Hannover. 96-Trainer Mirko Slomka nennt das Team aus dem Kraichgau „einen außerordentlich unangenehmen Gegner“. Na, schön: Das hat die Liga über Hannover 96 in der vergangenen Saison auch gesagt. Trotzdem sollen die „Roten“ auf der Hut sein, wie Slomka fordert. Auch wenn jetzt einige Verletzte fehlten, etwa Vedad Ibisevic und Gylfi Sigurdsson, ist „das Team gespickt mit jungen, hoch talentierten Spielern. Taktisch sind sie schon von Ralf Rangnick und dem neuen Coach Holger Stanislawski gut ausgebildet. Ryan Babel und auch Chinedu Obasi, das sind tolle Spieler“, sagt Slomka, der den Tabellenelften der Vorsaison in einer 4-2-3-1-Formation erwartet.
Wie dagegenhalten? „Hinten gut stehen“, das ist das oberste Credo von Innenverteidiger Karim Haggui. Zusammen mit Nebenmann Emanuel Pogatetz hat er sich zum Ziel gesetzt, in der ganzen Saison nicht mehr als 34 Gegentore zuzulassen. Im Durchschnitt also eines pro Spiel. „Dann haben wir immer gegen jede Mannschaft eine Chance zu gewinnen. Auch wenn wir nicht der Favorit sind“, sagt Haggui. Heute aber sind sie es. Denn selbst ohne den besten Torjäger der Vorsaison, Didier Ya Konan, hat die 96-Offensive ihre Torgefährlichkeit in der Vorbereitung verbessert und im DFB-Pokal beim 6:0 gegen Anker Wismar belegt. Mohammed Abdellaoue und Jan Schlaudraff sind topfit, Moritz Stoppelkamp hat erstmalig in einem Pflichtspiel seine Joker-Qualitäten eindrücklich unter Beweis gestellt. Das Team ist somit in bester Stimmung, die Erfolgsgeschichte der Vorsaison auch in der aktuellen Spielzeit fortzusetzen. Slomka verwies gern darauf, dass in der Vorsaison der erste Heimsieg überhaupt gegen Hoffenheim gelungen sei, und dass er auf eine Fortsetzung hoffe. „Das Team brennt auf den Bundesliga-Start.“
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