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Hannover 96 startet ins Trainingslager nach Bad Radkersburg

Glänzende Prognose Hannover 96 startet ins Trainingslager nach Bad Radkersburg

Hannover 96 startet ins Trainingslager nach Bad Radkersburg – und steuert einen guten Kurs. Die „Roten“ haben beste Aussichten, ihren Platz auf der Sonnenseite der Liga zu behaupten.

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Kraftprotz: 96-Mittelfeldspieler Sergio Pinto stemmte im vergangenen Jahr im Trainingslager Bad Radkersburg kräftig Hanteln – und spielte anschließend eine glänzende Saison.

Quelle: zur Nieden

Hannover. … und nun der „rote“ Wetterbericht: Es wird heiß, um die 30 Grad. Die Aussichten sind rosig bis sonnig. Mit (Gegen-)Wind ist nicht zu rechnen. Nur ganz vereinzelt gibt es (reinigende) Gewitter und ein bisschen Abkühlung.

Das ist die aktuelle Vorhersage für die nächsten Tage in Bad Radkersburg, dem kleinen Kurort in der Steiermark an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien, wo der Fußball-Bundesligist Hannover 96 am Samstag sein zweites Trainingslager beginnt.

Aber eigentlich passt die Prognose auch ganz gut, um das Großklima bei Hannover 96 zu beschreiben. Vieles spricht für eine ganz heiße Saison. Die „Roten“ haben beste Aussichten, ihren Platz auf der Sonnenseite der Liga zu behaupten. Und, na ja, ein reinigendes Gewitter zur Abkühlung dann und wann … Schadet ja nicht wirklich, ist die Würze in der Fußballsuppe.

Die Rückkehr nach Bad Radkersburg legt die Rückschau der „Roten“ an die Situation vor einem Jahr nahe. Ein Grausen war das, und die aktuellen Sorgen schrumpfen zu Luxusproblemen im Vergleich. Erinnern wir uns doch: Mit Ach und Krach die Klasse gehalten. Die Mannschaft war entkernt (Hanno Balitsch, Arnold Brugging, Jiri Stajner, Jan Rosenthal, Vinicius und andere), aber eine tragende Statik trotz der dazugekommenen Ron-Robert Zieler, Emanuel Pogatetz, Lars Stindl, Moritz Stoppelkamp (Mohammed Abdellaoue war da noch ein frommer Wunsch) noch nicht erkennbar. Die „Roten“ galten als Abstiegskandidat. Und Mirko Slomka als Rauswurfkandidat Nummer 1 der Liga. Der Trainer buhlte um Elson für ein 4-2-3-1-System. Jörg Schmadtke fragte sich, ob er die „Er oder ich“-Frage stellen sollte, tat es dann aber nicht und zementierte durch „Moas“ Verpflichtung ganz nebenbei das 4-4-2. Klubchef Kind hatte in Zeiten größter Abstiegssorgen viel Kraft gelassen und war auch angesichts dürrer Testspielergebnisse überhaupt nicht in der Laune für fortgesetzte Querelen.

Viel hätte damals schief gehen können. Aber der Saisonverlauf hat Slomkas Training und Schmadtkes Transfers geadelt. Und ebenso Kinds Entscheidung, gegen den Heuern-und-Feuern-Trend an beiden festzuhalten.

Jetzt also kehrt 96 als Europa-League-Qualifikant nach Bad Radkersburg zurück. Das Messen mit den sportlich fordernden Testspielgegnern beginnt erst heute gegen Sturm Graz (17.30 Uhr in Gleisdorf). Vom nackten Ergebnis und auch den folgenden sollten 96-Fans ihre Gemütslage nicht abhängig machen – das ist eine Lehre aus Slomkas bisherigen 96-Vorbereitungen. Behutsamer Optimismus speist sich eher aus Slomkas Bericht, wonach die Spieler jetzt bereits auf einem besseren Konditions- und Leistungsniveau als zum gleichen Zeitpunkt der letztjährigen Vorbereitung waren: „Wir sind deutlich weiter“. Dass aktuell Didier Ya Konan angeschlagen ausfällt und heute zur Reha nach Donaustauf fährt, statt ins Flugzeug über die Alpen zu klettern: ärgerlich, aber zu verschmerzen. „Didi“ war in Bad Radkersburg vor einem Jahr durch seinen mysteriösen Afrika-Infekt und vor einem halben Jahr in Alanya durch den Meniskusschaden verhindert. Für 14 Tore und einen Platz auf der Liste der Bundesliga-Topstürmer hat es dennoch gereicht.

Und Schmadtke, inzwischen befördert zum 96-Geschäftsführer ohne Vertragsfrist, hat seine Einkaufsliste ohne Schnickschnack abgearbeitet. Henning Hauger fürs Mittelfeld, Artur Sobiech für den Sturm, Christian Pander als weiteren Allrounder für die linke Seite, dazu ein Torwarttalent: Der Kader ist damit klar verstärkt worden. Ob er die neue Stärke auch auf den Platz bringt? Erste Prognosen will sich Schmadtke erst entlocken lassen, wenn er aus Bad Radkersburg zurück ist. Immerhin, das unüberhörbare Bauchgrummeln von vor einem Jahr hat schon jetzt einem „ganz guten Bauchgefühl“ Platz gemacht. 96 – wie hast du dich verändert.

Ganz anders als Bad Radkersburg, wo eigentlich alles beim Alten ist. Einige der „Roten“ können im „Hotel im Park“ heute Abend sogar dieselben Zimmer wie im vergangenen Jahr beziehen. Die Thermenarena als Trainingsplatz ist ihnen genauso vertraut wie der einst auf Anregung Slomkas angelegte Bergauf-Sprint-Hügel daneben, der „Monte Mirko“. Der Mann, der Berge versetzen kann, wird die „Roten“ rauf und runter scheuchen. Wenigstens im Fußball gilt: Qualität kommt von Qual.

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Testspiel
Foto: Torschütze Deniz Aycicek.

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