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2013/2014: Applaus trotz Niederlage

Testspiel in der Türkei 2013/2014: Applaus trotz Niederlage

Hannover 96 hat das Testspiel während des Trainingslagers in der Türkei gegen Fenerbahce Istanbul mit 1:2 verloren. Dirk Kuit schoss in der Nachspielzeit das entscheidene Tor für den türkischen Tabellenführer. Zuvor hatte Mame Diouf für die "Roten" getroffen.

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Niederlage in Aksu: Der türkische Tabellenführer war dann doch eine Nummer zu groß für 96.

Quelle: dpa

Aksu. In der 23. Minute konnte man gestern Abend erstmals beobachten, wie es künftig aussehen könnte, das neue Offensivspiel von Hannover 96. Beginnend bei Torhüter Ron-Robert Zieler kombinierte sich der Fußball-Bunderligist im Test gegen Fenerbahce Istanbul über Marcelo und Lars Stindl innerhalb kürzester Zeit einmal über das gesamte Spielfeld.

Zwar verpasste Stürmer Artjoms Rudnevs letztlich die Flanke von Stindl knapp, doch Tayfun Korkut quittierte den schön anzusehenden Spielzug seiner Mannschaft am Spielfeldrand mit aufmunterndem Applaus. Und auch sonst sah der neue Trainer der „Roten“ in der Partie gegen den Tabellenführer der türkischen Liga einige sehr gute Ansätze. Nur zum ersten Sieg reichte es nicht: Durch einen von Steven Cherundolo verursachten Handelfmeter, den der Niederländer Dirk Kuyt sicher verwandelte, unterlag 96 in der Nachspielzeit mit 1:2.

Es sah so gut aus! Und doch verlieren die „Roten“ 1:2 beim Testspiel in Aksu.

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Vor etwa 5000 Zuschauern im Mardan-Stadion von Aksu, unter denen auch einige Kinder aus einem Waisenhaus waren, die von 96-Teammanager Thomas Westphal zu der Partie eingeladen worden waren, hatten die „Roten“ zwar zehn Minuten lang große Probleme. Doch nach der wackeligen Anfangsphase, in der Emmanuel Emenike (1.), Moussa Sow (4.) und Kuyt (7.) gleich drei Großchancen für die Gastgeber vergaben, fanden die Hannoveraner immer besser zu ihrem Spiel. Und man sah auch schon etwas mehr von Korkuts Handschrift.

Immer wieder versuchten die 96er, sich spielerisch aus Drucksituationen zu lösen, wobei Torwart Zieler häufig mit in die Lösung eingebunden wurde. Dabei wartete der Coach mit einer Neuerung auf, die man in den vergangenen Tagen schon das eine oder andere Mal im Training beobachten konnte: Jan Schlaudraff spielte als Rechtsfuß auf der linken Mittelfeldseite, Linksfuß Szabolcs Huszti dafür rechts. Mehrfach konnten die beiden Techniker so gefährlich nach innen ziehen – auch wenn der Erfolg sich zunächst noch nicht einstellen wollte.

Nur noch wenige Tage verbringt Hannover 96 im Trainingslager. Vor dem Testspiel am Donnerstag waren beim Vormittagstraining am Mittwoch erstmals alle Spieler mit dabei.

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So musste nach zwei Chancen durch Rudnevs, der eine Stunde lang gemeinsam mit Mame Diouf stürmte, eine Standardsituation den Weg zum ersten 96-Tor unter Korkut ebnen: Huszti traf mit einem 20-Meter-Freistoß die Querlatte, und Diouf staubte in der 28. Minute reaktionsschnell zur Führung für die „Roten“ ab, die kurz darauf eine unvorhergesehene dreiminütige Verschnaufpause erhielten. Weil die Fenerbahce-Anhänger auf der Gegengerade in der 35. Minute etwa 40 Bengalos zündeten, die das Stadion in dichte Rauchwolken hüllten, und sogar Böller auf den Rasen warfen, wurde die Partie für drei Minuten unterbrochen.

Als es schließlich wieder weiterging, brachten die 96er die keineswegs unverdiente Führung souverän in die Pause. Nach dem Seitenwechsel verloren sie allerdings zunehmend ihre Linie. Und vor allem – so schien es – verließ sie ein wenig die Kraft. Speziell Schlaudraff war deutlich anzumerken, wie sehr das laufintensive Spiel ihm zu schaffen machte. „Ich glaube nicht, dass es ein Kraftproblem war“, sagte Korkut nach Spielschluss. „Aber wir mussten den Spielern auch die Minuten geben, die sie brauchen.“

So übernahm Fenerbahce immer mehr das Kommando – und im Spiel nach vorne lief bei den „Roten“ kaum noch etwas. Speziell nachdem Diouf im Anschluss an den Ausgleichstreffer durch Pierre Webo (62.), der dem als Linksverteidiger aufgebotenen Christian Schulz entwischte, wegen Oberschenkelproblemen vom Feld musste, gelang es 96 kaum noch einmal, gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen. „Nach dem Ausgleich war es auch ein psychischer Effekt, dass wir das Ergebnis schützen wollten, zumal Fenerbahce auch mit Vehemenz gekommen ist“, erklärte Korkut, der mit der Auswechslung von Diouf auf ein 4-3-2-1-System mit Rudnevs als einziger Spitze umstellte.

Doch weil Cherundolo in der Nachspielzeit bei einer Ecke mit der Hand klärte, blieb es nicht beim Remis. Der 96-Trainer war aber trotz des späten Gegentreffers und der ersten Niederlage unter seiner Leitung keineswegs unzufrieden. „Ich habe viele gute Ansätze gesehen“, sagte Korkut. „Mit diesem Spiel können wir arbeiten.“

Hannover 96: Zieler – Cherundolo, Marcelo, Hoffmann, Schulz – Schlaudraff (86. Prib), Stindl, Schmiedebach, Huszti – Rudnevs, Diouf (63. Bittencourt).

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Foto: Am Donnerstag spielen die „Roten“ gegen Fenerbahce Istanbul in Belek.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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