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In Belek sollen weitere Transfers angeschoben werden

96 startet ins Trainingslager In Belek sollen weitere Transfers angeschoben werden

Hannover 96 fliegt am Donnerstag mit einem 51 Mann großen Tross ins Trainingslager in die Türkei. Auch Martin Bader fliegt mit. Der 96-Geschäftsführer Sport will im direkten Kontakt mit dem neuen Trainer Thomas Schaaf vor Ort weitere Transfers verhandeln.

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Hannover 96 auf dem Weg nach Belek

In der Türkei wird die Winterjacke nicht nötig sein: Der neue Trainer Thomas Schaaf zwischen 96-Spielern.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Am Donnerstagmorgen um 9.45 Uhr geht der Flieger. Weg aus der Kälte, weg aus dem Schnee. Hannover 96 macht sich auf ins Trainingslager an die türkische Mittelmeerküste. Ein Flug in die Sonne wird es jedoch zumindest vorerst nicht. Für Donnerstag wird für Belek eine Regenwahrscheinlichkeit von etwa 80 Prozent vorhergesagt. Dafür sind die Temperaturen angenehm, und sie sollen am Freitag und am Sonnabend noch steigen – bis auf 17 Grad. Und regnen soll es dann erst zu Beginn der kommenden Woche wieder. Von einem Regenchaos, wie es 96 im vergangenen Jahr unter dem damaligen Trainer Tayfun Korkut erlebte, bleiben die „Roten“ während ihres einwöchigen Trainingslagers hoffentlich verschont. Doch egal, wie es kommt: Seine dicke Winterjacke kann der neue 96-Trainer Thomas Schaaf getrost in Hannover lassen.

Letztes Training vor dem Abflug ins Trainingslager nach Belek: Die 96-Profis trainierten am Nachmittag mit dem neuen Trainer Thomas Schaaf auf der Mehrkampfanlage.

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Der 54-Jährige hat sich dafür entschieden, einen großen Spielerkader mit in die Türkei zu nehmen. 28 Profis sind am Donnerstag an Bord (der 96-Tross umfasst insgesamt 51 Personen); vom Stammpersonal fehlt lediglich Hiroshi Kiyotake. Der japanische Spielmacher soll seine Verletzung (Haarriss im Fuß) in seiner Heimat weiter behandeln lassen. Vladimir Rankovic und Maurice Hirsch, die bisher zum Profikader zählten, müssen sich in der Regionalliga-Mannschaft der „Roten“ fit halten – oder sich einen anderen Verein suchen. 

Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler, der wegen einer starken Erkältung auch am Mittwoch nicht trainierte, fliegt ebenso mit nach Belek wie Uffe Bech, der aufgrund von einer Nervenentzündung nur Lauftraining absolviert. Und auch Charlison Benschop, der am Mittwoch die Einheit aufgrund von Kniebeschwerden abbrechen musste, ist dabei. 

Auch Martin Bader fliegt mit in die Türkei. Der 96-Geschäftsführer Sport sucht den direkten Kontakt zu Schaaf, damit dort weitere Transfers angeschoben oder realisiert werden können. Aber auch, um das neue Trainerteam besser kennenzulernen. „Und ich kann vor Ort auch mit dem einen oder anderen Spieler von uns sprechen, der sich vielleicht verändern möchte“, sagt Bader. Ein Kandidat ist da mit Sicherheit Mevlüt Erdinc, der in der Bundesliga bisher kein Bein auf die Erde gekriegt hat.

Schaaf wiederum will die Woche in Belek nutzen, um seinem Team seine Philosophie vom Fußball zu vermitteln. Zeit für Müßiggang wie bei dem einen oder anderen Trainer in der Vergangenheit wird es nicht geben. Außer schweißtreibenden Trainingseinheiten wird es auch mindestens zwei Testspiele geben. Schaaf hätte gern noch eine dritte Partie, damit er all seine Akteure mindestens einmal auch im Spiel unter die Lupe nehmen kann. Bisher stehen die Partien im „Sun-Express-Cup“ gegen die Bundesliga-Konkurrenten Hertha BSC Berlin (11. Januar, 19 Uhr) und VfB Stuttgart (13. Januar, 15.30 Uhr) fest. Einen dritten Gegner zu finden, dürfte wahrlich nicht schwer sein, schließlich bereiten sich außer 96, Stuttgart und Berlin auch Borussia Mönchengladbach, der Hamburger SV und Werder Bremen in Belek auf die Rückrunde vor. Auch Zweitligist VfL Bochum ist zur gleichen Zeit wie 96 vor Ort.

571 Zimmer, 9 Restaurants: Das erwartet die „Roten“ in Belek

Anlage direkt am Strand: Hannover 96 wohnt in Belek an der Türkischen Riviera im „Cornelia Diamond Golf Resort & Spa“. Das Fünf-Sterne-Hotel erstreckt sich über eine Fläche von 200.000 Quadratmetern und hat insgesamt 571 Zimmer, 9 À-la-carte-Restaurants sowie 10 Bars, 4 Bowlingbahnen, eine Reinigung, einen Friseur und einen Arzt. Es gibt 7 Tagungsräume mit einer Kapazität von bis zu 2000 Personen. Ein Sprung in die riesige Pool-Landschaft ist im Januar wenig ratsam – das Wasser ist nicht beheizt.

Beliebt bei Vereinen: In dem Hotel waren bereits diverse Proficlubs wie der VfB Stuttgart, Hertha BSC Berlin, Rapid Wien, FC Basel, IFK Göteborg oder AZ Alkmar. Das Hotel wirbt in den Wintermonaten mit Trainingslagerangeboten auch für gehobene Amateurvereine. Im vergangenen Jahr waren die „Roten“ in Belek im Hotel „Titanic“ – und das war kein gutes Omen für die Rückrunde. hr

Der 96-Kader für Belek

Torhüter: Ron-Robert Zieler, Philipp Tschauner, Samuel Radlinger und Timo Königsmann.
Abwehr: Christian Schulz, Marcelo, Felipe, Miiko Albornoz, Hiroki Sakai, Oliver Sorg, Andre Hoffmann und Waldemar Anton.
Mittelfeld: Salif Sané, Manuel Schmiedebach, Leon Andreasen, Allan Saint-Maximin, Iver Fossum, Hotaru Yamaguchi, Uffe Bech, Ceyhun Gülselam, Felix Klaus, Edgar Prib und Mike-Steven Bähre. Es fehlt: Hiroshi Kiyotake (ist zur Reha in Japan).
Angriff: Adam Szalai, Charlison Benschop, Mevlüt Erdinc, Kenan Karaman und Artur Sobiech.
Trainerstab: Thomas Schaaf, Wolfgang Rolff, Matthias Hönerbach, Christoph Dabrowski, Jörg Sievers, Edward Kowalczuk und Timo Rosenberg.
Dazu kommen 96-Geschäftsführer Sport Martin Bader, Physiotherapeuten, Dolmetscher, Busfahrer, Arzt, Fanbeauftragter, Zeugwarte, Betreuer und die Medienabteilung. gru

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Mit einem Tross von mehr als 50 Personen haben sich die Bundesligaprofis von Hannover 96 auf den Weg ins Trainingslager gemacht. Am Donnerstagmorgen versammelten sich Spieler, Trainer und Betreuer am Flughafen Langenhagen, von wo aus der Flieger ins türkische Belek ging. Dort startet die Mission Klassenerhalt. 

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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