: Treblin

Hannover. Joachim Löw ist bekannt dafür, dass er bei seiner Startelf immer für eine Überraschung gut ist. Beim Fußball-Bundestrainer müssen Spieler und Fans immer damit rechnen, dass er sich etwas ausdenkt, auf das vorher nicht viel hingedeutet hat. Das WM-Viertelfinale der deutschen Nationalmannschaft in Rio gegen Frankreich (1:0) war in dieser Hinsicht ein typisches Löw-Spiel, als er auch zur Überraschung von Per Mertesacker die Innenverteidigung umbaute, den früheren 96-Profi auf die Bank setzte und Mats Hummels und Jérôme Boateng als Abwehrduo auflaufen ließ.

Tayfun Korkut, der Trainer des Bundesligisten Hannover 96, hat mit Harun Arslan denselben Berater wie Löw. Aber Korkut – zumindest bis jetzt – ist ein Trainer, der auf eine eingespielte Formation setzt. Verlässlichkeit ist ihm wichtiger als der Überraschungseffekt, was nicht bedeutet, dass es bei ihm keinen Aha-Effekt in der Aufstellung geben kann. Die Beförderung von Kapitän Lars Stindl von rechts ins offensive Zentrum war ein solcher Moment.

Vor dem Bundesligastart am Sonnabend (15.30 Uhr) gegen Schalke 04 scheinen Überraschungen in der Startelf von Hannover 96 unwahrscheinlich. Während es bei anderen Klubs, auch beim ersten Gegner, noch viele Fragezeichen gibt, scheint Korkut seine erste Elf bereits gefunden zu haben. Und die dürfte identisch sein mit der Elf, die beim Pokalsieg gegen Astoria Walldorf (3:1) zu Beginn auf dem Platz stand. Höchstens auf einer Position könnte es noch eine Veränderung geben – wenn Korkut nicht doch noch den Löw spielt ...

Klein, groß, schwer und mehr: Wir haben jenseits von Ballbesitz und gewonnenen Zweikämpfen ein paar Fakten zu den Bundesligaspielern von Hannover 96 zusammengestellt.

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Ein Blick auf die einzelnen Mannschaftsteile:

Tor: Wer einen Weltmeister im Tor hat, muss sich auf dieser Position nicht nur gegen Schalke keine Sorgen machen. Auch für die anderen 33 Saisonspiele gilt: Ist Ron-Robert Zieler nicht verletzt, spielt er auch, selbst wenn 96 mittlerweile mit Robert Almer einen österreichischen Nationaltorwart als Nummer 2 hat. Für Zieler dürfte es trotzdem eine spannende Saison werden, denn es gilt, seinen Platz als Nummer 3 in der Nationalelf zu verteidigen. Ralf Fährmann, Torhüter von Schalke 04, ist einer, der ihm dabei in die Quere kommen könnte.

Abwehr: Viele Experten halten die Viererkette der „Roten“ für den schwächsten Mannschaftsteil. Bei der Bundesliga-Generalprobe in Walldorf wurde sie von Hiroki Sakai, Marcelo, Christian Schulz und Christian Pander gebildet. Schulz ist Mister Zuverlässig, Pander in bestechender Form. Auch Marcelo hatte in der Vorbereitung überzeugt, sein Platzverweis gegen einen Viertligisten gibt allerdings zu denken. Gegen schnelle, wendige Stürmer werden Marcelo und Schulz in Schwierigkeiten kommen, bei hohen Bällen muss man sich wegen ihrer Kopfballstärke keine Sorgen machen. Der größte Problemfall ist rechts hinten der taktisch mitunter wirre Sakai. Mit Miiko Albornoz (der Linksverteidiger kann auch rechts) und Marius Stankevicius gibt es dort zwei Alternativen – eventuell schon gegen Schalke.

Mittelfeld: Im defensiven Bereich haben Leon Andreasen und Manuel Schmiedebach ihren Stammplatz erst einmal verteidigt, mit Ceyhun Gülselam aber einen neuen Herausforderer für die kommenden Spieltage. Leonardo Bittencourt hat in der Rückrunde der vergangenen Saison angedeutet, warum Borussia Dortmund ihn einmal geholt hat – den guten Eindruck hat er in den vergangenen Wochen bestätigt. Und Edgar Prib hat derzeit links nicht nur in puncto Fitness bessere Karten als Neuzugang Hiroshi Kiyotake. Kapitän Stindl ist in neuer Rolle längst zu dem Spieler aufgestiegen, den 96 am schwersten ersetzen könnte.

Angriff: Sein Trikot mit der Nummer 11 ist bereits das zweitbeliebteste bei den Fans (die Nummer 1 ist Stindl): Joselu hat von 2010 bis 2012 bei Real Madrid gespielt und ist vorne unumstritten, obwohl Artur Sobiech mit Testspieltoren auf sich aufmerksam gemacht hat. Ein Sturm mit Joselu und Sobiech gemeinsam ist eine Option – aber nicht gegen Schalke.

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