Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
96 muss doch noch mehr können

Nach Sieg gegen Aue 96 muss doch noch mehr können

Hannover 96 ist gegen Erzgebirge Aue ein Pflichtsieg gelungen. Der ruft aber Gefühl hervor, dass die Elf ihr Können nur sparsam einsetzt. Besonders auf einer Position ist offensichtlich, dass Trainer Daniel Stendel dafür noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden hat.

Voriger Artikel
So waren die Spieler von 96 gegen Aue in Form
Nächster Artikel
Sarenren-Bazee wird rechts stehen gelassen

Die Entscheidung: Der Ball liegt im Tor, Niclas Füllkrug freut sich über seinen ersten Punktspieltreffer für die „Roten“, Vorlagengeber Felix Klaus freut sich mit. Fotos: zur Nieden (4)

Quelle: Maike Lobback (Team zur Nieden)

Hannover. Natürlich kann man die Sache so sehen wie Daniel Stendel nach dem 2:0-Heimsieg des Fußball-Zweitligisten Hannover 96 gegen Erzgebirge Aue. „Für uns gab es nur drei Punkte zu gewinnen. Das war von vornherein klar, das war auch die Erwartung an uns. Und die drei Punkte haben wir gewonnen. Das ist das, was zählt“, sagte der 96-Trainer.

Siege sind alternativlos, niemand in Hannover wäre glücklich, wenn 96 gegen Aue grandios gespielt hätte wie Borussia Dortmund gegen Bayern München, der FC Erzgebirge aber nach 90 Minuten mit einem Auswärtssieg nach Hause gefahren wäre. Drei Punkte sind ein Argument, das alle anderen Argumente wie Brotkrümel vom Tisch fegt.

Premiere bei einem Pflichtspiel: Erstmals sind Hannover 96 und Erzgebirge Aue aufeinander getroffen.

Zur Bildergalerie

Die Profis sehen das übrigens ähnlich wie ihr Trainer. „Man kann Spiele auch mal dreckig gewinnen“, sagte Mittelfeldkämpfer Marvin Bakalorz. „Du musst Punkte holen, alles andere ist egal.“

Aber stimmt das wirklich: Ist nach Siegen wie gegen Aue alles andere egal?

13 Spieltage sind in der 2. Liga um, Hannover 96 liegt im Aufstiegsrennen dank der Punktverluste der Konkurrenz wieder aussichtsreicher als vor der Länderspielpause im Rennen. Aber der Eindruck, dass in dieser Mannschaft mehr steckt, als sie zeigt, der zieht sich bislang wie ein roter Faden durch die Saison.

So waren die Spieler von Hannover 96 gegen den FC Erzgebirge Aue in Form.

Zur Bildergalerie

Wie im Heimspiel davor gegen die Würzburger Kickers (3:1) drängt sich auch nach der Begegnung mit Aue der Gedanke auf, dass es verdammt leicht hätte schiefgehen können, wenn der Gegner ein bisschen mehr Glück gehabt hätte - oder einen Stürmer mit etwas mehr Klasse. Dreckig wären am Ende nur die Trikots der „Roten“ gewesen, wenn Aues Pascal Köpke in der 7. und 80. Minute seine beiden erstklassigen Chancen verwertet hätte.

Obwohl sie ohne Gegentor blieb, machte die hannoversche Defensive keinen sicheren Eindruck. Hinten rechts durfte mal wieder Oliver Sorg ran. Dass Stendel auf dieser Position, die auch schon Fynn Arkenberg und Waldemar Anton bekleiden durften, häufig tauscht, ist ein Eingeständnis, dass er die optimale Lösung noch nicht gefunden hat. Die Innenverteidiger Stefan Strandberg und Salif Sané mussten mangels Anspielstationen und Bewegung immer wieder Bälle hoch nach vorn kicken. Hätte Bundestrainer Joachim Löw nicht wie Sonntag bei Union Berlin gegen Stuttgart zugeschaut, sondern am Tag zuvor in Hannover, er wäre vermutlich erst einmal vor Schreck Espresso im VIP-Raum trinken gegangen.

Spielerisch entwickelt sich die Mannschaft nicht weiter, damit bleibt sie anfällig für stärkere Gegner. Zum Glück ist nach wie vor Verlass auf Standardsituationen (eine führte zum 1:0 durch Martin Harnik, 23. Minute). Und dass Niclas Füllkrug endlich trifft wie zum 2:0 (77.), könnte die Offensive weiter beleben. Nach seinem Tor trommelte Füllkrug mit beiden Händen wild auf den Rasen. Das sah aus wie einer, der gerade eine Torchance vergeben hatte. Füllkrug aber trommelte aus Freude.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kommentar zu 96

Hauptsache gewonnen. Drei Punkte gegen Erzgebirge Aue eingesammelt und außerdem noch ein paar Zähler auf die Konkurrenz im Aufstiegsrennen gut gemacht. Doch so einfach ist das Fazit nach dem Spiel nicht. Denn wie ein Aufsteiger hat Hannover 96 nicht gespielt. Ein Kommentar von Heiko Rehberg.

mehr
Mehr aus Hannover 96
Von Redakteur Heiko Rehberg

Hannover 96 trainiert am 08. Dezember 2016

Hannover 96 trainierte am 08. Dezember 2016 in der Vorbereitung auf das bevorstehende Spiel gegen den VfB Stuttgart

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr